Die Flüssiggaspreise in Europa haben sich aufgrund eines starken Euros verbilligt. Rohöl pendelt unverändert knapp unter 80 US-Dollar.
Der Preis für Flüssiggas ist mit dem Erstarken des Euros und den damit einhergehenden günstigen Import leicht gefallen. Nachfrage und Angebot für Flüssiggas sind in Deutschland nach wie vor verhalten. Marktexperten führen die momentane Stärke der europäischen Gemeinschaftswährung auf das anhaltende Vertrauen in die europäische Wirtschaft zurück, während in den USA diese Vertrauen fehlt. Sollte der Euro sich langfristig wieder über die 1,30 US-Dollar-Marke hieven, können die europäischen Flüssiggasendverbraucher zumindest von dieser Seite mit weiterhin niedrigen Preisen rechnen.
Im Fokus steht diese Woche die Entwicklung der Flüssiggaspreise für den nächsten Monat. Die Mehrheit geht von gleichbleibenden Flüssiggaspreisen aus. Es könnte jedoch aus sein, dass die Preise für Flüssiggas sich leicht nach oben bewegen, da die Rohölpreise sich eher nach oben als unten entwickeln. Hinzu kommt, dass in den kommenden Wochen der untere Scheitelpunkt des Flüssiggaspreises in diesem Jahr erreicht sein wird, falls dies nicht schon momentan der Fall ist. Spätestens wenn viele der Endverbraucher den Flüssiggastank vor dem Winter noch einmal voll machen, werden die Flüssiggaspreise steigen, statt zu fallen.
Auch dieses Mal hat der internationale Rohöl sich nicht von den Kursverlusten Ende letzter Woche beeinträchtigen lassen. Er bleibt wacker und schlägt sich erstaunlich gut. Flüssiggas wird nach wie vor trotz milder Temperaturen auf gleichbleibend bis steigend eingestuft.
Der internationale Rohöl WTI hat am Montag viel von den vorherigen Einbußen wettgemacht. Über drei Prozent im Plus waren beim gestrigen Handelsschluss das Resultat eines schwächeren US-Dollars, steigender Aktienmärkte und freundlicher US-Konjunkturdaten. Vor allem die überraschend guten Konjunkturdaten aus der zweitgrößten Volkwirtschaft Japan haben für Auftrieb gesorgt. Nach Gewinnmitnahmen hat der Rohöl heute ein wenig nachgegeben. Alles in allem also ein stabiles Bild des mit Abstand wichtigsten Rohstoffs der Welt. Die 80-Dollar-Marke ist zwar noch nicht erreicht, aber günstiger als 78 Dollar soll es laut den Experten nicht werden. Bleibt abzuwarten, wie die noch zu veröffentlichen Wirtschaftsdaten sich auswirken.
Flüssiggas verhält sich ähnlich konstant. Leichte Steigerungen bei schwacher Nachfrage prägen bei herbstlichen Temperaturen die Flüssiggasmärkte. Dass der Flüssiggaspreis trotz der Umsatzflaute dennoch leicht steigt statt zu fallen, begründen Branchenexperten mit einer Verknappung des Angebots aus innerdeutschen Raffinerien und Flüssiggaslagern zum Monatsende.
Nach wir vor gilt die Devise, dass es sich in warmen Zeiten günstiger tankt als in kalten. Die ungewöhnlich milden Temperaturen regulieren das Flüssiggas so, dass der Flüssiggaspreis für Endverbraucher mit eigenen Flüssiggastanks nicht ins Endlose steigt. Wer noch keinen Flüssiggastank hat oder seinen alten Miettank austauschen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen, bevor die Winternachfrage die Flüssiggasanbieter zu sehr in die Flüssiggasversorgung einbindet, um an die Installation von Flüssiggas-Anlagen denken zu können.
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