Flüssiggas News

Steigende Flüssiggas- und Rohölpreise

Freitag, 05. März 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise sind seit Beginn der Woche aufgrund schwacher Verfügbarkeiten wieder gestiegen. Auch der Rohölpreis ist notiert trotz schwacher Eurokurse wieder über 80 US-Dollar.

Die Flüssiggaspreise sind von Mitte bis Ende Februar zum ersten Mal in diesem Jahr gefallen. Am Montag sind die Preise zum Monatswechsel nach oben korrigiert worden. Begründet wird dies größtenteils mit einer sehr schlechten Produktverfügbarkeit. In den meisten deutschen Raffinerien wird wenig bis kein Flüssiggas angeboten und in den anderen Raffinerien werden nur kleine Flüssiggasmengen verkauft. Selbst im normalerweise starken ARA-Raum (Antwerpen/Rotterdam/Amsterdam) werden die Flüssiggaspreise aufgrund geringer Lagerbestände an Flüssiggas fast täglich angehoben. Eine Besserung der diffizilen Lage ist vor Mitte des Monats nicht in Sicht. Weiterhin steigt der Rohölpreis trotz schwacher Fundamentaldaten und hilft so mit, den Flüssiggaspreis anzuheben (mehr dazu im zweiten Absatz). Zusätzlich könnte Sie außerdem das wieder kältere Klima preistreibend auswirken. In ganz Deutschland ist zumindest nachts Frost angesagt. Am Tage sind die Temperaturen trotz freundlichem Sonnenschein niedrig. Als ob dem nicht genug wäre ist wieder Schnee an der Tagesordnung. Eine Milderung in der nächsten Woche ist noch unsicher.

Spekulationen mit fallenden Flüssiggaspreisen aufgrund der Preisentwicklungen in den letzten beiden Wochen könnten sich demnach als Eigentor entpuppen.

Die Rohölpreise sind nach einem leichten Einbruch am Donnerstag wieder wohlauf. Im Freitagshandel konnte der Preis für die US-Rohölsorte WTI um einiges zulegen und stabilisierte sich wieder über der 80-Dollar-Marke. Die neuerliche Erhöhung des Röhlpreises trotz eines sehr schwachen Dollars wird als Reaktion auf die Förderkürzungen der OPEC interpretiert. Diese hat eine Reduktion der Fördermenge um 2,3 Prozent angekündigt und passt damit das Angebot der schwachen Nachfrage an. Fest steht, dass die Marktteilnehmer den Rohölpreis lieber oben als unten sehen. Somit werden sich die zu veröffentlichenden Daten zum US-Markt sich bei positiven Meldungen stärker auswirken als bei negativen.

Flüssiggas und US-Ölpreis im Minus

Mittwoch, 24. Februar 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise bewegen sich weiterhin auf einem absteigenden Ast. Der Preis für Rohöl tendiert seit dem frühen Dienstagnachmittaghandel ebenfalls mit Abschlägen gegenüber den recht hohen Niveau am Montag.

Angesichts der milden Wetterlage sind die fallenden Flüssiggaspreise praktisch selbsterklärend. Mit Höchstwerten von bis zu 14 Grad im Flachland gibt es keine kältebedingte Produktknappheit mehr. Sei Beginn der letzten Woche wurde der Preis für Flüssiggas signifikant reduziert. Das aktuelle Preisgeschehen kann man als Anpassung des Winterpreises an den normalen Preis für Flüssiggas bezeichnen. Wahrscheinlich werden die Flüssiggaspreise noch ein bis zwei Wochen weiter fallen und sich dann bis zum Herbst am Rohölpreis orientieren. Genau richtig für viele der Endverbraucher, die aufgrund des strengen Winters kein Flüssiggas mehr haben und jetzt ihren leeren Flüssiggastank mit Flüssiggas füllen lassen. Man sollte jedoch nicht auf fallende Preise spekulieren. Erfahrungsgemäß sind die Flüssiggaspreise zum Frühlingsanfang meist niedriger als im Sommer, da der Rohölpreis in den Sommermonaten statistisch gesehen in den letzten zehn Jahren fast immer gestiegen ist (mit Außnahme des Krisenjahres 2009) und somit auch die Preise für Flüssiggas trotz schwacher Nachfrage parallel angezogen sind.

Der Preis für den amerikanischen Rohöl bewegt sich seit gestern im Minus. Grund dafür sind laut den Analysten die nach wie vor schwachen Fundamentaldaten. In den letzten Wochen wurde der Ölpreis von sog. weichen Faktoren gestützt. Dazu zählen unter anderem der Raffinerie-Streik in Frankreich, der sich zuspitzende Streit um das iranische Atomprogramm und ein wieder schwächerer US-Dollar. Ein Ausschlag noch oben wird daher als unwahrscheinlich eingestuft.

Milderung des Winterwetters lässt Flüssiggaspreis zur Ruhe kommen

Mittwoch, 17. Februar 2010 von Roman G. Kieslinger

Nach monatelangen Preiserhöhungen ist der Preis für Flüssiggas wieder auf dem Weg nach unten. Die Spekulation mit dem Winter und dem knappen Angebot scheint verpufft zu sein. Nicht so jedoch beim Rohöl. Nachdem er mehrere Tage lang rote Zahlen geschrieben hatte, kletterte er im Dienstaghandel zeitweise um über vier Prozentpunkte.

Die Preis für das Flüssiggas Propan scheint sich beruhigt zu haben. Nachdem aufgrund erhöhter Nachfrage und einem verknappten Angebot die Preise Woche für Woche angezogen worden waren, kippte die Stimmung am vergangenen Freitag. Die Tage des ungewöhnlich bitterkalten und schneereichen Winters sind laut den Meteorologen gezählt. Der noch liegende Schnee wird vor allem in Südwest- und Westdeutschland deutlich zusammensacken oder gar ganz abschmelzen. Nachts gibt es vielfach nur noch leichten bis mäßigen Frost. Richtiges Frühlingswetter wird es jedoch trotz milderer Abschnitte mit teilweise mit bis zu zehn Grad Plus am Oberrhein nirgends geben.

Das diesen Winter unverhältnismäßig hohe Niveau des Flüssiggaspreises wird wahrscheinlich auch in den nächsten Wochen nachgeben müssen. Es ist damit zu rechnen, dass die Preise für Flüssiggas in den nächsten Wochen nicht mehr steigen werden. Für den Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank werden die ersten Preisnachlässe größtenteils ab kommender Woche bzw. ab Anfang März spürbar werden.

Der Rohölpreis verzeichnete am Dienstag nach einer mehrtägigen Flaute ein Plus von über drei US-Dollar. Gestärkt wurde er durch freundliche Aktienmärkte in Japan und Europa und einen wieder stärkeren Euro. Dieser hatte durch die ernorme Überschuldung Griechenlands einiges an Wert verloren. Es besteht allerdings Rückschlagspotenzial. Zu hoch sind die kommerziellen Lagerbestände an Rohöl bzw. Ölprodukten und zu schwach ist die Nachfrage in den westlichen Raffinerien.

Flüssiggas weiterhin auf hohem Niveau – Rohöl deutet Erholung an

Dienstag, 09. Februar 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas sind auch in der neuen Woche nicht gefallen sondern wieder um ca. einen Cent gestiegen. Der Ölpreis hat sich der positiven Stimmung angeschlossen und stieg im Dienstaghandel um über anderthalb Dollar.

Der seit Monaten steigende Flüssiggaspreis macht auch diese Woche keinerlei Anstalten, sich etwas freundlicher für den Endverbraucher zu gestalten. Als Hauptursache ist die nach wie vor schwache Versorgung bei einer weiterhin kältebedingt starken Nachfrage. Nachdem nun zum Ende der Woche der Raffinerieverbund in Karlsruhe aufgrund von Wartungsarbeiten nahezu komplett still gelegt wird, könnte sich die Versorgung des süddeutschen Raums als schwierig gestalten. Erschwerend kommt noch hinzu, dass weiterhin trotz des Tauwetters in einigen Regionen Deutschlands vielerorts Straßen durch Schnee und Eis unpassierbar sind. Versorgungsschwierigkeiten und Produktionsmengenknappheit werden sich auch in der nächsten Zeit preistreibend auswirken, falls keine deutliche Milderung des frostigen Klimas in Sicht kommt.

Der Rohölpreis hat sich nach seinem mehrere Wochen andauernden Abwärtstrend ein wenig erholen können. Aktuell steht er bei fast 73 US-Dollar. Ein deutliches Plus verglichen mit den Tiefständen bei zeitweise unter 70 US-Dollar vom vergangen Freitag. Ob die rohölpreishemmenden Faktoren jedoch gänzlich relativiert sind, muss sich erst noch zeigen. Das kalte Wetter in weiten Teilen der USA könnte eventuell die Lagerbestände dezimieren und zusammen mit einem erstarkten Euro für eine Anhebung des Preisniveaus sorgen.

Der Endverbraucher bezahlt für das Flüssiggas weiterhin hohe Preise und daran wird sich in den nächsten Wochen wahrscheinlich auch nichts ändern. Preiserhöhungen sind im Moment die einzigen Bewegungen, die in diesem bullischen Markt existieren. Wichtig ist bei den ungünstigen Witterungsbedingungen vor allem, dass man trotz Eis und Schnee den Flüssiggastankinhalt regelmäßig überprüft und rechtzeitig bei 30 % nachbestellt. Andernfalls kann es passieren, dass das Gas nicht mehr rechtzeitig vor Nullstand geliefert werden kann. Kalte Füße und eingefrorenen Wasserleitungen wären die unangenehmen Folgen.

Weiterhin hohe Flüssiggaspreise trotz dickem Rohöl-Minus

Freitag, 22. Januar 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise sind nach wie vor hoch. Fortgeführt wird dieser Trend durch ein neues Kältehoch aus Osteuropa. Dem Rohöl hingegen werden viele Steine in den Weg gelegt. Sowohl Western Texas Intermediate als auch die Nordseesorte Brent fielen kräftig ab und rutschen teilweise unter 76 Dollar. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Flüssiggas bleibt weiterhin teuer. Hauptverantwortlich ist wieder einmal der Winter. Wo vielerorts erst vor ein paar Tagen die letzten weißen Schneereste verschwunden sind, kündigt der Wetterdienst vor allem in Norddeutschland schon wieder neue Flocken und frostige Minusgrade in ganz Deutschland an. Die Saison scheint also noch nicht vorbei zu sein. Daher kann für den restlichen Monat Januar mit gleichbleibend hohen bis leicht steigenden Flüssiggaspreisen gerechnet werden.

Der schon letzte Woche eingeknickte Rohöl hat auch in dieser Woche erneut um einige Prozentpunkte nachgegeben. Insgesamt gesehen, hat das Papier Rohöl seit letzter Woche Dienstag einiges an Wert verloren. Gründe hierfür sind ein relativ starker Dollar bzw. schwacher „Griechenland-Euro“; die Reduzierung der Kreditvergabe in China; Verunsicherung durch die Pleite der Japan Ailines und die vernachlässigte Disziplin der OPEC-Staaten, die sich in den üppigen Fördermengen wiederspiegelt. Doch es gibt auch Hoffnung. Nach den vorherigen Verlusten hat der Rohöl am frühen Donnerstagnachmittag wieder leicht ins Plus gedreht. Eventuell könnte sich hieraus eine kurzeitige Erholung ergeben. Analysten führen diese Entwicklung auf den hohen Bedarfs Chinas und die gesunkenen Lagerdaten in den USA zurück.

Die Empfehlung für den Endverbraucher bleibt trotz der hohen Preisen weiterhin auf “Kaufen”. Normalerweise sollte man im Winter nach Möglichkeit nicht tanken und erst im Sommer voll auffüllen. Durch die Wirtschaftskrise ist diese ungeschriebene Regel seit Oktober 2008 jedoch aufgehoben worden. Durch die extremen Preisfälle sind die Preise selbst im Winter niedrig. So konnte man im letzten Jahr im Jahrhundertwinter günstiger Flüssiggas tanken, als in den beiden Sommern davor und danach. Experten vermuten, dass der Rohölpreis sich im Laufe 2010 bis 2011 auf ein stabiles Niveau entwickeln wird. Demzufolge werden die Flüssiggaspreise sich wahrscheinlich schon dieses Jahr auf das Niveau vor der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 eintarieren. Dieses lag leicht über dem jetzigen Level.

Flüssiggaspreise weiter gestiegen

Mittwoch, 13. Januar 2010 von Roman G. Kieslinger

Ganz Deutschland ist von einer weißen Schneedecke überdeckt. Der Winter wird uns auch in den nächsten Wochen weiter beschäftigen. Der Preis für Flüssiggas kennt nur eine Richtung, nach oben.
Den Rohölpreis hat es nach einem neuen 15-Monatshoch am Montag allerdings kalt erwischt. Aktuell pendelt er mehr unter als über der 80-Dollar-Marke.

Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Obwohl wenn es diesmal längst nicht so kalt wie letztes Jahr ist, fließt Flüssiggas nicht im Überfluss aus den Raffinerien. Die Menge werden knapper und Verfügbarkeiten schwinden. Und das bevor überhaupt die große Nachfrage eingesetzt hat, was bei anhaltender Kälte bald der Fall sein wird. Viele Flüssiggastanks sind im Sommer gefüllt worden, daher sind größere Versorgungsengpässe noch nicht an der Tagesordnung. Bei anhaltender Kälte wird die Mehrzahl der Kunden zum Ende des Monats Ihren Flüssiggastanks wieder auffüllen lassen müssen. Dadurch könnte es zu logistischen Herausforderungen im Flüssiggas-Tankwagenbereich kommen und die der Flüssiggaspreise werden sich infolge dessen verteuern.

Mit Fundamentaldaten lässt sich der signifikante Anstieg des Flüssiggaspreises nicht stützen. Der letzte Woche noch starke internationale Rohöl WTI erreichte am Montag ein sensationelles 15-Monatshoch von über 84 US-Dollar. Dort verweilte er aber nicht lange und fiel am Abend zurück auf ca. 80 US-Dollar. Die weitere Entwicklung des Rohölpreises hängt einerseits von der internationalen Währungspolitik und andererseits von dem weiteren Wettergeschehen ab. Sollte es wie angedeutet wieder wärmer in Nordamerika und Asien werden, könnte der Rohöl noch weiter fallen. Allzu starke Auswirkungen wie auf den Flüssiggaspreis, wie z. B. im Sommer in Deutschland wird dies jedoch nicht haben.

Eisige Temperaturen verhelfen dem Flüssiggaspreis zu neuen Höhen

Mittwoch, 06. Januar 2010 von Roman G. Kieslinger

Der Flüssiggaspreis hat sich seit Beginn des neuen Jahres stark verteuert. Der weltweite Wintereinbruch hat jedoch nicht nur im Flüssiggasgeschäft für steigende Notierungen gesorgt. Auch die Preise für Rohöl erklimmen wieder die 80-Dollar-Marke.

Flüssiggas ist in den letzten Tagen so stark gestiegen, wie schon seit Monaten nicht mehr. Vorrangig hat der Winter die Preiserhöhungen ausgelöst. Die Kältewelle sorgt dafür, dass wieder mehr geheizt wird und die Raffinerien schon sehr bald nicht genügend Nachschub produzieren können. Das anhaltende Frostwetter wird uns somit auch in den nächsten Wochen steigende Flüssiggaspreise bescheren.

Der Röhlpreis hat sich von der Kälte in Europa, Asien und den USA ebenfalls beeinflussen lassen und steigt über 80 Dollar. Das extreme Winterwetter hat vor allem in den USA den Energieverbrauch auf 21 Prozent über den Normalwert ansteigen lassen. Wen wundert es da, dass der Rohöl auch am Mittwoch noch einmal kräftig zugelegt hat. Mitunter ein Grund für steigende Preise sind die Spekulanten, die seit Jahresbeginn wieder vermehrt Geschäfte tätigen und auf diese frostigen Zeiten setzen.

Tendenz für Flüssiggas leicht steigend, Rohöl stabil

Dienstag, 29. Dezember 2009 von Roman G. Kieslinger

Der Preis für Flüssiggas zieht weiter an. Diesmal ist vorrangig der starke Dollar dafür verantwortlich. Im Umkehrschluss ging mit der erstarkten US-Währung ein fallender Rohölpreis einher.

Das Produkt Flüssiggas hat sich an sich in den letzten Tagen nur geringfügig verteuert. Dennoch klettern die Preise Woche für Woche weiter nach oben. Vor allem seit Anbeginn der letzten Woche hat sich der schwache Euro für die europäischen Flüssiggasendverbraucher bemerkbar gemacht. Kann man also nach den robusten Euro-Notierungen dieser Woche wieder aufatmen? Höchstwahrscheinlich nicht, denn nach dem Dollar tritt der Winter als preistreibender Faktor in Aktion. Das mildere Klima in Süddeutschland wird die Raffinerien ein wenig entlasten, Produktknappheit bleibt jedoch nach wie vor an der Tagesordnung. In Deutschland bleibt es weiterhin kalt und auch in den USA liegt vielerorts Schnee. Das sind die entscheidenden Indikatoren für steigende Flüssiggaspreise im Januar.

Der Rohöl hat es sich nach den Einbußen der letzten beiden Wochen zwischen 75 und 80 US-Dollar gemütlich gemacht. Das Ölpreis-Kartell entschied letzte Woche, dass man mit dem aktuellen Preisniveau gut zurechtkomme und beließ die Förderquoten unverändert. Falls es keine konjunkturellen Überraschungen gibt, dürfen wir auch weiterhin mit den bisherigen Notierungen kalkulieren.

Winter treibt Flüssiggaspreise nach oben

Mittwoch, 23. Dezember 2009 von Roman G. Kieslinger

Der Winter hat Deutschland erreicht. Zweistellige Minustemperaturen sorgen dafür, dass Flüssiggas weiter steigt. Der Rohöl hingegen hält sich ohne Rückenwind bei ca. 73-US-Dollar.

WTI leidet stark unter dem anziehenden Dollar, der mittlerweile wieder bei 1,42 € notiert. Daran konnte auch das heutige OPEC-Treffen nichts ändern. Lediglich der weltweite Wintereinbruch ist wahrscheinlich die Hauptursache für den im Vergleich zur letzten Woche hohen Rohölpreis.

Flüssiggas hat keine Probleme, zu niedrig gehandelt zu werden. Zwar gibt es keine extremen Preissteigerungen, von Preisverfall wie an den Tankstellen kann aber keine Rede sein. Vielmehr werden die Flüssiggaspreise wahrscheinlich weiter steigen. Grund hierfür ist die eingebrochene Versorgung in Deutschland. Die meisten der deutschen Raffinerien, darunter auch eine der größten in Karlsruhe, sind mittlerweile nicht mehr in der Lage, diese Woche Produkt zu verladen. Es muss folglich Ware aus Ostdeutschland und dem ARA-Raum geliefert werden. Dazu kommt, dass viele Endverbraucher nach dem eiskalten Wochenende Flüssiggas noch teilweise für dieses Jahr bestellen möchten.

Die GazCologne GmbH wünscht allen Lesern frohe Weihnachten und friedliche Feiertage.

Flüssiggas weiterhin im Aufwärtstrend

Dienstag, 15. Dezember 2009 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise bewegen sich nach wie vor nach oben. Ganz im Gegenteil zu internationalen Rohöl WTI, dem zurzeit arg zugesetzt wird.

Der Rohölmarkt in den USA startet nach dem Wochenminus der vergangenen Woche relativ ausgeglichen in die neue Woche. Bei einem Stand von knapp unter 70 Dollar ist die Anlegerfreude bei den sonst so optimistischen Investoren nicht mehr ganz so groß. Dennoch halten Sie den Ölpreis immer noch ca. 10 Dollar über der 60-Marke, auf die der Rohöl ohne Spekulationshilfe unweigerlich zurückfallen würde. Besonders belastend wirkt sich der starke Dollar auf die schwächelnde Rohstoffnotierung aus. Er könnte dafür sorgen, dass der Ölpreis auch in dieser Woche mit einem Minus schließt. Es bleibt abzuwarten, wie die Investoren dem Rohöl gewogen sind.

Flüssiggas auf dem innerdeutschen Markt legt langsam aber stetig zu. Die geringsten Erhöhungen der WTI-Preise lösen eine verhältnismäßig hohe Steigerung der Flüssiggaspreise aus. Bröckelnde Preise zeigen hingegen nur wenig Auswirkung. Mit verantwortlich für die steigenden Flüssiggaspreise ist die frostige Wetterlage. Mit Ankunft der Minustemperaturen im zweistelligen Bereich in vielen Teilen Deutschlands steigt der Verbrauch. Infolgedessen werden die ohnehin niedrigen Produktionskapazitäten in den Raffinerien zusätzlich belastet.

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