Die Flüssiggaspreise sind nach wie vor hoch. Fortgeführt wird dieser Trend durch ein neues Kältehoch aus Osteuropa. Dem Rohöl hingegen werden viele Steine in den Weg gelegt. Sowohl Western Texas Intermediate als auch die Nordseesorte Brent fielen kräftig ab und rutschen teilweise unter 76 Dollar. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Flüssiggas bleibt weiterhin teuer. Hauptverantwortlich ist wieder einmal der Winter. Wo vielerorts erst vor ein paar Tagen die letzten weißen Schneereste verschwunden sind, kündigt der Wetterdienst vor allem in Norddeutschland schon wieder neue Flocken und frostige Minusgrade in ganz Deutschland an. Die Saison scheint also noch nicht vorbei zu sein. Daher kann für den restlichen Monat Januar mit gleichbleibend hohen bis leicht steigenden Flüssiggaspreisen gerechnet werden.
Der schon letzte Woche eingeknickte Rohöl hat auch in dieser Woche erneut um einige Prozentpunkte nachgegeben. Insgesamt gesehen, hat das Papier Rohöl seit letzter Woche Dienstag einiges an Wert verloren. Gründe hierfür sind ein relativ starker Dollar bzw. schwacher „Griechenland-Euro“; die Reduzierung der Kreditvergabe in China; Verunsicherung durch die Pleite der Japan Ailines und die vernachlässigte Disziplin der OPEC-Staaten, die sich in den üppigen Fördermengen wiederspiegelt. Doch es gibt auch Hoffnung. Nach den vorherigen Verlusten hat der Rohöl am frühen Donnerstagnachmittag wieder leicht ins Plus gedreht. Eventuell könnte sich hieraus eine kurzeitige Erholung ergeben. Analysten führen diese Entwicklung auf den hohen Bedarfs Chinas und die gesunkenen Lagerdaten in den USA zurück.
Die Empfehlung für den Endverbraucher bleibt trotz der hohen Preisen weiterhin auf “Kaufen”. Normalerweise sollte man im Winter nach Möglichkeit nicht tanken und erst im Sommer voll auffüllen. Durch die Wirtschaftskrise ist diese ungeschriebene Regel seit Oktober 2008 jedoch aufgehoben worden. Durch die extremen Preisfälle sind die Preise selbst im Winter niedrig. So konnte man im letzten Jahr im Jahrhundertwinter günstiger Flüssiggas tanken, als in den beiden Sommern davor und danach. Experten vermuten, dass der Rohölpreis sich im Laufe 2010 bis 2011 auf ein stabiles Niveau entwickeln wird. Demzufolge werden die Flüssiggaspreise sich wahrscheinlich schon dieses Jahr auf das Niveau vor der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 eintarieren. Dieses lag leicht über dem jetzigen Level.
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