Die seit Monaten vonseiten deutscher Verbraucher anhaltende Nachfrageschwäche zeigt derzeit keine Auswirkungen auf den Flüssiggaspreis. Wie so oft, ist unter anderem ein Ölpreis auf Rekordniveau dafür verantwortlich.
Die Flüssiggaspreise kennen auf dem Weg in den Winter nur eine Richtung. Seit Monaten steigen die Preise für Flüssiggas immer weiter. Die Chancen für eine kurzzeitige Reduzierung des Flüssiggaspreises vor dem Winter stehen denkbar schlecht. Trotz gut gefüllter Flüssiggasläger und der anfangs erwähnten sehr verhaltenen Nachfrage ist der Trend unverändert bullish.
Nachdem Anfang des Monats die französische und italienische Nachfrage abgeklungen sind, treiben neue Faktoren den Flüssiggaspreis in die Höhe. Das mittlerweile erreichte Niveau des Flüssiggaspreises ist fast das höchste seit Anfang des Jahres. Dabei hat der Winter noch nicht einmal begonnen. Zurzeit wird der größte Teil Deutschlands noch mit Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes verwöhnt. Die Wetterdienste sagen für die nächste und darauffolgende Woche deutlich niedrigere Temperaturen voraus. Der dann hypothetisch einsetzende Bedarf an Flüssiggas würde den Flüssiggaspreis weiter pushen.
Endverbraucher, die ihren Flüssiggastank noch nicht für den Winter gefüllt haben, sollten dies jetzt tun. Kurzfristig fallende Flüssiggaspreise sind sehr unwahrscheinlich. Falls es trotz einer länger andauernden Kälteperiode jedoch nicht zu dem besagten Nachfrageschub kommt, haben die Flüssiggaspreise bis auf den Rohölpreis und den Wechselkurs keine Triebfeder nach oben. Im Moment reichen diese Indikationen allerdings aus, um dem Flüssiggaspreis Auftrieb zu verschaffen.
Die weitere Entwicklung von Rohölpreis und Dollarwert ist unsicher. Bis vor kurzem ließ sich die täglich zu beobachtende Teuerung des WTI und Brents nicht mit Fundamentaldaten belegen. Am Dienstagabend überzeugten die signifikant gefallenen Bestandsdaten der API (American Petroleum Institute) dann den letzten Skeptiker. Nach Bestätigung der Abbauten durch das staatliche DOE (Department of Energy) gab es einen weiteren Kaufschub an der Rohöl-Börse. Ob dieser nach Erreichen der 90-Dollar-Marke anhält und die Latte gen 100 Dollar angehoben wird, ist zweifelhaft.
Der Euro hat trotz des 600-Milliarden-Dollar-Staatsanleihenpakets der Federal Reserve an Wert verloren und notiert am Donnerstag teilweise schon knapp unterhalb von 1,37 Dollar. Auslöser sind immer wieder aufflammende Diskussionen über Haushaltprobleme vieler kleiner EU-Staaten. Portugal und Irland hatten diese Woche Rekordzinsen in Höhe von 7,1 und 8,8 Prozent für zehnjährige Staatsanleihen bieten müssen.
Die auf der einen Seite unverbesserte Produktverfügbarkeit und auf der anderen Seite hohe Nachfrage lassen den Flüssiggaspreisen keinen Spielraum nach unten. Die preistreibende Wirkung des zurzeit stark steigenden Rohölpreises wird durch den starken Euro kompensiert.
Mit dem von vielem Endverbrauchern schon lange erhofften Ausflug in günstigere Regionen des Flüssiggaspreises wird es nichts. Verregnete Tage bei niedrigeren Temperaturen lassen die Nachfrage nach Flüssiggas nicht abebben. Für den Monat Oktober sind so hohe Flüssiggaspreise wie Mitte September vorausgesagt. Wie sich die Flüssiggaspreise im Laufe des Monats entwickeln werden, bleibt ungewiss. Die wichtigste Rolle spielen hierbei nach wie vor Verfügbarkeit und Nachfrage.
Flüssiggas wird bei hauptsächlich der Förderung und Verarbeitung von Rohöl gewonnen. Deshalb ist der Rohölpreis bei der Bildung des Flüssiggaspreises nicht von unerheblicher Bedeutung. Im Moment gibt es von dort keine bewegenden Neuigkeiten, da die Wirkungen von Rohöl und Dollar-Euro-Wechselkurs sich gegenseitig aufheben. Falls der Euro nicht so bullish wäre, würde der Flüssiggaspreis noch weiter steigen.
Die neuen Preise für Flüssiggas werden nächsten Monat weiter steigen. Diese Entwicklung wird entscheidend durch die aktuelle Angebot- und Nachfrageentwicklung beeinflusst. Der Rohölpreis startet die neue Handelswoche aufgrund der Gewinnmitnahmen im Minus, nachdem er letzte Woche um über drei Prozent zugelegt hatte.
Jeder gute Flüssiggasversorger empfiehlt seinen Kunden schon seit einiger Zeit, den eigenen Flüssiggastank nach Möglichkeit so schnell wie möglich voll zu machen. Nun bestätigt sich erneut, dass dieser Ratschlag die Haushaltsausgaben für Energie stark reduzieren kann. Bereits die vierte Woche in Folge steigen die Flüssiggaspreise. Spätestens Anfang nächster Woche wird der letzte Flüssiggashändler seine Lagerreserven des günstigen August-Flüssiggases aufgebraucht haben und teures September-Flüssiggas anbieten müssen. Die neuen Monatspreise für September werden auf jeden Fall steigen. Bleibt nur die Frage zu klären, wie viel mehr bezahlt werden muss. Die meisten Schätzungen gehen von einem bis zwei Cent pro Liter Flüssiggas aus.
Rohölpreisbeobachter werden sich jetzt fragen, weshalb das Flüssiggas teurer wird, da doch der Rohöl um über fünf Prozent niedriger ist als letzten Monat. Experten vermuten sogar, dass der Rohölpreis im September angesichts übervoller Läger und schwacher Aktienmärkte um bis zu 20 % nachgeben könnte, verglichen mit den Preisen Anfang August. Doch wie immer bestimmt auch hier nicht nur der Rohölpreis, sondern auch Fundamentaldaten, wie Angebot und Nachfrage, den Flüssiggaspreis. Diesen Monat und auch in der nächsten Zeit ist die Einwirkung von Angebot und Nachfrage der Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank sogar von noch entscheidenderer Bedeutung als bisher, weil der Winter vor der Tür steht.
Bereits in der ersten Augustwoche zeichneten sich steigenden Tendenzen für Flüssiggas ab. Grund hierfür sind ein starker Rohöl und schlechte Verfügbarkeiten aufgrund einer gesteigerten Nachfrage.
Auf die Endverbraucher mit eigenen Flüssiggastanks kommen höhere Flüssiggaspreise zu. Nachdem die Preise für Flüssiggas im Juli kontinuierlich gefallen sind, konnte dieses Niveau im neuen Monat August nicht lange gehalten werden. Vor allem ein großes Angebot und ein überraschend starker Euro haben die Flüssiggaspreise letzten Monat teilweise um fast zehn Prozent reduziert.
Diesen Monat sind die verfügbaren Mengen an Flüssiggas in den deutschen Raffinerien überschaubar. Mancherorts gibt es teilweise sogar gar kein Flüssiggas. Auch der Euro steigt nicht in dem Maße, wie er es im Vormonat getan hat. Somit müssen die Flüssiggaspreise zwangsweise steigen. Vor allem Flüssiggasversorger im geographischen Westdeutschland wie z. B. Nordrhein-Westfalen müssen sich an den Flüssiggaspreisen aus dem ARA-Raum (Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) orientieren. Diese sind mit dem nicht mehr so starken Euro und der relativ hohen Ölpreisnotierung von über 80 US-Dollar höher als dies noch Ende letzten Monats der Fall war. Kunden aus Süd- uns Ostdeutschland können dagegen im Glücksfall noch von den günstigen Flüssiggaspreisen profitieren, weil einige der Flüssiggasversorger sich klugerweise schon letzte Woche für den gesamten Monat mit Flüssiggas eingedeckt haben.
Endverbrauchern mit einem eigenen Flüssiggastank kann man nur raten, Ihren Flüssiggastank nach Möglichkeit so rasch wie möglich befüllen lassen, bevor Flüssiggas zum Winter hin noch teurer wird.
Aufgrund eines überaus schwachen Marktes gibt es keine neuen Impulse für den Flüssiggaspreis.
Die neuen Monatspreise für Flüssiggas sehen im Vergleich zum 01.06.2010 eine Erhöhung von einem bis zwei Cent pro Liter vor. Da die Flüssiggaspreise aber schon während des Monats aufgrund kurzzeitiger Verfügungsprobleme erhöht worden sind, wird sich am dem bisherigen Preis für Flüssiggas nicht viel tun.
Bei Temperaturen über 35° Celsius hat man als Eigentümer eines Flüssiggastanks anderes zu tun, als den Inhalt seines Flüssiggastanks zu überprüfen und ggf. Flüssiggas zu bestellen. Unter normalen Umständen hat ein solches Konsumentenverhalten einen Preisverfall zur Folge. Da der Faktor Nachfrage bei der Preisbildung für Flüssiggas jedoch nur zu maximal einem Drittel in die Bewertung einfließt, kann selbst im Hochsommer der Flüssiggaspreis weiter steigen.
Der Rohölpreis hat sich aufgrund der Hurrikan- und Urlaubssaison in den USA am Montag seit Ende der vergangenen Woche stark verteuert. Am Dienstag fiel jedoch wieder auf ca. 75 US-Dollar. Gründe waren Konjunktursorgen um China sowie Griechenland und die dadurch weltweit gefallenen Aktienmärkte. Auch das Verbrauchervertrauen in den USA hat verglichen mit den vorherigen Umfrageergebnissen abgenommen. Mit Spannung erwartet man die Veröffentlichung der EIA (Energy Information Administration). Je nachdem, wie die Bestandszahlen der gelagerten Ölmengen ausfallen, wird der Rohölpreis sich nach unten oder oben bewegen.
Der Euro hat im Zuge der erneuten Besorgnis an den internationalen Märkten einiges an Wert verloren und notierte am Dienstag einen Tiefstand bei 1,2151 US-Dollar. Anders als die Export-Industrie, entstehen den deutschen Flüssiggashändlern daraus Nachteile, weil der Preis des importierten Rohöls sich erhöht.
Wie die Flüssiggaspreise sich im neuen Monat tatsächlich entwickeln hängt zum großen Teil von der Verfügbarkeit ab. Sollte sich diese vor allem in den süddeutschen Raffinerien Karlsruhe und Ingolstadt nicht signifikant verbessern, gibt es für den Flüssiggaspreis keinen Spielraum nach unten.
Die Flüssiggaspreise steigen wieder und das in einer Zeit, in der man sich darüber eigentlich gar keine Gedanken macht. Mitunter ein Grund ist der gestiegene Rohölpreis, der auch am Dienstag ein sattes Plus verzeichnet.
Steigende Flüssiggaspreise im Sommer? Eigentlich unlogisch, dennoch ist das der aktuell zu verzeichnende Trend. Die Auf- und Abwärtsbewegen der Preise für Flüssiggas werden nicht allein von der Nachfrage bestimmt, die im Moment praktisch gegen null tendiert. Vielmehr handelt es sich bei der Preisbildung um ein komplexes Zusammenspiel vieler einzelner Faktoren. Zum ersten ist dort der Rohölpreis, der trotz fehlender positiver Fundamentaldaten zurzeit nur eine Richtung kennt. Der Blick richtet sich hierbei auf wichtige Verlautbarungen wie z. B. die aktuell anstehende europäische Handelsbilanz sowie das monatlich veröffentlichte ZEW-Konjunkturbarometer (eine Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten, erstellt von mehreren hundert Wissenschaftlern).
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Wechselkurs. Zurzeit hat der Euro gegenüber dem Dollar wieder die Nase vorn. Er notiert verglichen zum Vorjahreswert von 1,48 US-Dollar mit ca. 1,23 US-Dollar zwar niedrig, scheint sich aber zum Glück von der europäischen Schuldenkrise erholt zu haben. Die Herabstufung Griechenlands durch eine weitere Ratingagentur ließ den Euro kalt.
Als letzter wichtiger Faktor spielt die Versorgungssituation eine erheblich Rolle. Falls die deutschen Raffinerien wenig oder kein Flüssiggas produzieren, bleiben die Preise trotz schwacher Nachfrage stabil oder steigen sogar. Nicht vorhersehbare Ausfälle oder Produktionsschwierigkeiten verschärfen diesen Effekt noch weiter. Ein solches Szenario spielt sich zurzeit im Süden Deutschlands ab. Zwei der größten Raffinerieverbunde produzieren zurzeit sehr wenig bis gar kein Gas. Falls die Situation nicht besser wird, können Endverbraucher sich auf einen steigenden Flüssiggaspreis einstellen.
Betrachtet man die Gesamtsituation, scheint es trotz schon fast sommerlicher Temperaturen ratsam, nicht viel länger mit der Befüllung seines Flüssiggastanks zu warten. Andernfalls läuft man Gefahr, noch höhere Preise zu bezahlen.
Flüssiggaspreise geben auch diese Woche nicht nach. Im Gegenteil, genau wie der Rohölpreis hat sich Flüssiggas aufgrund schwacher Verfügbarkeiten weiter verteuert.
Gestern noch ließen fallende Kurse im Rohölgeschäft Hoffnungen auf endlich wieder fallende Preise zu. Doch heute zogen die Preise für Flüssiggas erneut an. Die Verfügbarkeit gestaltet sich zumindest für diese Woche äußerst schwierig. Die meisten Flüssiggasläger sind leer und die Raffinerien produzieren am Limit. Der für den Flüssiggashandel sehr wichtige Markt im ARA-Raum stößt ebenfalls an seine Grenzen. Das Hauptproblem besteht darin, das körperlich kein Produkt vorhanden ist, das abgefüllt und nach Deutschland transportiert werden könnte. Ein geplanter Import, der für morgen terminiert ist, könnte die Lage eventuell entspannen und dazu beitragen, dass die Flüssiggaspreise nächste Woche nicht weiter steigen oder sogar fallen. Nachfragetechnisch betrachtet besteht vor allem aufgrund des vor der Tür stehenden Frühlings durchaus Potenzial für Preiskorrekturen nach unten. Es bleibt abzuwarten, wie die Verfügbarkeiten sich entwickeln. Falls diese sich nächste Woche nicht verbessern, bleibt Flüssiggas teuer.
Einer der Gründe für die oben beschriebene Kursentwicklung des Flüssiggaspreises ist ein wieder erstarkter Rohöl. Dieser konnte von gestern auf heute um über zwei Prozentpunkte zulegen (Nordseesorte Brent). Maßgeblich dafür verantwortlich ist ein schwächerer Dollar und die leicht gestiegene Nachfrage in den USA. Diese verzeichnen lt. API (American Petroleum Institute) zwar ein Plus von ca. 400.000 Barrel an Rohölbeständen, im Vergleich dazu sind jedoch die Benzinvorräte um 3,7 Mio. Barrel gesunken, was als ein Nachfrageanstieg gewertet wird. Der Fokus für die weitere Entwicklung im diesem spannungsgeladenen Markt liegt auf dem heute angesetzten OPEC-Treffen. Allen Anschein nach werden die OPEC-Staaten die Förderquoten bei den derzeit rentablen Erträgen unberührt lassen. Allerdings könnte es auch Kürzungen geben, da einige der Mitgliedsstaaten mehr Rohöl fördern, als eigentlich vorgesehen.
Langfristig gesehen gilt der hohe Rohölpreis als deutlich überbewertet. Ein signifikantes Überangebot im zweiten Quartal dürfte den Rohölpreis in den nächsten Monaten unter Druck setzen.
Der Ölpreis hat am Montag kaum auf die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen reagiert.
Die Marktteilnehmer setzten weiter vor allem auf eine geringe Nachfrage, was den Preis in einer Range von 65 bis 66 Dollar je Barrel halte, erklärten Händler. Wenn der Atomstreit mit dem Iran Einfluss hätte, wären wir schon wieder bei 70 Dollar, sagen Broker in London. Der Iran testete am Montag eine Mittelstreckenrakete, was die Spannungen mit dem Westen weiter anheizen dürfte. In der vergangenen Woche hatte die Regierung in Teheran den Bau einer zweiten Urananreicherungsanlage bekanntgegeben. Dass solche Nachrichten am Ölmarkt derzeit verpufften, könnte auf eine Stimmungswende hindeuten, mutmaßten die Analysten der Commerzbank.
Der Flüssiggaspreis auf den internationalen Märkten des ARA Marktes, der für den deutschen Markt relevant ist, hat sich wie so oft vor der Wintersaison von der Ölpreisentwicklung abgekoppelt und zeigt eine leicht steigende Tendenz. Dennoch sind in Deutschland die Flüssiggasläger gut gefüllt und die Nachfrage im Heizgasmarkt noch sehr gering. Stark steigende Flüssiggaspreise sind daher aus heutiger Sicht erst nach Einsetzen einer längeren Heizperiode bzw. einer daraus folgenden steigenden Nachfrage zu erwarten.
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