Flüssiggas News

Flüssiggaspreis getrieben von globalen Märkten

Donnerstag, 15. September 2011 von Roman G. Kieslinger

Zwischen all den Hoffnungen und Ängsten um die Globalwirtschaft durchlebt der Flüssiggaspreis zurzeit ein Wechselbad der Gefühle. Zu dem Auf und Ab von Brentoil und EUR-USD-Wechselkurs gesellt sich diesen Monat belastend ein ungeplanter Ausfall der zweitgrößten Raffinerie Deutschlands.

Selten war der Flüssiggaspreis so unberechenbar wie dieses Jahr. Nachdem der Flüssiggaspreis sich nach einem überraschend milden Jahresanfang nach unten bewegte, verzeichnete er mit Ausbruch des Krieges in Libyen einen rasanten Anstieg, der sich mit Ende des Krieges und den Verlusten beim Rohölpreis in einen Abstieg wandelte.

In der letzten Augustwoche befand der Flüssiggaspreis sich dann auf dem zweitniedrigsten Stand diesen Jahres, nur Anfang Juni war er um ca. 1,5 Cent günstiger. Zum Monatswechsel von August auf September sorgte dann zwei überraschende Ereignisse für erneute Aufschläge beim Flüssiggaspreis. Innerhalb von zwei Wochen stieg der Flüssiggaspreis um über zwei Cent an. Was war passiert?

Zuerst kam eine Meldung von der Mineralölraffinerie Oberrhein in Karlsruhe. Diese besagte im Wesentlichen, dass die aktuelle Produktionsmenge an Flüssiggas aufgrund eines Defekts auf unbestimmte Zeit um 80 – 100 % reduziert wird. Mittlerweile wurde bekannt, dass die Wiederaufnahme der Flüssiggasproduktion für Anfang 38. KW geplant ist. Der ungeplante Ausfall einer so großen Raffinerie hat zusammen mit dem geplanten Ausfall (Shut-Down) der ebenfalls großen BP-Raffinerie in Gelsenkirchen dazu geführt, dass in ganz Deutschland an sämtlichen Raffineriestandorten signifikant weniger Flüssiggas angeboten werden kann. Da zurzeit aber relativ wenig Flüssiggasbestellungen getätigt werden, fiel der Preisanstieg nicht so heftig aus, wie dies bei einer Herbstbestellwelle der Fall gewesen wäre.

Als dann ab 01.09.11 der Euro gegenüber dem Dollar zeitweise um über sechs Prozent an Wert verlor, war eine weitere Verteuerung für Flüssiggas unausweichlich, da sich die geänderten Umrechnungskurse sofort auf das in Dollar gehandelte nach Deutschland importierte Flüssiggas auswirken.

Mittlerweile konnte der Euro sich ein wenig erholen, wird aber weiterhin vor allem von Stimmen aus Deutschland, die einen (zeitweiligen) Austritt Griechenlands aus der Eurozone fordern, attackiert.

Folglich gibt es für Flüssiggas zunächst einmal keine eindeutigen Impulse für eine Kurskorrektur des Flüssiggaspreises nach unten.

Eine zuverlässige Empfehlung bezüglich des richtigen Zeitpunktes zum Vollmachen des eigenen Flüssiggastanks lässt sich zurzeit nicht erteilen. Die beiden wichtigen Preisbildungsfaktoren Wechselkurs EUR-USD und Rohölpreis sind in dem aktuell überaus volatilen Marktumfeld nicht einschätzbar.

Wir empfehlen risikoaversen Endverbrauchern, die nicht auf eine rasche Lösung der Schuldenkrise und/oder den Ausbruch einer globalen Rezession im vierten Quartal spekulieren möchten, den Flüssiggastank bis Ende des Monats mit Flüssiggas voll zu machen, oder zumindest erste (Preis-)Informationen beim Händler einzuholen.

Kaum veränderte Flüssiggaspreise bei sehr volatilem Markt

Freitag, 18. März 2011 von Roman G. Kieslinger

Die Katastrophenkombination in Japan aus Erdbeben, Tsunami und Atomunfall gehört den Ereignissen, die niemand auf der Rechnung hatte, jedoch drastische Effekte für die Wirtschaft zur Folge haben. So hat der Rohölpreis Brent seit Anfang des Jahres um bis zu 26 % zugelegt. Das ist mehr als im gesamten letzten Jahr. Solche markanten Kursanstiege haben Konsequenzen für den innerdeutschen Flüssiggasmarkt. Der Flüssiggaspreis hat sich seit Anfang März trotz der Nachfrageflaute bei sommerlichen Temperaturen von bis zu 20 Grad kaum bewegt.

Nachdem einem kurzem Nachfrageschub im Februar ist die Zahl der Bestellungen für Flüssiggas wieder auf das Niveau von Januar diesen Jahres gefallen. Vor allem entlang des Niederrheins hat sich die Nachfrage nach Flüssiggas durch Endverbraucher mit einem Flüssiggastank bei im Bundesvergleich überdurchschnittlich milden Temperaturen stark abgeflacht. Dazu gesellt sich eine für den europäischen Import ausgesprochen günstige Eurostärke. Unter normalen Umständen könnte man auf eine Reduzierung der Flüssiggaspreise hoffen. Doch diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Händler begründen dies mit dem gestiegenen Rohölpreis und einer schwächeren Verfügbarkeit an Flüssiggas vor allem in deutschen aber auch ansatzweise in westeuropäischen Raffinerien.

Aufgrund von Wartungsarbeiten ist eine ganze Raffinerie im süddeutschen Raum diesen Monat stillgelegt. Die ausgefallene Menge an Flüssiggas muss durch andere Raffinerien kompensiert werden. Da dies nicht vollständig gelingt, kam es zwischenzeitlich sogar zu einem Engpass in der größten deutschen Raffinerie MiRO Karlsruhe.

Hinzu kommt die E10-Problematik. Wegen der allgemeinen Ablehnung in der Bevölkerung, die dem neuem, staatlich verordnetem Biosprit entgegengebracht wird, sind die Lagertanks der Raffinerien randvoll mit E10 gefüllt. Damit die Raffinerie nicht wortwörtlich überläuft, muss die gesamte Produktionsmenge reduziert werden. Folglich wird auch weniger Flüssiggas produziert.

Da die Nachfrage nach Flüssiggas wie eingangs erwähnt relativ niedrig ist, zieht die Angebotsverknappung keine der sonst üblichen drastischen Preissteigerungen nach sich. Der Flüssiggaspreis hat jedoch wenig bis keinen Spielraum nach unten.

Weiterer Belastungsfaktor für den Flüssiggaspreis ist die unberechenbare Entwicklung des Rohölpreises. Dieser hat sich vor allem seit Beginn der Aufstände in Libyen stark verteuert, da niemand wusste, wie es mit der Nah-Ost-Krise weitergehen wird. Nun zeichnet sich eine wenn auch fragwürdige Stabilisierung der Lage in Libyen ab. Dafür beginnen jedoch in Bahrain neue Proteste. Auch wenn es den Demonstranten dort inhaltlich um eine andere Thematik als in den bisherigen Protestländern geht, zeigen die seit Dienstag durch die Presse geisternden Bilder von gewaltsamen Demonstrationsauflösungen deutlich, dass die nordafrikanische Revolution sich weiter fortsetzen und andere Länder wie z. B. Saudi-Arabien übergreifen könnte. Die Auswirkungen einer Revolte in dem Land mit der zweithöchsten Ölförderquote der Welt auf den Rohölpreis und die Gobalwirtschaft sind genauso unvorhersehbar wie die der verheerenden Katastrophe in Japan.

Die meisten Flüssiggashändler warten daher wie der Rest der Welt die weitere Entwicklung ab. Es ist zurzeit unmöglich vorherzusagen, ob die Flüssiggaspreise fallen oder steigen werden.

Flüssiggaspreise auf Rekordhöchststand

Mittwoch, 08. Dezember 2010 von Roman G. Kieslinger

Die aktuellen Flüssiggaspreise sind so teuer wie noch nie. Selbst vor der Reduzierung des Rohölpreis von über 150 Dollar pro Barrel im Sommer 2008 waren die Preise für Flüssiggas noch nicht ganz so hoch. Mit einem Kurs von fast 93 US-Dollar pro Barrel hat auch die Rohölsorte Brent im gestrigen Handelsverlauf einen neuen Rekordwert erreicht, allerdings nur einen zweijährigen.

Die sukzessive Steigerung der Flüssiggaspreise seit September diesen Jahres mündete zum Monatswechsel von November auf Dezember in einen Preiszuschlag von bis zu acht Cent netto pro Liter Flüssiggas.
Viele Endverbraucher mit einem Flüssiggastank stecken in einem Dilemma. Wer bis jetzt noch nicht getankt hat, muss erheblich höhere Flüssiggaspreise bezahlen als noch vor ein oder zwei Monaten. Doch wer jetzt nicht bestellt, muss mit noch höheren Flüssiggaspreisen rechnen, da eine Reduzierung der Preise für Flüssiggas nicht vor Ende des Winters erwartet wird. Dazu kommen witterungsbedingt erschwerte Bedingungen für Gefahrguttransporter auf deutschen Straßen. Der reichlich gefallene und noch fallende Schnee, wird vielerorts zu Lieferproblemen und damit einer Verlängerung der Lieferfrist führen.
Trotz kurzzeitig milder Temperaturen in Deutschland deutet der Trend in die Minusgradregion. Für die nächsten Tage ist wieder Dauerfrost angesagt. Der Mix aus Schnee, Kälte und teilweise nach wie vor begrenzter Verfügbarkeiten aus Raffinerien und Terminals lässt dem Flüssiggaspreis trotz des derzeit extrem hohen Niveaus einen verschwindend geringen Spielraum nach unten. Bestenfalls müssen die Flüssiggaspreise nicht weiter angehoben werden.

Der Rohölpreis und Euro schwanken zurzeit wieder im Wechselspiel. Für den Rohöl lässt sich zurzeit ein Seitwärtstrend verzeichnen, nachdem er aufgrund der guten Wirtschaftsdaten an den Aktienmärkten gestern ein Zweijahreshoch markierte. Die daraufhin eingesetzten Gewinnmitnahmen drücken den Preis im Mittwochshandel auf 91 Dollar.
Die Steuererleichterung in den USA lässt auf ein Anziehen der dortigen Binnenkonjunktur hoffen und verleiht dem Dollar Auftrieb. Der durch die europäische Schuldenkrise ohnehin schon seit zwei Wochen angeschlagene Euro reagierte darauf mit Abschlägen und notiert nach den 1,34 Dollar am Montag heute wieder bei 1,32 Dollar.

Flüssiggaspreise auf Vorkrisenniveau

Freitag, 26. November 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise kennen weiterhin nur eine Richtung, nach oben. Der Rohöl (Brent) zeigt sich im Schnitt unverändert in einem Range zwischen 83 und 86 US-Dollar. Aufgrund der wieder aufgeflammten Schuldenkrise Europa musste der Euro erhebliche Abschläge hinnehmen.

Der Flüssiggaspreis hat sich im November wieder stark verteuert. Mittlerweile läst sich das rasante Expansionstempo der Flüssiggaspreise nicht mehr plausibel erklären. So ist es nicht verwunderlich, dass die Nachfrage diesen Monat erneut als schwach eingestuft wird. Bei Teuerungsraten von über dreißig Prozent versuchen viele Flüssiggaskunden, die Bestellung so lange wie möglich herauszögern.

Für Dezember steht bereits fest, dass die Flüssiggaspreise erneut deutlich anziehen werden. Wer seine Flüssiggasbestellung zu lange herauszögert, wird noch mehr bezahlen müssen als jetzt und läuft zusätzlich Gefahr, bei einem sprunghaften Nachfrageanstieg vor der Weihnachtszeit nicht rechtzeitig beliefert zu werden. Eine Reduzierung der Flüssiggaspreise ist erst im Frühjahr 2011 wahrscheinlich. Nach wie vor kann man dem Endverbraucher nur empfehlen, den Flüssiggastank auf jeden Fall mit der für den Winter erforderlichen Menge an Flüssiggas befüllen zu lassen.

Aufgrund der aktuellen Diskussion um den Brennpunkt Irland & Co liefert der Wechselkurs der europäischen Gemeinschaftswährung weiteren Zündstoff für neue Preiserhöhungen. Der Wertverlust des Euros im laufenden Monat führt dazu, dass die neuen Vertragspreise für Flüssiggas sich im Dezember zusätzlich um ca. 0,75 Cent pro Liter verteuern werden.

Steigende Flüssiggaspreise trotz Nachfragetief

Donnerstag, 11. November 2010 von Roman G. Kieslinger

Die seit Monaten vonseiten deutscher Verbraucher anhaltende Nachfrageschwäche zeigt derzeit keine Auswirkungen auf den Flüssiggaspreis. Wie so oft, ist unter anderem ein Ölpreis auf Rekordniveau dafür verantwortlich.

Die Flüssiggaspreise kennen auf dem Weg in den Winter nur eine Richtung. Seit Monaten steigen die Preise für Flüssiggas immer weiter. Die Chancen für eine kurzzeitige Reduzierung des Flüssiggaspreises vor dem Winter stehen denkbar schlecht. Trotz gut gefüllter Flüssiggasläger und der anfangs erwähnten sehr verhaltenen Nachfrage ist der Trend unverändert bullish.

Nachdem Anfang des Monats die französische und italienische Nachfrage abgeklungen sind, treiben neue Faktoren den Flüssiggaspreis in die Höhe. Das mittlerweile erreichte Niveau des Flüssiggaspreises ist fast das höchste seit Anfang des Jahres. Dabei hat der Winter noch nicht einmal begonnen. Zurzeit wird der größte Teil Deutschlands noch mit Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes verwöhnt. Die Wetterdienste sagen für die nächste und darauffolgende Woche deutlich niedrigere Temperaturen voraus. Der dann hypothetisch einsetzende Bedarf an Flüssiggas würde den Flüssiggaspreis weiter pushen.

Endverbraucher, die ihren Flüssiggastank noch nicht für den Winter gefüllt haben, sollten dies jetzt tun. Kurzfristig fallende Flüssiggaspreise sind sehr unwahrscheinlich. Falls es trotz einer länger andauernden Kälteperiode jedoch nicht zu dem besagten Nachfrageschub kommt, haben die Flüssiggaspreise bis auf den Rohölpreis und den Wechselkurs keine Triebfeder nach oben. Im Moment reichen diese Indikationen allerdings aus, um dem Flüssiggaspreis Auftrieb zu verschaffen.

Die weitere Entwicklung von Rohölpreis und Dollarwert ist unsicher. Bis vor kurzem ließ sich die täglich zu beobachtende Teuerung des WTI und Brents nicht mit Fundamentaldaten belegen. Am Dienstagabend überzeugten die signifikant gefallenen Bestandsdaten der API (American Petroleum Institute) dann den letzten Skeptiker. Nach Bestätigung der Abbauten durch das staatliche DOE (Department of Energy) gab es einen weiteren Kaufschub an der Rohöl-Börse. Ob dieser nach Erreichen der 90-Dollar-Marke anhält und die Latte gen 100 Dollar angehoben wird, ist zweifelhaft.

Der Euro hat trotz des 600-Milliarden-Dollar-Staatsanleihenpakets der Federal Reserve an Wert verloren und notiert am Donnerstag teilweise schon knapp unterhalb von 1,37 Dollar. Auslöser sind immer wieder aufflammende Diskussionen über Haushaltprobleme vieler kleiner EU-Staaten. Portugal und Irland hatten diese Woche Rekordzinsen in Höhe von 7,1 und 8,8 Prozent für zehnjährige Staatsanleihen bieten müssen.

Flüssiggaspreise reagieren auf erhöhte Nachfrage

Mittwoch, 27. Oktober 2010 von Roman G. Kieslinger

Zum Verdruss der Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank steigt der Flüssiggaspreis wieder. Ein Ende ist nach wie vor nicht in Sicht. Aufgrund des Streiks in Frankreich werden seit kurzem sehr viele französische und norditalienische Tankwagen in innerdeutschen und westeuropäischen Raffinerien abgefertigt. Die geladenen Mengen in Antwerpen, einer der wichtigsten Versorgungsstandorte für Deutschland, sind an einigen Tagen dreimal höher als der Normalbedarf. So ist es keine große Überraschung, dass die Flüssiggaspreise an die erhöhte Nachfrage angepasst werden müssen.

Teilweise wurden die Flüssiggaspreis schon im Laufe des Monats Oktober erhöht. Wer den Preis für Flüssiggas noch nicht erhöht hat, wird dies spätestens nächsten Monat tun müssen.

Der von vielen prophezeite Jahrhundertwinter hat noch keine Auswirkungen auf den Flüssiggaspreis. Obwohl es für diese Jahreszeit unverhältnismäßig kalt ist, kann niemand mit Bestimmtheit sagen, ob der Winter tatsächlich extremer ausfällt als sonst. Falls sich die Vorhersage jedoch bewahrheiten sollte, wird der Flüssiggaspreis stark steigen. Aber auch ohne Berücksichtigung der voraussichtlichen Wetterentwicklung kann man bereits jetzt sagen, dass die Flüssiggaspreise in einigen Monaten höher sein werden als zum jetzigen Zeitpunkt. Endverbraucher sind in jedem Fall gut beraten, ihren Flüssiggastank jetzt füllen zu lassen.

Kurzzeitige Nullrunde für Flüssiggaspreise

Donnerstag, 07. Oktober 2010 von Roman G. Kieslinger

Die neuen Monatspreise für Flüssiggas bewegen sich diese Woche weder nach unten noch nach oben. Hierbei spielen ein starker Rohöl und der noch stärkere Dollar-Euro-Wechselkurs eine wichtige Rolle.

Die neuen Flüssiggaspreise für den Monat Oktober haben wie erwartet die Widerstände nach oben überwunden. Mit Preissteigerungen von drei bis vier Cent verglichen mit dem Flüssiggaspreis von Anfang September wurde die seit mehreren Monaten starke Nachfrage nach Flüssiggas leicht gedämpft. Die Kunden reagieren auf die Preisaufschläge für Flüssiggas mit Kaufzurückhaltung in der Hoffnung, dass die Flüssiggaspreise vor dem Winter noch einmal fallen. Tatsächlich sieht es jedoch nicht danach aus.

Die meisten Raffinerien rechnen im Laufe des Monats mit einer schlechteren Verfügbarkeit als jetzt am Monatsanfang. Aufgrund der aktuellen Wetterlage laufen zumindest nachts in den meisten Haushalten die Heizungen. Dazu kommt, dass ein Großteil der Endverbraucher ihre Flüssiggastanks vor dem Winter noch einmal auffüllen müssen. Auch einige Läger konnten in den vergangenen Monaten aufgrund der schwachen Verfügbarkeit nicht aufgefüllt werden und holen dies vor dem Winter nach. Langfristig deuten alle Indikatoren auf einen bullishen (steigenden) Markt hin.

Der aktuell unveränderte Flüssiggaspreis lässt sich auf den Nachfrageknick und die sich stark zeigende europäische Gemeinschaftswährung zurückführen, wobei letzteres am wichtigsten ist. In Zeiten eines schwachen Dollars, kaufen Anleger aus Staaten mit anderer Währung den aus Ihrer Sicht günstigen Rohöl und lassen diesen wiederum steigen. So halten ein schwacher Dollar und starker Rohöl die Waage. Wie lang das noch so geht, bleibt abzuwarten. Die Überwindung der 1,40-Marke stellte im heutigen Tagesverlauf kein Problem dar, Experten raten jedoch davon ab, sich mit zu vielen Dollar-Short-Positionen einzudecken, da schon einige wenige gute Wirtschaftsdaten aus den USA oder beruhigende Verlautbarungen der amerikanischen Notenbank Fed den Euro abstürzen lassen können. Auch hier gilt, je weiter der Euro steigt, desto heftiger wird die Abwertung ausfallen.

Vor allem Endverbraucher, die nicht gerne pokern, sollten nicht allzu lange auf steigende Euronotierungen setzen und Ihren Flüssiggastank voll machen, solange die Preise (noch) nicht steigen.

Flüssiggaspreise erneut im Aufwärtstrend

Donnerstag, 16. September 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise haben auch in der neuen Woche nicht nachgegeben. Dafür verantwortlich sind die nach wie vor schlechten Produktverfügbarkeiten und Transportkapazitäten. Der Rohölpreis dagegen fällt nach den Gewinnen Anfang der Woche wieder unter sein Fünf-Monats-Hoch.

Erneut schlechte Nachrichten für die Endverbraucher mit Flüssiggastanks. Die neue Woche bringt eine neue Preiskorrektur nach oben. Nach wie vor liegt der Fokus auf der Verfügbarkeit. Da diese zwar nicht schlechter auch nicht besser wird, haben die Flüssiggaspreise keinen Spielraum nach unten. Dazu kommt, dass bei der aktuellen Wetterlage zumindest nachts die Heizungen wieder laufen. Allem Anschein nach werden die Flüssiggaspreise in Richtung Winterniveau getrimmt. Extreme Preissteigerungen für Flüssiggas, wie sie seit Anfang September beobachtet werden konnten, sind jedoch eher unwahrscheinlich, da die Flüssiggaspreise schon stark gestiegen sind. Vielmehr werden die Flüssiggaspreise in der nächsten Zeit Stück für Stück angehoben, sodass der Preis für Flüssiggas in zwei oder drei Monaten wieder so hoch sein wird wie vor drei Jahren vor der weltweiten Krise.

Der Rohölpreis durchlebt im Moment ein ständiges auf und ab. Ende letzter und Anfang dieser Woche durch gute Wirtschaftsdaten und die Meldungen von einer Raffinerie-Explosion in Mexiko sowie der Abschaltung einer wichtigen Versorgungspipeline zwischen Kanada und den USA gepusht, konnte dieser Trend aufgrund erneut hoher Bestandszahlen nicht weiter fortgesetzt werden. Die aktuelle Entwicklung der Rohstoff- und Aktienmärkte hat nur sehr geringe Auswirken auf den Flüssiggaspreis, da dieser sich im Moment eher an steigenden als an fallenden Rohölpreisen orientiert.

Steigende Flüssiggaspreise für September in Sicht

Montag, 30. August 2010 von Roman G. Kieslinger

Die neuen Preise für Flüssiggas werden nächsten Monat weiter steigen. Diese Entwicklung wird entscheidend durch die aktuelle Angebot- und Nachfrageentwicklung beeinflusst. Der Rohölpreis startet die neue Handelswoche aufgrund der Gewinnmitnahmen im Minus, nachdem er letzte Woche um über drei Prozent zugelegt hatte.

Jeder gute Flüssiggasversorger empfiehlt seinen Kunden schon seit einiger Zeit, den eigenen Flüssiggastank nach Möglichkeit so schnell wie möglich voll zu machen. Nun bestätigt sich erneut, dass dieser Ratschlag die Haushaltsausgaben für Energie stark reduzieren kann. Bereits die vierte Woche in Folge steigen die Flüssiggaspreise. Spätestens Anfang nächster Woche wird der letzte Flüssiggashändler seine Lagerreserven des günstigen August-Flüssiggases aufgebraucht haben und teures September-Flüssiggas anbieten müssen. Die neuen Monatspreise für September werden auf jeden Fall steigen. Bleibt nur die Frage zu klären, wie viel mehr bezahlt werden muss. Die meisten Schätzungen gehen von einem bis zwei Cent pro Liter Flüssiggas aus.

Rohölpreisbeobachter werden sich jetzt fragen, weshalb das Flüssiggas teurer wird, da doch der Rohöl um über fünf Prozent niedriger ist als letzten Monat. Experten vermuten sogar, dass der Rohölpreis im September angesichts übervoller Läger und schwacher Aktienmärkte um bis zu 20 % nachgeben könnte, verglichen mit den Preisen Anfang August. Doch wie immer bestimmt auch hier nicht nur der Rohölpreis, sondern auch Fundamentaldaten, wie Angebot und Nachfrage, den Flüssiggaspreis. Diesen Monat und auch in der nächsten Zeit ist die Einwirkung von Angebot und Nachfrage der Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank sogar von noch entscheidenderer Bedeutung als bisher, weil der Winter vor der Tür steht.

Flüssiggas: Günstig voll tanken vor dem Winter

Donnerstag, 19. August 2010 von Roman G. Kieslinger

Angesichts der verschlechterten Produktverfügbarkeit aus deutschen Raffinerien, kennen die Flüssiggaspreise nur eine Richtung. Die stark schwankenden Rohölpreise haben momentan nur sehr geringe Auswirkungen auf die Preise für Flüssiggas.

Billiger wird’s nicht mehr. Das steht bereits seit letzter Woche fest. Diese Woche hat sich erneut bestätigt, dass Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank dieses Jahr nicht mehr auf niedrigere Flüssiggaspreise hoffen sollten. Hauptargument ist hierbei die gestiegene Nachfrage. Viele Flüssiggastanks werden jetzt vor dem Winter noch einmal gefüllt, bevor die Flüssiggaspreise im Winter weiter steigen. Die kühlen Temperaturen spielen dabei psychologisch eine wichtige Rolle. Es kann gut sein, dass im Zuge der extremen Klimavorkommnisse in der letzen Zeit auch der nächste Winter eventuell wieder extrem kalt oder schneereich wird. Ganz genau weiß das niemand, aber Endverbraucher sind gut damit beraten, ihren Flüssiggastank nach Möglichkeit jetzt mit Flüssiggas zu füllen.

Zweites Argument dafür ist die schwache Versorgungslage in deutschen Raffinerien. Bereits Anfang August war offensichtlich, dass die Raffinerien nicht wie in anderen Sommermonaten übermäßig viel Produkt zur Verfügung stellen können. Inzwischen hat sich die Lage soweit zugespitzt, dass teilweise kurzzeitig sogar gar kein Flüssiggas zur Verfügung steht und somit die Preise für noch verfügbares Flüssiggas höher sind als noch Anfang des Monats.

Auch auf internationalem Parkett rechnet man mit steigenden Preisen. Trotz der derzeit sehr schwachen Ölpreise, rechnen Experten aufgrund guter Wirtschaftsdaten mit höheren Ölpreisen bei 90 – 100 US-Dollar pro Barrel. Noch ist es nicht soweit, aber viele Indikatoren deuten auf Preiserhöhung anstelle von Reduzierung.

 

© 2009 by GazCologne | Powered by WordPress | Design: more communication