Die Ölpreise sind am Montag nach Gewinnmitnahmen etwas gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember fiel auf 80,34 US-Dollar. Die Flüssiggaspreise sind trotz der schwachen Nachfrage aufgrund von momentanen Versorgungsengpässen jedoch leicht gestiegen.
Ein weiteres Steigen des Rohölpreises ist jedoch nicht in Sicht. Die allgemeine Versorgungslage ist während der letzten Monate unverändert ausgezeichnet geblieben. Die Vorräte der Industrieländer waren seit zwanzig Jahren nie mehr so gut. Die Förderreserven der OPEC ist bei beträchtlichen 5 Mio. Barrel pro Tag – die zwecks Ölpreis-Stützung nicht angetastet werden. Dafür ist die Nachfrage schwach wie seit Jahren nicht mehr. Und sie wird sich von diesem Zustand vorläufig auch nicht erholen – dafür ist die Situation der realen Wirtschaft zu ungemütlich.
Schon zum Ende der letzten Woche hatte der Rohöl seinen spektakulären Höhenflug nicht weiter fortgesetzt. Anleger würden Gewinne am Ölmarkt mitnehmen, sagten Händler. Zudem habe angesichts von schwachen Unternehmensdaten aus den USA die Sorge über die Stärke der wirtschaftlichen Erholung zugenommen. Eine schwächere konjunkturelle Erholung würde auch die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.
Händler begründen die allerdings weiterhin anhaltend feste Tendenz am Ölmarkt mit starken Unternehmenszahlen in den USA.
Die Flüssiggaspreise zeigen sich von alledem relativ unbeeindruckt. Grund hierfür ist die schlechte Produktverfügbarkeit in den innerdeutschen Raffinerien. Falls es jedoch weiterhin so warm bleibt, könnten die Preise vielleicht etwas nachgeben. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Anstieg als Reaktion von erneuten Kälteschüben.
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