Die seit Ende letzter Woche steigenden Rohölpreise starten auch diese Woche mit einem leichten Plus in den Handel. Besonders viel Spielraum nach oben gibt es jedoch nicht. Am Flüssiggasmarkt zeigen sich diesbezüglich noch keine Auswirkungen.
Seit Mai diesen Jahres bewegt sich Rohöl der Marke WTI in einem Intervall zwischen 60 und 75 Dollar. Mit aktuell über 73 Dollar wird die Luft aus charttechnischer Sicht aber zunehmend dünner. Impulse, die den Ölpreis darüber hinaus tragen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Vor allem die Aussicht auf einen milden Winter sowie die schwache physische Nachfrage in der US-Wirtschaft drücken die Stimmung der Investoren. Dies zeigen besonders die rekordhohen Lagerreserven bei Destillaten wie Heizöl und Diesel eindrucksvoll. Laut der US-Energiebehörde EIA wurden solche Höchstbestände zuletzt im Januar 1983 verzeichnet. Ohne einen kalten Winter dürfte es schwer werden, dieses Überangebot spürbar abzubauen.
Fallende Flüssiggaspreise sind folglich trotz eines starken Euros nicht zu erwarten. Außerdem heben tiefere Außentemperaturen vornehmlich in der Nacht den Gasverbrauch auf ein höheres Niveau an als in den letzten Monaten. Schlussendlich sollte man von daher trotz des Risikos eines Abrutsches des Rohölpreises nicht unnötig lange mit der Flüssiggasbestellung warten.
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