Flüssiggas News

Flüssiggaspreise leicht gefallen

Dienstag, 27. Juli 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise in Europa haben sich aufgrund eines starken Euros verbilligt. Rohöl pendelt unverändert knapp unter 80 US-Dollar.

Der Preis für Flüssiggas ist mit dem Erstarken des Euros und den damit einhergehenden günstigen Import leicht gefallen. Nachfrage und Angebot für Flüssiggas sind in Deutschland nach wie vor verhalten. Marktexperten führen die momentane Stärke der europäischen Gemeinschaftswährung auf das anhaltende Vertrauen in die europäische Wirtschaft zurück, während in den USA diese Vertrauen fehlt. Sollte der Euro sich langfristig wieder über die 1,30 US-Dollar-Marke hieven, können die europäischen Flüssiggasendverbraucher zumindest von dieser Seite mit weiterhin niedrigen Preisen rechnen.
Im Fokus steht diese Woche die Entwicklung der Flüssiggaspreise für den nächsten Monat. Die Mehrheit geht von gleichbleibenden Flüssiggaspreisen aus. Es könnte jedoch aus sein, dass die Preise für Flüssiggas sich leicht nach oben bewegen, da die Rohölpreise sich eher nach oben als unten entwickeln. Hinzu kommt, dass in den kommenden Wochen der untere Scheitelpunkt des Flüssiggaspreises in diesem Jahr erreicht sein wird, falls dies nicht schon momentan der Fall ist. Spätestens wenn viele der Endverbraucher den Flüssiggastank vor dem Winter noch einmal voll machen, werden die Flüssiggaspreise steigen, statt zu fallen.

Stabile Flüssiggaspreise dank schwachem Rohöl und starkem Euro

Freitag, 16. Juli 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas bewegen sich im Glutofen Deutschland weder nach unten noch sind Tendenzen nach oben zu erkennen. Der Rohölpreis trägt seinen Teil dazu bei, da dieser ohne eindeutige Tendenzen nach oben und unten ausschlägt.
Bei nach wie vor 36 Grad Außentemperatur ist die Nachfrage für Propan denkbar schwach. Doch wie so oft ist der Faktor Nachfrage nicht ausschlaggebend für den Preis. Allenfalls trägt er dazu bei, dass die Flüssiggaspreise nicht nach oben korrigiert werden. Innerdeutsche und westeuropäische Raffinerien verzeichnen nach wie vor trotz eines durchweg schwachen Monats keine Überproduktionen. Der Preis ist stabil.

Branchenkenner erwarten in Westdeutschland für die nächsten beiden Wochen eine minimale Preisreduzierung, bedingt durch einen starken Euro, der aufgrund schwacher Prognosen für die US-Wirtschaft und ein gestiegenes Vertrauen in die europäische Gemeinschaftswährung diese Woche teilweise über 1,30 US-Dollar notierte. So positives Ergebnis gab es seit über zwei Monaten nicht mehr. Diese Kurswerte lassen die Preise für ausländische Ware purzeln und wirken sich auf den Flüssiggaspreis aus.

Der Rohölpreis leidet unter einem schwachen Weltwirtschaftswachstum und negativen Konjunkturdaten. Er kann jedoch gleichzeitig von den wieder erstarkten Aktienmärkten profitieren. So schwankte er diese Woche um bis zu drei Dollar und wird voraussichtlich mit einem leichten Plus schließen.

Flüssiggaspreise weiterhin auf hohem Niveau

Mittwoch, 30. Juni 2010 von Roman G. Kieslinger

Aufgrund eines überaus schwachen Marktes gibt es keine neuen Impulse für den Flüssiggaspreis.

Die neuen Monatspreise für Flüssiggas sehen im Vergleich zum 01.06.2010 eine Erhöhung von einem bis zwei Cent pro Liter vor. Da die Flüssiggaspreise aber schon während des Monats aufgrund kurzzeitiger Verfügungsprobleme erhöht worden sind, wird sich am dem bisherigen Preis für Flüssiggas nicht viel tun.

Bei Temperaturen über 35° Celsius hat man als Eigentümer eines Flüssiggastanks anderes zu tun, als den Inhalt seines Flüssiggastanks zu überprüfen und ggf. Flüssiggas zu bestellen. Unter normalen Umständen hat ein solches Konsumentenverhalten einen Preisverfall zur Folge. Da der Faktor Nachfrage bei der Preisbildung für Flüssiggas jedoch nur zu maximal einem Drittel in die Bewertung einfließt, kann selbst im Hochsommer der Flüssiggaspreis weiter steigen.

Der Rohölpreis hat sich aufgrund der Hurrikan- und Urlaubssaison in den USA am Montag seit Ende der vergangenen Woche stark verteuert. Am Dienstag fiel jedoch wieder auf ca. 75 US-Dollar. Gründe waren Konjunktursorgen um China sowie Griechenland und die dadurch weltweit gefallenen Aktienmärkte. Auch das Verbrauchervertrauen in den USA hat verglichen mit den vorherigen Umfrageergebnissen abgenommen. Mit Spannung erwartet man die Veröffentlichung der EIA (Energy Information Administration). Je nachdem, wie die Bestandszahlen der gelagerten Ölmengen ausfallen, wird der Rohölpreis sich nach unten oder oben bewegen.

Der Euro hat im Zuge der erneuten Besorgnis an den internationalen Märkten einiges an Wert verloren und notierte am Dienstag einen Tiefstand bei 1,2151 US-Dollar. Anders als die Export-Industrie, entstehen den deutschen Flüssiggashändlern daraus Nachteile, weil der Preis des importierten Rohöls sich erhöht.

Wie die Flüssiggaspreise sich im neuen Monat tatsächlich entwickeln hängt zum großen Teil von der Verfügbarkeit ab. Sollte sich diese vor allem in den süddeutschen Raffinerien Karlsruhe und Ingolstadt nicht signifikant verbessern, gibt es für den Flüssiggaspreis keinen Spielraum nach unten.

Rohölpreis, Euro-Kurs und Flüssiggas verzeichnen deutliche Zuwächse

Dienstag, 15. Juni 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise steigen wieder und das in einer Zeit, in der man sich darüber eigentlich gar keine Gedanken macht. Mitunter ein Grund ist der gestiegene Rohölpreis, der auch am Dienstag ein sattes Plus verzeichnet.

Steigende Flüssiggaspreise im Sommer? Eigentlich unlogisch, dennoch ist das der aktuell zu verzeichnende Trend. Die Auf- und Abwärtsbewegen der Preise für Flüssiggas werden nicht allein von der Nachfrage bestimmt, die im Moment praktisch gegen null tendiert. Vielmehr handelt es sich bei der Preisbildung um ein komplexes Zusammenspiel vieler einzelner Faktoren. Zum ersten ist dort der Rohölpreis, der trotz fehlender positiver Fundamentaldaten zurzeit nur eine Richtung kennt. Der Blick richtet sich hierbei auf wichtige Verlautbarungen wie z. B. die aktuell anstehende europäische Handelsbilanz sowie das monatlich veröffentlichte ZEW-Konjunkturbarometer (eine Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten, erstellt von mehreren hundert Wissenschaftlern).

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Wechselkurs. Zurzeit hat der Euro gegenüber dem Dollar wieder die Nase vorn. Er notiert verglichen zum Vorjahreswert von 1,48 US-Dollar mit ca. 1,23 US-Dollar zwar niedrig, scheint sich aber zum Glück von der europäischen Schuldenkrise erholt zu haben. Die Herabstufung Griechenlands durch eine weitere Ratingagentur ließ den Euro kalt.

Als letzter wichtiger Faktor spielt die Versorgungssituation eine erheblich Rolle. Falls die deutschen Raffinerien wenig oder kein Flüssiggas produzieren, bleiben die Preise trotz schwacher Nachfrage stabil oder steigen sogar. Nicht vorhersehbare Ausfälle oder Produktionsschwierigkeiten verschärfen diesen Effekt noch weiter. Ein solches Szenario spielt sich zurzeit im Süden Deutschlands ab. Zwei der größten Raffinerieverbunde produzieren zurzeit sehr wenig bis gar kein Gas. Falls die Situation nicht besser wird, können Endverbraucher sich auf einen steigenden Flüssiggaspreis einstellen.

Betrachtet man die Gesamtsituation, scheint es trotz schon fast sommerlicher Temperaturen ratsam, nicht viel länger mit der Befüllung seines Flüssiggastanks zu warten. Andernfalls läuft man Gefahr, noch höhere Preise zu bezahlen.

Flüssiggas wird vorerst leicht günstiger

Montag, 31. Mai 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise für diese und nächste Woche bewegen sich nach unten. Der aktuell bei 74,50 US-Dollar notierende Rohöl der Referenzsorte West Texas Intermediate ist seit Mitte letzter Woche starken Kursschwankungen unterworfen.
Die Preise für Flüssiggas gehen vielerorts minimal zurück. Grund hierfür sind gefallende Vertragspreise für Flüssiggas aus einem Großteil der innerdeutschen Raffinerien. Die Nachfrage ist nach wir vor verhalten, doch aufgrund des ausbleibenden Sommers noch nicht ganz verebbt. Die Verfügbarkeit für Flüssiggas wird diesen Monat wahrscheinlich keine Probleme bereiten. Es gab im Mai zwar immer wieder kleine Zwischenfälle in der Raffinerie MiRO Karlsruhe, jedoch sind diese nach dem Stillstand in den letzten Monaten normal.
Es besteht zurzeit keine Dringlichkeit, seine Flüssiggastanks sofort aufzufüllen. Auf Preise, die im letzten Sommer üblich waren, können wir jedoch nicht hoffen, da solche Preise aufgrund der sich erholenden Weltkonjunktur nicht mehr möglich sind.
Bleibt abzuwarten, wie sich der internationale Rohöl und der Wechselkurs des Euros entwickeln. Das Zusammenspiel dieser beiden Werte ist im Sommer letztendlich ausschlaggebend für die Gestaltung der Flüssiggaspreise in Deutschland. Welche Richtung der Rohölpreis einschlagen wird, weiß keiner so genau. Letzte Woche war dieser zwischen 68 und 75 US-Dollar hin und her gependelt. Hierbei haben vor allem die möglichen Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise auf die Weltwirtschaft viele Marktteilnehmer verunsichert. Erst Ende letzter Woche stufte die Ratingagentur Fitch die Bonität Spaniens herunter. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt sich heute aber stabil und verteidigt seit Handelsbeginn erfolgreich die 1,23-Dollar-Marke.
Da die Börsen in den USA und Großbritannien aufgrund des Feiertages (Memorial Day) heute geschlossen bleiben, wird sich auf den Märkten erst morgen wieder etwas bewegen.

Flüssiggaspreise beflügelt durch Euroland-Krise

Mittwoch, 19. Mai 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas haben diese Woche nicht unter der schwachen Nachfrage nachgegeben. Beim Rohöl ist ebenfalls ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen.
Seit Beginn der letzten Woche ist ein kontinuierlicher Aufwärtstrend der Preise im deutschen Flüssiggasmarkt zu verzeichnen. So waren es heute im Vergleich zur vorletzten Woche durchschnittlich ca. 1,5 – 2 Cent je Liter mehr, die man als Eigentümer eines eigenen Flüssiggastanks auf dem freien Markt für Flüssiggas bezahlen muss.
Gebeutelt durch die Eurokrise steigen vor allem die Importpreise für Flüssiggas aus Antwerpen. Anderseits sind die Preise in Deutschland aufgrund einer sehr guten Verfügbarkeit unverhältnismäßig niedrig.
Bereits in der letzten Woche hat der Euro einiges an Wert verloren. Ein Dreiviertelbillionen-Euro-Rettungspaket sollte den Schaden begrenzen. Doch genau das Gegenteil ist eingetreten. So fiel der Wert für die europäische Gemeinschaftswährung gestern auf ein 4-Jahrestief. Grund genug für die Versorger, die Preise für Flüssiggas trotz sommerlicher Nachfrage weiterhin auf einem hohem Niveau zu halten.
Die Kurse für Rohöl konnten sich am Dienstag ungeachtet der innereuropäischen Krise von ihren Verlusten in der vergangenen Woche erholen. Über die zukünftige Entwicklung lassen sich nur vage Vermutungen anstellen. Positive Stimmung bei Rohstoffanlegern ist selten anzutreffen. Ein Großteil der Investoren hat kein weiteres Interesse daran, die seit Monaten anhaltende Rohölblase weiter mit Luft zu füllen.
Steigende Lagerbestände und ernüchternde Nachfrageprognosen machen deutlich, dass der Rohöl überwertet ist.
Die aktuelle Marktsituation ist geprägt durch Unsicherheit und extreme Schwankungen. Deshalb kann die zukünftige Entwicklung der Flüssiggaspreise nicht eindeutig prognostiziert werden. Zwischen den vier Faktoren für die Entwicklung der Flüssiggaspreise (Nachfrage, Angebot, internationaler Rohölpreis und Eurokurs) ist es zu einem Patt gekommen. Nun muss sich zeigen, welche Seite überwiegt.

Flüssiggaspreise nach wie vor mit leicht steigender Tendenz

Montag, 10. Mai 2010 von Roman G. Kieslinger

Nachdem EU und IWF das eilig geschnürte 750 Milliarden-Euro-Paket auf den Weg gebracht haben, steigen Rohöl und Eurokurse wieder.

Die letzte Börsenwoche war zweifellos für alle hoch brisant. Der Euro fiel zeitweise unter die 1,26-Marke und der Preis für Rohöl der Marke WTI pendelte zwischen 74 und 87 Dollar. Die Flüssiggaspreise wurden vor allem durch den schwachen Euro belastet, da dieser bekanntlich u. a. die Preise für importierte Brennstoffe wie Flüssiggas anhebt. Diese Gefahr ist durch aktuelle Maßnahmen vorerst zumindest teilweise gebannt.

Mit dem Rettungspaket geht jedoch eine Erholung an den Rohstoff- und Aktienmärkten einher. Der steigende Rohölpreis wird wahrscheinlich bewirken, dass die Flüssiggaspreise wieder anziehen. Bleibt abzuwarten, inwieweit dieser Effekt durch einen stärkeren Euro und die derzeit relativ schwache Nachfrage kompensiert wird.

Endverbraucher müssen sich nun entscheiden, ob sie aufgrund der schwachen Nachfrage auf fallende Preise spekulieren. Eine solche Wette kann allerdings auch nach hinten losgehen.

Flüssiggas: Erneuter Aufwärtstrend zu verzeichnen

Dienstag, 20. April 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise sind nach dem nachosterlichen Tief wieder gestiegen. Auch der Rohölpreis bewegt sich nach wie vor in schwarzen Zahlen.

Nachdem die Preise für Flüssiggas Anfang des Monats ein wenig nachgegeben haben, wurde die Hoffnung auf eine langfristige Reduzierung der Flüssiggaspreise wieder zunichte gemacht.

Betrachtet man Angebot und Nachfrage, müsste der Literpreis bei den aktuell herrschenden Frühlingstemperaturen eigentlich nach unten tendieren. Das ist jedoch derzeit nicht zu beobachten. Der Flüssiggaspreis bewegt sich stattdessen teilweise sogar leicht nach oben. Grund für die Entwicklung ist die Kursrallye des Rohölpreises. Sowohl der das auf dem amerikanischen als auch auf dem europäischen Markt steigt der Rohöl mehr als er fällt. Somit ist es nicht auszuschließen, dass die Flüssiggaspreise in den nächsten Wochen leicht steigen. Eine Reduzierung der Propanpreise ist jedoch ebenfalls nicht vollkommen abwegig. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Rohstoffmarkt für Öl weiter verhält. Letztendlich wird dieser ausschlaggebend für den Preis sein, den Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank bezahlen müssen.

Die Rohstoffmärkte weisen, wie bereits erwähnt, erhebliche Turbulenzen auf, die nicht allein auf das Chaos im europäischen Flugverkehr zurückzuführen sind.

Nachdem der Rohölpreis kurz vor und nach dem Wochenende aufgrund von Unruhen um die New Yorker Bank Goldman Sachs zeitweise auf fast 80 US-Dollar zurückfiel, fing er sich zum Börsenschluss am Montag wieder. Seitdem macht der Rohölpreis wett, was er in den vorausgegangen Tagen an Wert verloren hat. Hauptverantwortlich für diese Achterbahnfahrt sind große Finanzinvestoren, die den Rohölpreis in der letzten Zeit immer weiter nach oben getrieben haben und zuletzt durch die Vorgänge an der Wallstreet verunsichert große Anteile verkauft haben. Inzwischen überwiegt jedoch wieder Optimismus an den Rohstoff- und Aktienmärkten. Die Lockerung des Flugverbots in Europa trägt ihren psychologischen Teil dazu bei.

Gewinnmitnahmen belasten Rohöl- und Flüssiggaspreis

Donnerstag, 15. April 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas sind nach den steilen Aufwärtstrend der letzten Monat endlich gefallen. Auch der Rohölpreis lässt sich angesichts kontinuierlich steigender Lagerbestände nicht weiter auf Rekordhoch halten.

Es zeichnet sich eine positive Entwicklung für den Endverbraucher ab. Die Flüssiggaspreise geben seit Ostern Stück für Stück nach. Eingeleitet wurden die niedrigen Preise für Flüssiggas mit neuen Monatsverträgen, die von Winter- in Sommerverträge gewandelt wurden und allein dadurch den Preis stark reduziert haben. Weiterhin konnte die Verfügbarkeit sowohl in innerdeutschen als auch westeuropäischen Raffinerien signifikant verbessert werden, sodass die Versorgung mittlerweile wieder in geregelten Bahnen verläuft. Wettertechnisch stehen die Zeichen ebenfalls auf Preissenkung. Einziges Handicap war der immer weiter steigende Rohölpreis. Neue Rekordhöhen, starke Aktienmärkte und ein schwacher Euro sorgten für Zündstoff bei den Spekulanten. Doch mittlerweile hat sich der Rohöl normalisiert und wir können uns auch in der nächsten Zeit auf gleichbleibende bis leichte fallende Tendenzen einstellen.

Die Rohölpreise bewegen sich seit gestern auf einem absteigenden Ast. Die Meldungen über immer weiter steigende Rohöllagerbestände in den USA und schwache Aktienmärkte zwingen den Rohölpreis vorerst, von neuen Rekordhöhen abzusehen und sich wieder gen 80-US-Dollar zu bewegen. Wie die Preise sich entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass eine robuste Nachfrage aus Asien nicht dazu beitragen kann, die Lagerbestände zu senken und so einem Preisverfall entgegenzuwirken.

Flüssiggaspreise für März steigend – gestützt von hohen Rohölpreisen

Dienstag, 23. März 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise für Ende März werden wohl auch weiterhin hoch bleiben. Ebenso verhält es sich mit dem Rohölpreis WTI, der am Dienstagnachmittag bei 81,50 US-Dollar notierte.

Die aktuelle Situation hat sich hinsichtlich der Versorgung nicht verbessert. Vielmehr haben sich weitere Lücken aufgetan. Die beiden Importe der letzten Woche wurden als Lösung für die Knappheit des kostbaren Flüssiggases interpretiert. Kurz bevor das zweite Schiff eintraf wurde wieder emsig verkauft. Schlussendlich entpuppten sich die Flüssiggaslieferungen jedoch nur als kleiner Wermutstropfen auf den heißen Stein. Nach wie vor hinken die Raffinerien und Läger der ohnehin schwachen Nachfrage hinterher und kürzen tagtäglich die verfügbaren Mengen an Flüssiggas.

Was für ein Glück, dass der Winter sich zurückzieht und das Feld einem verspäteten Frühling mit seinen milden Temperaturen und sonnigem Wetter überlässt. Andernfalls wäre die akuten Probleme nahezu unlösbar. Preislich gleichen sich das knappe Angebot und die schwache Nachfrage aus, sodass wir bis Ende diesen Monats wahrscheinlich mit gleichbleibend hohen Preisen rechnen können. Wie sich die Preise im April entwickeln bleibt noch ungewiss.

Falls sich die Lage aufgrund diverser Importe entspannen und wieder mehr Produkt zur Verfügung steht, könnte die Preise durchaus nachgeben. Darauf zu spekulieren birgt jedoch auch Risiken, da man schon oft beobachten konnte, wie zwar im Sommer die Nachfrage immer weiter zurück ging, der Preis für Flüssiggas jedoch von Entwicklungen am internationalen Rohölmarkt dominiert wurde und der Preis nicht fiel sondern zeitweise sogar anstieg.

Das für den Flüssiggaspreis sehr wichtige Geschehen an der Rohölbörse ist auch in dieser Woche maßgeblich an den hohen Flüssiggaspreisen beteiligt. Nachdem der Ölpreis in den letzten drei Tagen Einbußen hinnehmen musste, konnte er gestern Abend überraschenderweise noch ein Plus verbuchen. Grund hierfür war ein wieder stärkerer Euro und bullishe Aktienmärkte. Heute tendierte der mit Abstand wichtigste Wert an den Rohstoffmärkten wieder nach unten. Diesmal als Folge eine Folge der Unsicherheit bezüglich der angehobenen Zinssätze in Indien und einer nach wie vor fraglichen Zukunft des Griechenland-Euros. Investoren würden zwar lieber ein hohen Rohölpreis sehen, aber es bleibt abzuwarten, wie die WTI-Achterbahn weiter verläuft.

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