Flüssiggas News

Steigende Flüssiggas- und Rohölpreise

Die Flüssiggaspreise sind seit Beginn der Woche aufgrund schwacher Verfügbarkeiten wieder gestiegen. Auch der Rohölpreis ist notiert trotz schwacher Eurokurse wieder über 80 US-Dollar.

Die Flüssiggaspreise sind von Mitte bis Ende Februar zum ersten Mal in diesem Jahr gefallen. Am Montag sind die Preise zum Monatswechsel nach oben korrigiert worden. Begründet wird dies größtenteils mit einer sehr schlechten Produktverfügbarkeit. In den meisten deutschen Raffinerien wird wenig bis kein Flüssiggas angeboten und in den anderen Raffinerien werden nur kleine Flüssiggasmengen verkauft. Selbst im normalerweise starken ARA-Raum (Antwerpen/Rotterdam/Amsterdam) werden die Flüssiggaspreise aufgrund geringer Lagerbestände an Flüssiggas fast täglich angehoben. Eine Besserung der diffizilen Lage ist vor Mitte des Monats nicht in Sicht. Weiterhin steigt der Rohölpreis trotz schwacher Fundamentaldaten und hilft so mit, den Flüssiggaspreis anzuheben (mehr dazu im zweiten Absatz). Zusätzlich könnte Sie außerdem das wieder kältere Klima preistreibend auswirken. In ganz Deutschland ist zumindest nachts Frost angesagt. Am Tage sind die Temperaturen trotz freundlichem Sonnenschein niedrig. Als ob dem nicht genug wäre ist wieder Schnee an der Tagesordnung. Eine Milderung in der nächsten Woche ist noch unsicher.

Spekulationen mit fallenden Flüssiggaspreisen aufgrund der Preisentwicklungen in den letzten beiden Wochen könnten sich demnach als Eigentor entpuppen.

Die Rohölpreise sind nach einem leichten Einbruch am Donnerstag wieder wohlauf. Im Freitagshandel konnte der Preis für die US-Rohölsorte WTI um einiges zulegen und stabilisierte sich wieder über der 80-Dollar-Marke. Die neuerliche Erhöhung des Röhlpreises trotz eines sehr schwachen Dollars wird als Reaktion auf die Förderkürzungen der OPEC interpretiert. Diese hat eine Reduktion der Fördermenge um 2,3 Prozent angekündigt und passt damit das Angebot der schwachen Nachfrage an. Fest steht, dass die Marktteilnehmer den Rohölpreis lieber oben als unten sehen. Somit werden sich die zu veröffentlichenden Daten zum US-Markt sich bei positiven Meldungen stärker auswirken als bei negativen.

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 05. März 2010 um 17:53 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Diverses abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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