Die Flüssiggaspreise bewegen sich weiterhin auf einem absteigenden Ast. Der Preis für Rohöl tendiert seit dem frühen Dienstagnachmittaghandel ebenfalls mit Abschlägen gegenüber den recht hohen Niveau am Montag.
Angesichts der milden Wetterlage sind die fallenden Flüssiggaspreise praktisch selbsterklärend. Mit Höchstwerten von bis zu 14 Grad im Flachland gibt es keine kältebedingte Produktknappheit mehr. Sei Beginn der letzten Woche wurde der Preis für Flüssiggas signifikant reduziert. Das aktuelle Preisgeschehen kann man als Anpassung des Winterpreises an den normalen Preis für Flüssiggas bezeichnen. Wahrscheinlich werden die Flüssiggaspreise noch ein bis zwei Wochen weiter fallen und sich dann bis zum Herbst am Rohölpreis orientieren. Genau richtig für viele der Endverbraucher, die aufgrund des strengen Winters kein Flüssiggas mehr haben und jetzt ihren leeren Flüssiggastank mit Flüssiggas füllen lassen. Man sollte jedoch nicht auf fallende Preise spekulieren. Erfahrungsgemäß sind die Flüssiggaspreise zum Frühlingsanfang meist niedriger als im Sommer, da der Rohölpreis in den Sommermonaten statistisch gesehen in den letzten zehn Jahren fast immer gestiegen ist (mit Außnahme des Krisenjahres 2009) und somit auch die Preise für Flüssiggas trotz schwacher Nachfrage parallel angezogen sind.
Der Preis für den amerikanischen Rohöl bewegt sich seit gestern im Minus. Grund dafür sind laut den Analysten die nach wie vor schwachen Fundamentaldaten. In den letzten Wochen wurde der Ölpreis von sog. weichen Faktoren gestützt. Dazu zählen unter anderem der Raffinerie-Streik in Frankreich, der sich zuspitzende Streit um das iranische Atomprogramm und ein wieder schwächerer US-Dollar. Ein Ausschlag noch oben wird daher als unwahrscheinlich eingestuft.
Nach monatelangen Preiserhöhungen ist der Preis für Flüssiggas wieder auf dem Weg nach unten. Die Spekulation mit dem Winter und dem knappen Angebot scheint verpufft zu sein. Nicht so jedoch beim Rohöl. Nachdem er mehrere Tage lang rote Zahlen geschrieben hatte, kletterte er im Dienstaghandel zeitweise um über vier Prozentpunkte.
Die Preis für das Flüssiggas Propan scheint sich beruhigt zu haben. Nachdem aufgrund erhöhter Nachfrage und einem verknappten Angebot die Preise Woche für Woche angezogen worden waren, kippte die Stimmung am vergangenen Freitag. Die Tage des ungewöhnlich bitterkalten und schneereichen Winters sind laut den Meteorologen gezählt. Der noch liegende Schnee wird vor allem in Südwest- und Westdeutschland deutlich zusammensacken oder gar ganz abschmelzen. Nachts gibt es vielfach nur noch leichten bis mäßigen Frost. Richtiges Frühlingswetter wird es jedoch trotz milderer Abschnitte mit teilweise mit bis zu zehn Grad Plus am Oberrhein nirgends geben.
Das diesen Winter unverhältnismäßig hohe Niveau des Flüssiggaspreises wird wahrscheinlich auch in den nächsten Wochen nachgeben müssen. Es ist damit zu rechnen, dass die Preise für Flüssiggas in den nächsten Wochen nicht mehr steigen werden. Für den Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank werden die ersten Preisnachlässe größtenteils ab kommender Woche bzw. ab Anfang März spürbar werden.
Der Rohölpreis verzeichnete am Dienstag nach einer mehrtägigen Flaute ein Plus von über drei US-Dollar. Gestärkt wurde er durch freundliche Aktienmärkte in Japan und Europa und einen wieder stärkeren Euro. Dieser hatte durch die ernorme Überschuldung Griechenlands einiges an Wert verloren. Es besteht allerdings Rückschlagspotenzial. Zu hoch sind die kommerziellen Lagerbestände an Rohöl bzw. Ölprodukten und zu schwach ist die Nachfrage in den westlichen Raffinerien.
Flüssiggas wird nach wie vor teurer, wenn auch nicht viel. Der Rohöl leidet derweil stark unter schwachen Aktienmärkten und steigenden Dollarkursen.
Die Rohölreserven sind nach wie vor hoch, Nigeria fördert wieder mehr Rohöl und der Euro notiert wieder unter der psychologisch wichtigen 1,50-Dollar-Marke. Alles Indikatoren für eine Kursentwicklung auf deutlich niedrigerem Niveau als noch im letzten Monat. Zusätzlich drückt die verhaltene Nachfrage die internationalen Rohölpreise nach unten. Eine Erholung ist nicht in Sicht. Vielmehr erwarten Experten trotz positiver Wirtschaftsmeldungen schrittweise Anpassungen an die Fundamentaldaten. Tiefstände von zeitweise unter 70-Dollar der US-Sorte West Texas Intermediate sind durchaus nicht unrealistisch. Die seit Wochen aufrecht erhaltene Spekulationsblase scheint allmählich aufzuweichen. Was den Abwärtstrend ausgelöst hat, ist nicht ganz klar. Es bleibt abzuwarten, ob vielleicht Notenbankchef Ben Bernake mit seiner für heute anberaumten Rede vor dem Washingtoner Wirtschaftsclub neue Impulse liefert.
Flüssiggas befindet sich anders als Rohöl auf einem gradlinig bis aufsteigendem Ast. Dass der Rohöl sich nach unten bewegt, wird schlichtweg ignoriert. Bei einer Wetterprognose, die den lange zurückgehaltenen Winter ankündigt, ist das kein Wunder. Noch sind die Läger gut gefüllt. Sollte es jedoch zu einer längeren Kälteperiode kommen, könnte Flüssiggas in den innerdeutschen Raffinerien knapp werden. Die dadurch entstehende Versorgungslücke müsste vor allem im Westen durch einen vermehrten Import von Ware aus den Flüssiggasterminals in Belgien und den Niederlanden gedeckt werden. Zurzeit bestimmt größtenteils der Wetterfrosch, in welche Richtung die Preise sich bewegen. Der Endverbraucher kann seine Flüssiggastank weiterhin ohne Hoffnung auf fallende Preise mit Flüssiggas füllen. Es gilt, rechtzeitig vor den Festtagen für eine warme Stube zu sorgen.
Der Flüssiggaspreis kennt weiterhin nur eine Richtung, nämlich die nach oben. Daran ändern auch die schwachen Rohölnotierungen und der mildeste November seit Jahren nichts.
Der seit Monaten anhaltende Aufwärtstrend hat den Rohöl stark gemacht. Doch zum Ende der Woche wurde wieder einmal deutlich, wie viel von der Kauflaune der Großspekulanten abhängt. Und diese sieht im Moment nicht besonders rosig aus. Zum Freitag hatte der internationale Rohöl WTI erhebliche Einbußen hinnehmen müssen und war unter die 78-Dollar Marke gefallen. Als Gründe nannte man schwache Aktienmärkte und einen wieder festeren Dollarkurs. Zum Wochenbeginn hielt sich die Stimmung in Grenzen. Ein leichtes Auf und Ab kennzeichneten den Markt und mündeten in einem minimalen Minus von 0,24 US-Dollar. Die Entwicklung in der restlichen Woche bleibt abzuwarten. Unbestreitbar sind die hohen Lagerreserven und eine niedrige Nachfrage. Schwung in den Markt bringen kann höchstwahrscheinlich nur die Veröffentlichung des geschätzten BIP’s in den USA. Diese steht für den heutigen Nachmittag an. Was uns die Handelswoche außer dem Veröffentlichungen neuer Wirtschaftsdaten und dem Säbelrasseln aus dem Iran bringen wird, bleibt weiterhin ungewiss. Laut den Experten wird der Rohölpreis sich der nächsten Zeit in dem relativ überschaubaren Spielraum von 77 bis 80 US-Dollar bewegen.
Auf das Flüssiggas hat der leicht gefallene Rohölpreis jedoch keine Auswirkungen. Händler verzeichnen auch am heutigen Tag wieder Zuwächse. Faktisch ist es Winter. Die Temperaturen sprechen eine andere Sprache und treiben somit die Nachfrage auf besorgniserregende Tiefststände, verändern aber nicht die Preiskulisse.
Flüssiggas wird diese Woche höchstwahrscheinlich auf dem zum Monatsbeginn erreichten Niveau bleiben. Die auf dem Papier gestiegenen Flüssiggaspreise der Handelsware aus dem sog. ARA-Raum (Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) beeinflussen diesen Monat noch nicht den Preis. Zu hoch sind die innerdeutschen Lagerreserven an Flüssiggas, die zu den Preisen von Monatsanfang verkauft werden. Spätestens im neuen Monat werden sich die Flüssiggashändler nach den neuen Preisen orientieren müssen. Aus heutiger Sicht bedeutet dies für den Endverbraucher umgerechnet eine Preiserhöhung von 2 Cent pro Liter. Endverbraucher mit eigenen Flüssiggastanks sollten also trotz milder Wetterlage weiterhin auf Auffüllen setzen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.
Flüssiggas bzw. Autogas als Alternative zum herkömmlichen Benzin hat in den letzten Jahren eine Rekordentwicklung hingelegt. Sagenhafte 5 400 Flüssiggastankstellen gibt es allein in Deutschland. Und es werden mehr. Autogas ist der Renner schlechthin.
Im Vergleich dazu hat Erdgas kaum Chancen, an die Erfolgsgeschichte von Flüssiggas anzuknüpfen. Gerade einmal 850 Zapfsäulen für Erdgas sollen den Bedarf deutschlandweit abdecken. Dass sich Flüssiggas als Alternativantrieb in Zukunft auch weiterhin bewähren wird, haben mittlerweile auch viele Automobilbauer erkannt. Wo man früher noch nach dem Kauf des Autos eine Flüssiggasanlage nachrüsten musste, bekommt man heute für das gleiche Geld direkt ab Werk einen Wagen mit eingebautem Flüssiggastank geliefert. Und das mit allen üblichen Garantien. Vorreiter in diesem relativ neuen Marktsegment sind Ford, Opel, Kia, Skoda, Dacia, Chevrolet und VW. Doch die deutschen Premiumhersteller sind inzwischen auch am Ball. In den Werken von Mercedes, Audi und BWM wird bereits fleißig an mit Flüssiggas betriebenen Modellen getüftelt. Autofahren mit Flüssiggas wird also immer attraktiver.
Rein technisch gesehen werden die neuartigen Fahrzeuge bivalent betrieben. Dass heißt, dass man sowohl mit Benzin als auch mit Autogas fahren kann. Es ist jederzeit möglich, bequem per Knopfdruck auf eine andere Antriebsart umschalten. Leistungsunterschiede gibt es nicht. Das Aussehen ändert sich bis auf den Schriftzug am Heck und den zusätzlichen Kontrollleuchten im Cockpit nicht. Durch den im Kofferraum eingebauten Flüssiggastank verlängert sich die Reichweite auf über 1 100 km. Dass man dafür auf das Reserverad verzichten muss, kann man angesichts der niedrigen Preise für Flüssiggas verschmerzen. Weniger als die Hälfte bezahlt man für Flüssiggas an deutschen Tankstellen. Im Flüssiggasmodus verbraucht das Auto zwar ca. 20 % mehr Brennstoff, allerdings amortisiert sich besonders bei Vielfahrern die Investition schon nach kurzer Zeit. Der Antrieb mit Flüssiggas schont Portemonnaie und Umwelt, ohne den Fahrspaß zu beeinträchtigen.
(Links zur Volkswagen AG)
Die internationalen Rohölpreise haben sich nach den kräftigen Kurskorrekturen in der vergangenen Woche wieder erholt und starten mit einem achtbaren Plus in die neue Woche. Die Flüssiggaspreise steigen indes weiterhin an.
Zum Wochenausklang hatten die Ölpreise im Tagesverlauf um über drei Dollar nachgegeben und hatten mit 77 US-Dollar (WTI) geschlossen. Grund hierfür waren vor allem schwache Aktienmärkte und ein wieder festerer Dollar. Zudem wird im Rohölgeschäft zurzeit mit einer kräftigen Portion Spekulation gehandelt. Damit sind zum Teil auch die gestern verzeichneten Kursanstiege zu erklären. Robuste Konjunkturdaten aus China unterstützen laut den Experten diesen Trend. Die derzeitige Entwicklung ist jedoch größtenteils auf die Machenschaften kurzfristig veranlagter Marktteilnehmer zu zurückzuführen. Viele Beobachter sehen eher Potential für Kurskorrekturen nach unten. Ausschlaggebend ist nach vor die schwache Nachfrage außerhalb Chinas auf der einen Seite und das stetig steigende Angebot auf der anderen Seite.
Die Flüssiggaspreise bleiben traditionell im Winterhalbjahr von den internationalen Entwicklungen nahezu unberührt. Auch wenn der verfrühte Wintereinbruch vom Oktober sich wieder zurückgezogen hat, wird nach wie vor mit mehr Nachfrage als Angebot gerechnet. Zudem stehen vor allem in inländischen Raffinerien aufgrund von Produktionskürzungen und –ausfällen nur begrenzte Mengen an Flüssiggas zur Verfügung. Als Begründung werden die geringen Raffineriemargen genannt.
Die Zeichen für Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank stehen also noch wie vor auf kaufen. Wer kann, sollte seinen Flüssiggastank auffüllen, bevor die Preise weiter steigen.
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