Flüssiggas News

Flüssiggas weiterhin stark, auch ohne Rohölpreisbasis

Mittwoch, 25. November 2009 von Roman G. Kieslinger

Der Flüssiggaspreis kennt weiterhin nur eine Richtung, nämlich die nach oben. Daran ändern auch die schwachen Rohölnotierungen und der mildeste November seit Jahren nichts.

Der seit Monaten anhaltende Aufwärtstrend hat den Rohöl stark gemacht. Doch zum Ende der Woche wurde wieder einmal deutlich, wie viel von der Kauflaune der Großspekulanten abhängt. Und diese sieht im Moment nicht besonders rosig aus. Zum Freitag hatte der internationale Rohöl WTI erhebliche Einbußen hinnehmen müssen und war unter die 78-Dollar Marke gefallen. Als Gründe nannte man schwache Aktienmärkte und einen wieder festeren Dollarkurs. Zum Wochenbeginn hielt sich die Stimmung in Grenzen. Ein leichtes Auf und Ab kennzeichneten den Markt und mündeten in einem minimalen Minus von 0,24 US-Dollar. Die Entwicklung in der restlichen Woche bleibt abzuwarten. Unbestreitbar sind die hohen Lagerreserven und eine niedrige Nachfrage. Schwung in den Markt bringen kann höchstwahrscheinlich nur die Veröffentlichung des geschätzten BIP’s in den USA. Diese steht für den heutigen Nachmittag an. Was uns die Handelswoche außer dem Veröffentlichungen neuer Wirtschaftsdaten und dem Säbelrasseln aus dem Iran bringen wird, bleibt weiterhin ungewiss. Laut den Experten wird der Rohölpreis sich der nächsten Zeit in dem relativ überschaubaren Spielraum von 77 bis 80 US-Dollar bewegen.

Auf das Flüssiggas hat der leicht gefallene Rohölpreis jedoch keine Auswirkungen. Händler verzeichnen auch am heutigen Tag wieder Zuwächse. Faktisch ist es Winter. Die Temperaturen sprechen eine andere Sprache und treiben somit die Nachfrage auf besorgniserregende Tiefststände, verändern aber nicht die Preiskulisse.

Flüssiggas wird diese Woche höchstwahrscheinlich auf dem zum Monatsbeginn erreichten Niveau bleiben. Die auf dem Papier gestiegenen Flüssiggaspreise der Handelsware aus dem sog. ARA-Raum (Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) beeinflussen diesen Monat noch nicht den Preis. Zu hoch sind die innerdeutschen Lagerreserven an Flüssiggas, die zu den Preisen von Monatsanfang verkauft werden. Spätestens im neuen Monat werden sich die Flüssiggashändler nach den neuen Preisen orientieren müssen. Aus heutiger Sicht bedeutet dies für den Endverbraucher umgerechnet eine Preiserhöhung von 2 Cent pro Liter. Endverbraucher mit eigenen Flüssiggastanks sollten also trotz milder Wetterlage weiterhin auf Auffüllen setzen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

Flüssiggaspreise noch gleichbleibend – Ölpreis wieder unter 70 USD

Montag, 05. Oktober 2009 von Roman G. Kieslinger

Die Öl-Futures an den internationalen Warenterminmärkten sind nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten wieder knapp unter die 70-Dollar-Marke gerutscht, sodass heute auch die Flüssiggaspreise im ARA Markt etwas schwächer eröffnet haben.

Aktuell stehen die führenden WTI-Rohöl Notierungen bei 69,34 US-Dollar pro Barrel, Nordseeöl “Brent” kostet rund 67,30 Dollar. Der Euro kann sich wieder erholen und kostet zur Stunde 1,4611 US-Dollar.

In der letzten Handelswoche zeigten sich die Ölpreise mit einer erstaunlichen Stärke. Trotz schlechter Wirtschaftsdaten und fallender Aktienkurse konnten die Notierungen teilweise sogar kräftig zulegen.
Eine plausible Begründung ließ sich dafür allerdings kaum finden und so rechnen die meisten Marktexperten in dieser Woche eher mit fallenden Preisen, was auch bereits am Freitag nach Veröffentlichung der neuesten US-Arbeitsmarktdaten der Fall war.
Mit 9,8 Prozent liegt die Arbeitslosenquote hier auf den höchsten Stand seit 26 Jahren und vor allem der starke Rückgang der Beschäftigten um 263.000 sorgte für schlechte Stimmung an den Finanzmärkten.
Die hohe Zahl der Erwerbslosen könnte auf den Konsum und natürlich auch auf die Öl-Nachfrage in der größten Volkswirtschaft der Welt drücken, die ja ohnehin sehr verhalten ist, was sich auch in der letzten Woche wieder an den abermals gestiegenen Ölbeständen zeigte.

Am Devisenmarkt konnte der Euro von den schlechten Zahlen profitieren, was mit weiter stabilen Zinsen in den USA begründet wurde. Solange der US-Konsum schwach bleibt, dürfte die FED auch ihre Zinspolitik nicht ändern.

Der wieder etwas stärkere Euro und die rückläufigen Ölpreise dürften heute auch den Flüssiggas-Notierungen etwas Spielraum nach unten geben. Größere Bewegungen nach unten, die sich auf das Endverbraucher-Tagesgeschäft für Tankgas direkt auswirken, sind daher kurz vor der Wintersaison aber nicht zu erwarten. Auch dürften die meisten Flüssiggastanks noch gut gefüllt sein.

Information

Aktuelles, Wissenswertes und Infos zu Flüssiggas und Kauf-Tanks sind die Themen dieses Blogs.

Seiten

Kategorien

Archiv

Blogroll

Suche

Meta

 

© 2009 by GazCologne | Powered by WordPress | Design: more communication