Die Flüssiggaspreise in Deutschland sind aufgrund der anhaltend milden Witterung weiter reduziert worden. Der Rohölpreis hingegen ist aufgrund derzeitiger Spannungen am Mittwoch auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren geklettert.
Der Flüssiggaspreise ist Anfang Februar nach einer signifikanten Preiskorrektur nach unten um teilweise bis zu zehn Cent gefallen. Dennoch sind die aktuellen Flüssiggaspreise für viele Endverbraucher mit einem Flüssiggastank nach wir vor uninteressant, da die Flüssiggaspreise im Januar Rekordhöchststände verzeichneten und dementsprechend nach wie vor höher notieren als in Februar 2010. Hauptproblem der derzeit für Winterverhältnisse recht schwachen Heizgaskonjunktur ist die eingebrochene Nachfrage. Nachdem der hohe Verbrauch im Dezember seit Anfang diesen Jahres stark gesunken ist, bestellen viele Endverbraucher zurzeit nur dann, wenn der leere Flüssiggastank sie dazu zwingt. Dazu kommt, dass nur Teilmengen an Flüssiggas geordert werden. Diese sind gerade so groß, dass sie den voraussichtlichen Bedarf an Flüssiggas für den Rest des Winters decken.
Viele Endverbraucher spekulieren auf niedrigere Flüssiggaspreise im Sommer, um den Flüssiggastank dann zu einem günstigeren Preis für Flüssiggas voll zu machen. Ob diese Strategie von Erfolg gekrönt sein wird, lässt sich noch nicht feststellen. Die langfristige Entwicklung hängt davon ab, wie sich Wetter, Rohölpreis, Verfügbarkeit und Nachfrage sowie Euro verhalten. Kurzfristig kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Flüssiggaspreise im März eher fallen als steigen.
Die Preis für die Rohölsorte Brent liegt zurzeit bei ca. 101 Dollar. Interessant ist der Preisunterschied der beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI. Qualitativ unterscheiden sich die beiden Energieträger kaum. WTI enthält ein bisschen weniger Schwefel und müsste demnach teurer sein. Das amerikanische Öl WTI wird im Gegensatz zum Nordseeöl Brent jedoch über Pipelines transportiert. Das europäische Rohöl muss aufwendig mit Tankern durch den Suez-Kanal transportiert werden und so ist in dem Brentpreis bereits eine Marge von 5 – 10 Dollar für zusätzliche Transportaufwendungen enthalten. Dazu kommt die aktuelle Überversorgung in Cushing, der ersten Adresse als Knotenpunkt für die WTI-Versorgung und Lagerung in den USA. Dort kommen die Raffinerien nicht nur mit der Produktion nicht nach, sondern es gibt auch zu wenig Pipelines, um das Rohöl woanders hin abfließen zu lassen. Die bereits geplante Pipeline im Süden der USA wird erst Ende des Jahres in Betrieb genommen werden können.
Abgesehen von den möglichen Problemen mit dem Suez-Kanal durch die politischen Unruhen in Ägypten ist die dramatische Lage in Bahrain, Libyen, Iran und Algerien das Topthema Nummer eins. Mit Sorge blickt man vor allem auf die letzten drei der vier Brennpunkte. Diese drei Länder fördern insgesamt 85 Millionen Barrel pro Tag und gehören damit mit acht Prozent Anteil an der globalen Gesamtförderung zu den Schwergewichten auf dem internationalen Rohölmarkt. Sollte die Lage sich dort verschlimmern, könnte Brent noch teurer und die Differenz von aktuell ca. 11 Dollar zwischen WTI und Nordseeöl größer werden. Es gibt allerdings auch Hoffnungen auf eine positive Entwicklung, sodass sich sowohl der Preis für Brent als auch die Differenz zwischen WTI und Brent wieder mittelfristig normalisieren könnten.
Nachdem der Rohölpreis am 11.11.2010 auf bis zu 89,70 Dollar (Brent) gestiegen war, setzte einen Tag später eine deutliche Kurskorrektur nach unten ein. Die Flüssiggaspreise orientieren sich jedoch weiterhin nach oben.
Ein schwacher Rohölpreis und eine noch schwächere Nachfrage tragen eigentlich dazu bei, dass der Preis für Flüssiggas fällt oder zumindest nicht mehr steigt. Können sich Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank kurz vor dem Winter noch einmal auf eine leichte Reduzierung des Flüssiggaspreises freuen? – Fehlanzeige. Die Flüssiggaspreise für Endverbraucher sind seit Anfang August diesen Jahres um durchschnittlich neun Cent gestiegen. Diese für diesen Zeitraum untypische Entwicklung hängt mit der Verkettung verschiedener Umstände zusammen. So haben die Preissteigerungen für Flüssiggas im August und September größtenteils das marktwirtschaftliche Gleichgewicht zwischen knappem Angebot und gestiegener Nachfrage wiederhergestellt. Als daraufhin die innerdeutsche Nachfrage im Oktober nachließ, stellte der Streik in Frankreich die Flüssiggaspreise auf den Kopf. Das vorher an deutsche Flüssiggashändler verkaufte Flüssiggas wurde nun im großem Stil nach Frankreich und Italien exportiert. Doch wie jeder Streik ging auch der französische zu Ende. Die daraufhin einsetzende Nachfrageebbe im November wurde bisher nicht mit fallenden Flüssiggaspreisen quittiert. Das liegt einerseits an den Nachwirkungen des Streiks und andererseits an den bis vor kurzem stark bullishen Rohölpreisen. Die Preisgestaltung für Flüssiggas im restlichen November und Dezember lässt sich nicht genau vorhersagen. Klar ist jedoch, dass die Flüssiggaspreise Anfang Dezember höher sein werden als noch Anfang diesen Monats.
Ein Großteil der Flüssiggasversorger rechnet mit bullishen Flüssiggaspreisen. Grund sind deutlich niedrigere Temperaturen ab der nächsten Woche und die aus momentaner Sicht weiterhin begrenzte Angebotsmenge an Flüssiggas. Dazu kommt die Bodenbildung des Rohölpreises oberhalb von 80 Dollar. Um die Flüssiggaspreise fallen zu lassen, erfordert es entweder einen sehr starken Euro oder noch niedrigere Rohölpreise. Da aber auch der Euro aufgrund der Schuldenkrise in EU-Peripherie-Staaten uns mit Werten zwischen 1,35 und 1,37 US-Dollar nicht entgegenkommt, gilt weiterhin das Gebot, eine vor dem Winter erforderlichen Füllung des Flüssiggastanks nicht allzu lange herauszuzögern.
Die neuen Preise für Flüssiggas werden nächsten Monat weiter steigen. Diese Entwicklung wird entscheidend durch die aktuelle Angebot- und Nachfrageentwicklung beeinflusst. Der Rohölpreis startet die neue Handelswoche aufgrund der Gewinnmitnahmen im Minus, nachdem er letzte Woche um über drei Prozent zugelegt hatte.
Jeder gute Flüssiggasversorger empfiehlt seinen Kunden schon seit einiger Zeit, den eigenen Flüssiggastank nach Möglichkeit so schnell wie möglich voll zu machen. Nun bestätigt sich erneut, dass dieser Ratschlag die Haushaltsausgaben für Energie stark reduzieren kann. Bereits die vierte Woche in Folge steigen die Flüssiggaspreise. Spätestens Anfang nächster Woche wird der letzte Flüssiggashändler seine Lagerreserven des günstigen August-Flüssiggases aufgebraucht haben und teures September-Flüssiggas anbieten müssen. Die neuen Monatspreise für September werden auf jeden Fall steigen. Bleibt nur die Frage zu klären, wie viel mehr bezahlt werden muss. Die meisten Schätzungen gehen von einem bis zwei Cent pro Liter Flüssiggas aus.
Rohölpreisbeobachter werden sich jetzt fragen, weshalb das Flüssiggas teurer wird, da doch der Rohöl um über fünf Prozent niedriger ist als letzten Monat. Experten vermuten sogar, dass der Rohölpreis im September angesichts übervoller Läger und schwacher Aktienmärkte um bis zu 20 % nachgeben könnte, verglichen mit den Preisen Anfang August. Doch wie immer bestimmt auch hier nicht nur der Rohölpreis, sondern auch Fundamentaldaten, wie Angebot und Nachfrage, den Flüssiggaspreis. Diesen Monat und auch in der nächsten Zeit ist die Einwirkung von Angebot und Nachfrage der Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank sogar von noch entscheidenderer Bedeutung als bisher, weil der Winter vor der Tür steht.
Bereits in der ersten Augustwoche zeichneten sich steigenden Tendenzen für Flüssiggas ab. Grund hierfür sind ein starker Rohöl und schlechte Verfügbarkeiten aufgrund einer gesteigerten Nachfrage.
Auf die Endverbraucher mit eigenen Flüssiggastanks kommen höhere Flüssiggaspreise zu. Nachdem die Preise für Flüssiggas im Juli kontinuierlich gefallen sind, konnte dieses Niveau im neuen Monat August nicht lange gehalten werden. Vor allem ein großes Angebot und ein überraschend starker Euro haben die Flüssiggaspreise letzten Monat teilweise um fast zehn Prozent reduziert.
Diesen Monat sind die verfügbaren Mengen an Flüssiggas in den deutschen Raffinerien überschaubar. Mancherorts gibt es teilweise sogar gar kein Flüssiggas. Auch der Euro steigt nicht in dem Maße, wie er es im Vormonat getan hat. Somit müssen die Flüssiggaspreise zwangsweise steigen. Vor allem Flüssiggasversorger im geographischen Westdeutschland wie z. B. Nordrhein-Westfalen müssen sich an den Flüssiggaspreisen aus dem ARA-Raum (Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) orientieren. Diese sind mit dem nicht mehr so starken Euro und der relativ hohen Ölpreisnotierung von über 80 US-Dollar höher als dies noch Ende letzten Monats der Fall war. Kunden aus Süd- uns Ostdeutschland können dagegen im Glücksfall noch von den günstigen Flüssiggaspreisen profitieren, weil einige der Flüssiggasversorger sich klugerweise schon letzte Woche für den gesamten Monat mit Flüssiggas eingedeckt haben.
Endverbrauchern mit einem eigenen Flüssiggastank kann man nur raten, Ihren Flüssiggastank nach Möglichkeit so rasch wie möglich befüllen lassen, bevor Flüssiggas zum Winter hin noch teurer wird.
Aufgrund eines überaus schwachen Marktes gibt es keine neuen Impulse für den Flüssiggaspreis.
Die neuen Monatspreise für Flüssiggas sehen im Vergleich zum 01.06.2010 eine Erhöhung von einem bis zwei Cent pro Liter vor. Da die Flüssiggaspreise aber schon während des Monats aufgrund kurzzeitiger Verfügungsprobleme erhöht worden sind, wird sich am dem bisherigen Preis für Flüssiggas nicht viel tun.
Bei Temperaturen über 35° Celsius hat man als Eigentümer eines Flüssiggastanks anderes zu tun, als den Inhalt seines Flüssiggastanks zu überprüfen und ggf. Flüssiggas zu bestellen. Unter normalen Umständen hat ein solches Konsumentenverhalten einen Preisverfall zur Folge. Da der Faktor Nachfrage bei der Preisbildung für Flüssiggas jedoch nur zu maximal einem Drittel in die Bewertung einfließt, kann selbst im Hochsommer der Flüssiggaspreis weiter steigen.
Der Rohölpreis hat sich aufgrund der Hurrikan- und Urlaubssaison in den USA am Montag seit Ende der vergangenen Woche stark verteuert. Am Dienstag fiel jedoch wieder auf ca. 75 US-Dollar. Gründe waren Konjunktursorgen um China sowie Griechenland und die dadurch weltweit gefallenen Aktienmärkte. Auch das Verbrauchervertrauen in den USA hat verglichen mit den vorherigen Umfrageergebnissen abgenommen. Mit Spannung erwartet man die Veröffentlichung der EIA (Energy Information Administration). Je nachdem, wie die Bestandszahlen der gelagerten Ölmengen ausfallen, wird der Rohölpreis sich nach unten oder oben bewegen.
Der Euro hat im Zuge der erneuten Besorgnis an den internationalen Märkten einiges an Wert verloren und notierte am Dienstag einen Tiefstand bei 1,2151 US-Dollar. Anders als die Export-Industrie, entstehen den deutschen Flüssiggashändlern daraus Nachteile, weil der Preis des importierten Rohöls sich erhöht.
Wie die Flüssiggaspreise sich im neuen Monat tatsächlich entwickeln hängt zum großen Teil von der Verfügbarkeit ab. Sollte sich diese vor allem in den süddeutschen Raffinerien Karlsruhe und Ingolstadt nicht signifikant verbessern, gibt es für den Flüssiggaspreis keinen Spielraum nach unten.
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