Der US-Rohöl fällt nach einem neuem Jahreshoch wieder unter die 79 US-Dollar. Die Flüssiggaspreise ziehen währenddessen u. a. wegen der winterlichen Temperaturen schwach an.
Ein Barrel Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im November war in der Nacht zum Montag auf ein Jahreshoch von 79,05 Dollar gestiegen. Im Mittagshandel fiel der Ölpreis wegen fehlenden Konjunkturmeldungen und einsetzenden Gewinnmitnahmen wieder bis auf 78,14 US-Dollar zurück. Händler begründen den erneuten Rekordstand mit starken US-Unternehmenszahlen und positiven Konjunkturzahlen. Die Daten deuteten auf eine spürbare konjunkturelle Erholung nach der schweren weltweiten Rezession hin, hieß es. Beobachter sehen allerdings auch die Gefahr von Rückschlägen, falls die optimistischen Erwartungen enttäuscht werden sollten. Der Ölpreisanstieg war zudem laut Commerzbank zuletzt zu großen Teilen auch spekulativ getrieben. Grund zur Sorge sind vor allem die nach wie vor hohen Lagerbestände an Rohöl und die schwache Ölnachfrage.
Der Euro schickt sich indes weiterhin an, die 1,50er-Marke zu knacken. Nach einem erneuten Tageshoch von 1,4964 liegt er aktuell bei 1,4948. Die Zeichen für die europäischen Verbraucher stehen, was den Wechselkurs angeht, also gut.
Die Flüssiggaspreise werden durch den steigenden Rohölpreis, das anhaltend kühle Wetter und eine schlechte Produktverfügbarkeit in den Inlandsraffinerien langsam weiter nach oben getrieben.
Falls es weiterhin so kühl bleibt und die Rohölpreise nicht überraschenderweise abstürzen, sollte man sich rechtzeitig für den Winter mit Flüssiggas eindecken.
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