Die Katastrophenkombination in Japan aus Erdbeben, Tsunami und Atomunfall gehört den Ereignissen, die niemand auf der Rechnung hatte, jedoch drastische Effekte für die Wirtschaft zur Folge haben. So hat der Rohölpreis Brent seit Anfang des Jahres um bis zu 26 % zugelegt. Das ist mehr als im gesamten letzten Jahr. Solche markanten Kursanstiege haben Konsequenzen für den innerdeutschen Flüssiggasmarkt. Der Flüssiggaspreis hat sich seit Anfang März trotz der Nachfrageflaute bei sommerlichen Temperaturen von bis zu 20 Grad kaum bewegt.
Nachdem einem kurzem Nachfrageschub im Februar ist die Zahl der Bestellungen für Flüssiggas wieder auf das Niveau von Januar diesen Jahres gefallen. Vor allem entlang des Niederrheins hat sich die Nachfrage nach Flüssiggas durch Endverbraucher mit einem Flüssiggastank bei im Bundesvergleich überdurchschnittlich milden Temperaturen stark abgeflacht. Dazu gesellt sich eine für den europäischen Import ausgesprochen günstige Eurostärke. Unter normalen Umständen könnte man auf eine Reduzierung der Flüssiggaspreise hoffen. Doch diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Händler begründen dies mit dem gestiegenen Rohölpreis und einer schwächeren Verfügbarkeit an Flüssiggas vor allem in deutschen aber auch ansatzweise in westeuropäischen Raffinerien.
Aufgrund von Wartungsarbeiten ist eine ganze Raffinerie im süddeutschen Raum diesen Monat stillgelegt. Die ausgefallene Menge an Flüssiggas muss durch andere Raffinerien kompensiert werden. Da dies nicht vollständig gelingt, kam es zwischenzeitlich sogar zu einem Engpass in der größten deutschen Raffinerie MiRO Karlsruhe.
Hinzu kommt die E10-Problematik. Wegen der allgemeinen Ablehnung in der Bevölkerung, die dem neuem, staatlich verordnetem Biosprit entgegengebracht wird, sind die Lagertanks der Raffinerien randvoll mit E10 gefüllt. Damit die Raffinerie nicht wortwörtlich überläuft, muss die gesamte Produktionsmenge reduziert werden. Folglich wird auch weniger Flüssiggas produziert.
Da die Nachfrage nach Flüssiggas wie eingangs erwähnt relativ niedrig ist, zieht die Angebotsverknappung keine der sonst üblichen drastischen Preissteigerungen nach sich. Der Flüssiggaspreis hat jedoch wenig bis keinen Spielraum nach unten.
Weiterer Belastungsfaktor für den Flüssiggaspreis ist die unberechenbare Entwicklung des Rohölpreises. Dieser hat sich vor allem seit Beginn der Aufstände in Libyen stark verteuert, da niemand wusste, wie es mit der Nah-Ost-Krise weitergehen wird. Nun zeichnet sich eine wenn auch fragwürdige Stabilisierung der Lage in Libyen ab. Dafür beginnen jedoch in Bahrain neue Proteste. Auch wenn es den Demonstranten dort inhaltlich um eine andere Thematik als in den bisherigen Protestländern geht, zeigen die seit Dienstag durch die Presse geisternden Bilder von gewaltsamen Demonstrationsauflösungen deutlich, dass die nordafrikanische Revolution sich weiter fortsetzen und andere Länder wie z. B. Saudi-Arabien übergreifen könnte. Die Auswirkungen einer Revolte in dem Land mit der zweithöchsten Ölförderquote der Welt auf den Rohölpreis und die Gobalwirtschaft sind genauso unvorhersehbar wie die der verheerenden Katastrophe in Japan.
Die meisten Flüssiggashändler warten daher wie der Rest der Welt die weitere Entwicklung ab. Es ist zurzeit unmöglich vorherzusagen, ob die Flüssiggaspreise fallen oder steigen werden.
Die Flüssiggaspreise in Deutschland sind aufgrund der anhaltend milden Witterung weiter reduziert worden. Der Rohölpreis hingegen ist aufgrund derzeitiger Spannungen am Mittwoch auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren geklettert.
Der Flüssiggaspreise ist Anfang Februar nach einer signifikanten Preiskorrektur nach unten um teilweise bis zu zehn Cent gefallen. Dennoch sind die aktuellen Flüssiggaspreise für viele Endverbraucher mit einem Flüssiggastank nach wir vor uninteressant, da die Flüssiggaspreise im Januar Rekordhöchststände verzeichneten und dementsprechend nach wie vor höher notieren als in Februar 2010. Hauptproblem der derzeit für Winterverhältnisse recht schwachen Heizgaskonjunktur ist die eingebrochene Nachfrage. Nachdem der hohe Verbrauch im Dezember seit Anfang diesen Jahres stark gesunken ist, bestellen viele Endverbraucher zurzeit nur dann, wenn der leere Flüssiggastank sie dazu zwingt. Dazu kommt, dass nur Teilmengen an Flüssiggas geordert werden. Diese sind gerade so groß, dass sie den voraussichtlichen Bedarf an Flüssiggas für den Rest des Winters decken.
Viele Endverbraucher spekulieren auf niedrigere Flüssiggaspreise im Sommer, um den Flüssiggastank dann zu einem günstigeren Preis für Flüssiggas voll zu machen. Ob diese Strategie von Erfolg gekrönt sein wird, lässt sich noch nicht feststellen. Die langfristige Entwicklung hängt davon ab, wie sich Wetter, Rohölpreis, Verfügbarkeit und Nachfrage sowie Euro verhalten. Kurzfristig kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Flüssiggaspreise im März eher fallen als steigen.
Die Preis für die Rohölsorte Brent liegt zurzeit bei ca. 101 Dollar. Interessant ist der Preisunterschied der beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI. Qualitativ unterscheiden sich die beiden Energieträger kaum. WTI enthält ein bisschen weniger Schwefel und müsste demnach teurer sein. Das amerikanische Öl WTI wird im Gegensatz zum Nordseeöl Brent jedoch über Pipelines transportiert. Das europäische Rohöl muss aufwendig mit Tankern durch den Suez-Kanal transportiert werden und so ist in dem Brentpreis bereits eine Marge von 5 – 10 Dollar für zusätzliche Transportaufwendungen enthalten. Dazu kommt die aktuelle Überversorgung in Cushing, der ersten Adresse als Knotenpunkt für die WTI-Versorgung und Lagerung in den USA. Dort kommen die Raffinerien nicht nur mit der Produktion nicht nach, sondern es gibt auch zu wenig Pipelines, um das Rohöl woanders hin abfließen zu lassen. Die bereits geplante Pipeline im Süden der USA wird erst Ende des Jahres in Betrieb genommen werden können.
Abgesehen von den möglichen Problemen mit dem Suez-Kanal durch die politischen Unruhen in Ägypten ist die dramatische Lage in Bahrain, Libyen, Iran und Algerien das Topthema Nummer eins. Mit Sorge blickt man vor allem auf die letzten drei der vier Brennpunkte. Diese drei Länder fördern insgesamt 85 Millionen Barrel pro Tag und gehören damit mit acht Prozent Anteil an der globalen Gesamtförderung zu den Schwergewichten auf dem internationalen Rohölmarkt. Sollte die Lage sich dort verschlimmern, könnte Brent noch teurer und die Differenz von aktuell ca. 11 Dollar zwischen WTI und Nordseeöl größer werden. Es gibt allerdings auch Hoffnungen auf eine positive Entwicklung, sodass sich sowohl der Preis für Brent als auch die Differenz zwischen WTI und Brent wieder mittelfristig normalisieren könnten.
Trotz gestiegener Rohölpreise hat der Flüssiggaspreis sich vorerst beruhigt. Bei vielerorts fast frühlingshaften Temperaturen hat sich die Nachfrage in der ersten Januarhälfte rückläufig entwickelt.
Wohl kaum jemand hat damit gerechnet, dass nach dem frühzeitigen Wintereinbruch im Dezember die Temperaturen im Januar auf bis zu über 13 Grad klettern. Infolgedessen hat die Nachfrage seit der ersten Januarwoche stark nachgelassen. Es wird nicht mehr soviel Flüssiggas zum Heizen verwendet wie im vergangenen Monat mit teilweise unter minus 20 Grad Celsius.
Der hoch spekulative Aufwärtstrend des Flüssiggaspreises konnte vorerst gestoppt werden. Flüssiggasversorger nutzen die Zeit für die Belieferung von Kunden, die bisher aufgrund des vielen Schnees nicht angefahren werden konnte. Aber nicht nur Endverbraucher sondern auch Industrie- und Handelskunden führen Ihren Flüssiggastanks in Erwartung eines erneut einsetzenden Winters neue Mengen an Flüssiggas zu. Der letzte Winter hat bis in den März hinein gedauert. Falls in den nächsten Wochen ähnliche Verhältnisse wiederkehren, könnte die Nachfrage sprunghaft ansteigen und den Flüssiggaspreis erneut steigen lassen.
Die voraussichtliche Entwicklung der Flüssiggaspreise vorherzusagen, ist momentan unmöglich. Die Argumente für eine Preisreduzierung liegen auf der Hand. Der Euro steigt, die Nachfrage sinkt. Beides Gründe für einen fallenden Flüssiggaspreis.
Dem entgegen gehalten werden ein Rohölpreis auf Rekordhöhe und wieder fallende Temperaturen mit weit verbreiteten Nachtfrösten. Dazu kommt, dass die innerdeutschen Verfügbarkeiten an Flüssiggas stark beschränkt sind. Daran wird sich in nächster Zeit wahrscheinlich nicht viel ändern. Hauptaugenmerk gilt dem jedoch dem Wetter.
Durch die signifikante Preiserhöhung von November auf Dezember markieren die Flüssiggaspreise den höchsten Stand in der Geschichte. Auch der Rohölpreis steigt, allerdings ist es noch ein weiter Weg von den aktuell 94 US-Dollar pro Barrel für die Nordseesorte Brent zu der im Sommer 2008 verzeichneten 150-Dollar-Marke.
Neu sind die seit Monaten andauernden Preiserhöhungen für Flüssiggas nicht. Dennoch war man sich über das Ausmaß der Preiserhöhungen im Dezember nicht im Klaren. So sind die Flüssiggaspreise von November auf Dezember ähnlich stark gestiegen, wie dies normalerweise erst von Dezember auf Januar zu beobachten ist. Größtenteils dafür verantwortlich gemacht wird der ebenfalls vorzeitige Wintereinbruch in Europa und USA. Temperaturen von unter minus 20 Grad Celcius lassen Nachfrage und Flüssiggaspreis synchron in die Höhe schnellen.
Dazu gesellt sich reichlich Schnee, der die Auslieferung schwer bis unmöglich macht. Der Umstand, dass Flüssiggastanks eher in ländlichen Regionen liegen, verschärft die aktuelle Situation noch weiter, da die momentan völlig überlasteten Räumungsdienste diese Gebiete erst gar nicht anfahren. Aber auch der Transport von Flüssiggas über die Autobahn oder Schiene mit Großtankwagen bzw. Kesselwagen ist nur eingeschränkt möglich.
Für die nächsten beiden Monate ist keine Reduzierung der Flüssiggaspreise in Sicht. Weiterhin gilt, den Flüssiggastank so früh wie möglich mit der voraussichtlichen Bedarfsmenge an Flüssiggas für den Winter zu füllen. Die bereits schon astronomisch hohen Flüssiggaspreise werden wahrscheinlich weiter steigen. Eine Reduzierung des Flüssiggaspreises bleibt so lange ausgeschlossenen, wie es Kälte und Schnee gibt. Damit wird uns der Winter in den kommenden Monaten nach dem Prolog für Dezember aller Voraussicht nach reichlich versorgen.
Die aktuellen Flüssiggaspreise sind so teuer wie noch nie. Selbst vor der Reduzierung des Rohölpreis von über 150 Dollar pro Barrel im Sommer 2008 waren die Preise für Flüssiggas noch nicht ganz so hoch. Mit einem Kurs von fast 93 US-Dollar pro Barrel hat auch die Rohölsorte Brent im gestrigen Handelsverlauf einen neuen Rekordwert erreicht, allerdings nur einen zweijährigen.
Die sukzessive Steigerung der Flüssiggaspreise seit September diesen Jahres mündete zum Monatswechsel von November auf Dezember in einen Preiszuschlag von bis zu acht Cent netto pro Liter Flüssiggas.
Viele Endverbraucher mit einem Flüssiggastank stecken in einem Dilemma. Wer bis jetzt noch nicht getankt hat, muss erheblich höhere Flüssiggaspreise bezahlen als noch vor ein oder zwei Monaten. Doch wer jetzt nicht bestellt, muss mit noch höheren Flüssiggaspreisen rechnen, da eine Reduzierung der Preise für Flüssiggas nicht vor Ende des Winters erwartet wird. Dazu kommen witterungsbedingt erschwerte Bedingungen für Gefahrguttransporter auf deutschen Straßen. Der reichlich gefallene und noch fallende Schnee, wird vielerorts zu Lieferproblemen und damit einer Verlängerung der Lieferfrist führen.
Trotz kurzzeitig milder Temperaturen in Deutschland deutet der Trend in die Minusgradregion. Für die nächsten Tage ist wieder Dauerfrost angesagt. Der Mix aus Schnee, Kälte und teilweise nach wie vor begrenzter Verfügbarkeiten aus Raffinerien und Terminals lässt dem Flüssiggaspreis trotz des derzeit extrem hohen Niveaus einen verschwindend geringen Spielraum nach unten. Bestenfalls müssen die Flüssiggaspreise nicht weiter angehoben werden.
Der Rohölpreis und Euro schwanken zurzeit wieder im Wechselspiel. Für den Rohöl lässt sich zurzeit ein Seitwärtstrend verzeichnen, nachdem er aufgrund der guten Wirtschaftsdaten an den Aktienmärkten gestern ein Zweijahreshoch markierte. Die daraufhin eingesetzten Gewinnmitnahmen drücken den Preis im Mittwochshandel auf 91 Dollar.
Die Steuererleichterung in den USA lässt auf ein Anziehen der dortigen Binnenkonjunktur hoffen und verleiht dem Dollar Auftrieb. Der durch die europäische Schuldenkrise ohnehin schon seit zwei Wochen angeschlagene Euro reagierte darauf mit Abschlägen und notiert nach den 1,34 Dollar am Montag heute wieder bei 1,32 Dollar.
Die Flüssiggaspreise kennen weiterhin nur eine Richtung, nach oben. Der Rohöl (Brent) zeigt sich im Schnitt unverändert in einem Range zwischen 83 und 86 US-Dollar. Aufgrund der wieder aufgeflammten Schuldenkrise Europa musste der Euro erhebliche Abschläge hinnehmen.
Der Flüssiggaspreis hat sich im November wieder stark verteuert. Mittlerweile läst sich das rasante Expansionstempo der Flüssiggaspreise nicht mehr plausibel erklären. So ist es nicht verwunderlich, dass die Nachfrage diesen Monat erneut als schwach eingestuft wird. Bei Teuerungsraten von über dreißig Prozent versuchen viele Flüssiggaskunden, die Bestellung so lange wie möglich herauszögern.
Für Dezember steht bereits fest, dass die Flüssiggaspreise erneut deutlich anziehen werden. Wer seine Flüssiggasbestellung zu lange herauszögert, wird noch mehr bezahlen müssen als jetzt und läuft zusätzlich Gefahr, bei einem sprunghaften Nachfrageanstieg vor der Weihnachtszeit nicht rechtzeitig beliefert zu werden. Eine Reduzierung der Flüssiggaspreise ist erst im Frühjahr 2011 wahrscheinlich. Nach wie vor kann man dem Endverbraucher nur empfehlen, den Flüssiggastank auf jeden Fall mit der für den Winter erforderlichen Menge an Flüssiggas befüllen zu lassen.
Aufgrund der aktuellen Diskussion um den Brennpunkt Irland & Co liefert der Wechselkurs der europäischen Gemeinschaftswährung weiteren Zündstoff für neue Preiserhöhungen. Der Wertverlust des Euros im laufenden Monat führt dazu, dass die neuen Vertragspreise für Flüssiggas sich im Dezember zusätzlich um ca. 0,75 Cent pro Liter verteuern werden.
Nachdem der Rohölpreis am 11.11.2010 auf bis zu 89,70 Dollar (Brent) gestiegen war, setzte einen Tag später eine deutliche Kurskorrektur nach unten ein. Die Flüssiggaspreise orientieren sich jedoch weiterhin nach oben.
Ein schwacher Rohölpreis und eine noch schwächere Nachfrage tragen eigentlich dazu bei, dass der Preis für Flüssiggas fällt oder zumindest nicht mehr steigt. Können sich Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank kurz vor dem Winter noch einmal auf eine leichte Reduzierung des Flüssiggaspreises freuen? – Fehlanzeige. Die Flüssiggaspreise für Endverbraucher sind seit Anfang August diesen Jahres um durchschnittlich neun Cent gestiegen. Diese für diesen Zeitraum untypische Entwicklung hängt mit der Verkettung verschiedener Umstände zusammen. So haben die Preissteigerungen für Flüssiggas im August und September größtenteils das marktwirtschaftliche Gleichgewicht zwischen knappem Angebot und gestiegener Nachfrage wiederhergestellt. Als daraufhin die innerdeutsche Nachfrage im Oktober nachließ, stellte der Streik in Frankreich die Flüssiggaspreise auf den Kopf. Das vorher an deutsche Flüssiggashändler verkaufte Flüssiggas wurde nun im großem Stil nach Frankreich und Italien exportiert. Doch wie jeder Streik ging auch der französische zu Ende. Die daraufhin einsetzende Nachfrageebbe im November wurde bisher nicht mit fallenden Flüssiggaspreisen quittiert. Das liegt einerseits an den Nachwirkungen des Streiks und andererseits an den bis vor kurzem stark bullishen Rohölpreisen. Die Preisgestaltung für Flüssiggas im restlichen November und Dezember lässt sich nicht genau vorhersagen. Klar ist jedoch, dass die Flüssiggaspreise Anfang Dezember höher sein werden als noch Anfang diesen Monats.
Ein Großteil der Flüssiggasversorger rechnet mit bullishen Flüssiggaspreisen. Grund sind deutlich niedrigere Temperaturen ab der nächsten Woche und die aus momentaner Sicht weiterhin begrenzte Angebotsmenge an Flüssiggas. Dazu kommt die Bodenbildung des Rohölpreises oberhalb von 80 Dollar. Um die Flüssiggaspreise fallen zu lassen, erfordert es entweder einen sehr starken Euro oder noch niedrigere Rohölpreise. Da aber auch der Euro aufgrund der Schuldenkrise in EU-Peripherie-Staaten uns mit Werten zwischen 1,35 und 1,37 US-Dollar nicht entgegenkommt, gilt weiterhin das Gebot, eine vor dem Winter erforderlichen Füllung des Flüssiggastanks nicht allzu lange herauszuzögern.
Die seit Monaten vonseiten deutscher Verbraucher anhaltende Nachfrageschwäche zeigt derzeit keine Auswirkungen auf den Flüssiggaspreis. Wie so oft, ist unter anderem ein Ölpreis auf Rekordniveau dafür verantwortlich.
Die Flüssiggaspreise kennen auf dem Weg in den Winter nur eine Richtung. Seit Monaten steigen die Preise für Flüssiggas immer weiter. Die Chancen für eine kurzzeitige Reduzierung des Flüssiggaspreises vor dem Winter stehen denkbar schlecht. Trotz gut gefüllter Flüssiggasläger und der anfangs erwähnten sehr verhaltenen Nachfrage ist der Trend unverändert bullish.
Nachdem Anfang des Monats die französische und italienische Nachfrage abgeklungen sind, treiben neue Faktoren den Flüssiggaspreis in die Höhe. Das mittlerweile erreichte Niveau des Flüssiggaspreises ist fast das höchste seit Anfang des Jahres. Dabei hat der Winter noch nicht einmal begonnen. Zurzeit wird der größte Teil Deutschlands noch mit Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes verwöhnt. Die Wetterdienste sagen für die nächste und darauffolgende Woche deutlich niedrigere Temperaturen voraus. Der dann hypothetisch einsetzende Bedarf an Flüssiggas würde den Flüssiggaspreis weiter pushen.
Endverbraucher, die ihren Flüssiggastank noch nicht für den Winter gefüllt haben, sollten dies jetzt tun. Kurzfristig fallende Flüssiggaspreise sind sehr unwahrscheinlich. Falls es trotz einer länger andauernden Kälteperiode jedoch nicht zu dem besagten Nachfrageschub kommt, haben die Flüssiggaspreise bis auf den Rohölpreis und den Wechselkurs keine Triebfeder nach oben. Im Moment reichen diese Indikationen allerdings aus, um dem Flüssiggaspreis Auftrieb zu verschaffen.
Die weitere Entwicklung von Rohölpreis und Dollarwert ist unsicher. Bis vor kurzem ließ sich die täglich zu beobachtende Teuerung des WTI und Brents nicht mit Fundamentaldaten belegen. Am Dienstagabend überzeugten die signifikant gefallenen Bestandsdaten der API (American Petroleum Institute) dann den letzten Skeptiker. Nach Bestätigung der Abbauten durch das staatliche DOE (Department of Energy) gab es einen weiteren Kaufschub an der Rohöl-Börse. Ob dieser nach Erreichen der 90-Dollar-Marke anhält und die Latte gen 100 Dollar angehoben wird, ist zweifelhaft.
Der Euro hat trotz des 600-Milliarden-Dollar-Staatsanleihenpakets der Federal Reserve an Wert verloren und notiert am Donnerstag teilweise schon knapp unterhalb von 1,37 Dollar. Auslöser sind immer wieder aufflammende Diskussionen über Haushaltprobleme vieler kleiner EU-Staaten. Portugal und Irland hatten diese Woche Rekordzinsen in Höhe von 7,1 und 8,8 Prozent für zehnjährige Staatsanleihen bieten müssen.
Zum Verdruss der Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank steigt der Flüssiggaspreis wieder. Ein Ende ist nach wie vor nicht in Sicht. Aufgrund des Streiks in Frankreich werden seit kurzem sehr viele französische und norditalienische Tankwagen in innerdeutschen und westeuropäischen Raffinerien abgefertigt. Die geladenen Mengen in Antwerpen, einer der wichtigsten Versorgungsstandorte für Deutschland, sind an einigen Tagen dreimal höher als der Normalbedarf. So ist es keine große Überraschung, dass die Flüssiggaspreise an die erhöhte Nachfrage angepasst werden müssen.
Teilweise wurden die Flüssiggaspreis schon im Laufe des Monats Oktober erhöht. Wer den Preis für Flüssiggas noch nicht erhöht hat, wird dies spätestens nächsten Monat tun müssen.
Der von vielen prophezeite Jahrhundertwinter hat noch keine Auswirkungen auf den Flüssiggaspreis. Obwohl es für diese Jahreszeit unverhältnismäßig kalt ist, kann niemand mit Bestimmtheit sagen, ob der Winter tatsächlich extremer ausfällt als sonst. Falls sich die Vorhersage jedoch bewahrheiten sollte, wird der Flüssiggaspreis stark steigen. Aber auch ohne Berücksichtigung der voraussichtlichen Wetterentwicklung kann man bereits jetzt sagen, dass die Flüssiggaspreise in einigen Monaten höher sein werden als zum jetzigen Zeitpunkt. Endverbraucher sind in jedem Fall gut beraten, ihren Flüssiggastank jetzt füllen zu lassen.
Die neuen Monatspreise für Flüssiggas bewegen sich diese Woche weder nach unten noch nach oben. Hierbei spielen ein starker Rohöl und der noch stärkere Dollar-Euro-Wechselkurs eine wichtige Rolle.
Die neuen Flüssiggaspreise für den Monat Oktober haben wie erwartet die Widerstände nach oben überwunden. Mit Preissteigerungen von drei bis vier Cent verglichen mit dem Flüssiggaspreis von Anfang September wurde die seit mehreren Monaten starke Nachfrage nach Flüssiggas leicht gedämpft. Die Kunden reagieren auf die Preisaufschläge für Flüssiggas mit Kaufzurückhaltung in der Hoffnung, dass die Flüssiggaspreise vor dem Winter noch einmal fallen. Tatsächlich sieht es jedoch nicht danach aus.
Die meisten Raffinerien rechnen im Laufe des Monats mit einer schlechteren Verfügbarkeit als jetzt am Monatsanfang. Aufgrund der aktuellen Wetterlage laufen zumindest nachts in den meisten Haushalten die Heizungen. Dazu kommt, dass ein Großteil der Endverbraucher ihre Flüssiggastanks vor dem Winter noch einmal auffüllen müssen. Auch einige Läger konnten in den vergangenen Monaten aufgrund der schwachen Verfügbarkeit nicht aufgefüllt werden und holen dies vor dem Winter nach. Langfristig deuten alle Indikatoren auf einen bullishen (steigenden) Markt hin.
Der aktuell unveränderte Flüssiggaspreis lässt sich auf den Nachfrageknick und die sich stark zeigende europäische Gemeinschaftswährung zurückführen, wobei letzteres am wichtigsten ist. In Zeiten eines schwachen Dollars, kaufen Anleger aus Staaten mit anderer Währung den aus Ihrer Sicht günstigen Rohöl und lassen diesen wiederum steigen. So halten ein schwacher Dollar und starker Rohöl die Waage. Wie lang das noch so geht, bleibt abzuwarten. Die Überwindung der 1,40-Marke stellte im heutigen Tagesverlauf kein Problem dar, Experten raten jedoch davon ab, sich mit zu vielen Dollar-Short-Positionen einzudecken, da schon einige wenige gute Wirtschaftsdaten aus den USA oder beruhigende Verlautbarungen der amerikanischen Notenbank Fed den Euro abstürzen lassen können. Auch hier gilt, je weiter der Euro steigt, desto heftiger wird die Abwertung ausfallen.
Vor allem Endverbraucher, die nicht gerne pokern, sollten nicht allzu lange auf steigende Euronotierungen setzen und Ihren Flüssiggastank voll machen, solange die Preise (noch) nicht steigen.
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