Flüssiggas News

Flüssiggaspreise verzeichnen zum neuen Monat leicht steigende Tendenzen

Freitag, 25. Juni 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas scheinen sich auch im nächsten Monat vorerst nicht nach unten bewegen zu wollen. Die Rohölpreise pendeln währenddessen bei 76 US-Dollar.

Flüssiggas wird trotz WM und Sommerwetter nicht günstiger. Die für nächste Woche zur Veröffentlichung anstehenden neuen Monatspreise deuten auf einen erneuten Anstieg des Flüssiggaspreises hin. An erster Stelle kann als Grund die derzeit besorgniserregend schwache Versorgungssituation der deutschen Raffinerien angeführt werden. Bereits seit Mitte des Monats haben sich eventuelle Probleme aufgrund des Ausfalls der Petroplus-Raffinerie abgezeichnet. Die Hoffnung auf eine baldige Entspannung der Lage hat sich leider nicht erfüllt. Der Ausfall wird nun noch länger als geplant dauern. Gleichzeitig verschärft sich die Situation in den anderen deutschen Raffinerien nach einen einwöchigen Erholungspause erneut. Zum Glück ist aufgrund des Sommers der Umsatz sehr schwach, andernfalls könnte es schwierig werden, jeden Flüssiggaskunden zeitnah zu beliefern.

Ein weiteres Hindernis für den Flüssiggaspreis auf seinem Weg nach unten stellt der Wechselkurs dar. Der Eurokurs hat diesen Monat trotz leichter Erholung im Vergleich zum letzten Monat durchschnittlich schlechter abgeschnitten und erhöht somit die Preise für das deutsche Importgeschäft.

Zu guter letzt kommt der Rohöl. Dieser hat sich in den vergangenen Handelstagen über 76 US-Dollar gehalten. Keiner weiß, warum er nach wie vor so hoch ist, da doch die weltweite Nachfrage nach wie vor schwach ist. Die Spekulanten scheinen sich auf die Aktienmärkte und den Dollar zu konzentrieren. Die Sorge um die europäische (Griechenland)Krise und nicht allzu erhebende Konjunkturdaten ließen den Rohölpreis auch diese Woche nicht die 80 Dollar-Marke überschreiten.

Flüssiggas weiterhin stark, auch ohne Rohölpreisbasis

Mittwoch, 25. November 2009 von Roman G. Kieslinger

Der Flüssiggaspreis kennt weiterhin nur eine Richtung, nämlich die nach oben. Daran ändern auch die schwachen Rohölnotierungen und der mildeste November seit Jahren nichts.

Der seit Monaten anhaltende Aufwärtstrend hat den Rohöl stark gemacht. Doch zum Ende der Woche wurde wieder einmal deutlich, wie viel von der Kauflaune der Großspekulanten abhängt. Und diese sieht im Moment nicht besonders rosig aus. Zum Freitag hatte der internationale Rohöl WTI erhebliche Einbußen hinnehmen müssen und war unter die 78-Dollar Marke gefallen. Als Gründe nannte man schwache Aktienmärkte und einen wieder festeren Dollarkurs. Zum Wochenbeginn hielt sich die Stimmung in Grenzen. Ein leichtes Auf und Ab kennzeichneten den Markt und mündeten in einem minimalen Minus von 0,24 US-Dollar. Die Entwicklung in der restlichen Woche bleibt abzuwarten. Unbestreitbar sind die hohen Lagerreserven und eine niedrige Nachfrage. Schwung in den Markt bringen kann höchstwahrscheinlich nur die Veröffentlichung des geschätzten BIP’s in den USA. Diese steht für den heutigen Nachmittag an. Was uns die Handelswoche außer dem Veröffentlichungen neuer Wirtschaftsdaten und dem Säbelrasseln aus dem Iran bringen wird, bleibt weiterhin ungewiss. Laut den Experten wird der Rohölpreis sich der nächsten Zeit in dem relativ überschaubaren Spielraum von 77 bis 80 US-Dollar bewegen.

Auf das Flüssiggas hat der leicht gefallene Rohölpreis jedoch keine Auswirkungen. Händler verzeichnen auch am heutigen Tag wieder Zuwächse. Faktisch ist es Winter. Die Temperaturen sprechen eine andere Sprache und treiben somit die Nachfrage auf besorgniserregende Tiefststände, verändern aber nicht die Preiskulisse.

Flüssiggas wird diese Woche höchstwahrscheinlich auf dem zum Monatsbeginn erreichten Niveau bleiben. Die auf dem Papier gestiegenen Flüssiggaspreise der Handelsware aus dem sog. ARA-Raum (Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) beeinflussen diesen Monat noch nicht den Preis. Zu hoch sind die innerdeutschen Lagerreserven an Flüssiggas, die zu den Preisen von Monatsanfang verkauft werden. Spätestens im neuen Monat werden sich die Flüssiggashändler nach den neuen Preisen orientieren müssen. Aus heutiger Sicht bedeutet dies für den Endverbraucher umgerechnet eine Preiserhöhung von 2 Cent pro Liter. Endverbraucher mit eigenen Flüssiggastanks sollten also trotz milder Wetterlage weiterhin auf Auffüllen setzen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

Öl- und Flüssiggaspreise trotz schwacher Nachfrage auf Steigflug

Dienstag, 03. November 2009 von Roman G. Kieslinger

Die internationalen Rohölpreise haben sich nach den kräftigen Kurskorrekturen in der vergangenen Woche wieder erholt und starten mit einem achtbaren Plus in die neue Woche. Die Flüssiggaspreise steigen indes weiterhin an.

Zum Wochenausklang hatten die Ölpreise im Tagesverlauf um über drei Dollar nachgegeben und hatten mit 77 US-Dollar (WTI) geschlossen. Grund hierfür waren vor allem schwache Aktienmärkte und ein wieder festerer Dollar. Zudem wird im Rohölgeschäft zurzeit mit einer kräftigen Portion Spekulation gehandelt. Damit sind zum Teil auch die gestern verzeichneten Kursanstiege zu erklären. Robuste Konjunkturdaten aus China unterstützen laut den Experten diesen Trend. Die derzeitige Entwicklung ist jedoch größtenteils auf die Machenschaften kurzfristig veranlagter Marktteilnehmer zu zurückzuführen. Viele Beobachter sehen eher Potential für Kurskorrekturen nach unten. Ausschlaggebend ist nach vor die schwache Nachfrage außerhalb Chinas auf der einen Seite und das stetig steigende Angebot auf der anderen Seite.
Die Flüssiggaspreise bleiben traditionell im Winterhalbjahr von den internationalen Entwicklungen nahezu unberührt. Auch wenn der verfrühte Wintereinbruch vom Oktober sich wieder zurückgezogen hat, wird nach wie vor mit mehr Nachfrage als Angebot gerechnet. Zudem stehen vor allem in inländischen Raffinerien aufgrund von Produktionskürzungen und –ausfällen nur begrenzte Mengen an Flüssiggas zur Verfügung. Als Begründung werden die geringen Raffineriemargen genannt.

Die Zeichen für Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank stehen also noch wie vor auf kaufen. Wer kann, sollte seinen Flüssiggastank auffüllen, bevor die Preise weiter steigen.

Ölpreis stabil – Flüssiggaspreise gleichbleibend

Montag, 26. Oktober 2009 von Roman G. Kieslinger

Die Ölpreise sind am Montag nach Gewinnmitnahmen etwas gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember fiel auf 80,34 US-Dollar. Die Flüssiggaspreise sind trotz der schwachen Nachfrage aufgrund von momentanen Versorgungsengpässen jedoch leicht gestiegen.
Ein weiteres Steigen des Rohölpreises ist jedoch nicht in Sicht. Die allgemeine Versorgungslage ist während der letzten Monate unverändert ausgezeichnet geblieben. Die Vorräte der Industrieländer waren seit zwanzig Jahren nie mehr so gut. Die Förderreserven der OPEC ist bei beträchtlichen 5 Mio. Barrel pro Tag – die zwecks Ölpreis-Stützung nicht angetastet werden. Dafür ist die Nachfrage schwach wie seit Jahren nicht mehr. Und sie wird sich von diesem Zustand vorläufig auch nicht erholen – dafür ist die Situation der realen Wirtschaft zu ungemütlich.
Schon zum Ende der letzten Woche hatte der Rohöl seinen spektakulären Höhenflug nicht weiter fortgesetzt. Anleger würden Gewinne am Ölmarkt mitnehmen, sagten Händler. Zudem habe angesichts von schwachen Unternehmensdaten aus den USA die Sorge über die Stärke der wirtschaftlichen Erholung zugenommen. Eine schwächere konjunkturelle Erholung würde auch die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.
Händler begründen die allerdings weiterhin anhaltend feste Tendenz am Ölmarkt mit starken Unternehmenszahlen in den USA.
Die Flüssiggaspreise zeigen sich von alledem relativ unbeeindruckt. Grund hierfür ist die schlechte Produktverfügbarkeit in den innerdeutschen Raffinerien. Falls es jedoch weiterhin so warm bleibt, könnten die Preise vielleicht etwas nachgeben. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Anstieg als Reaktion von erneuten Kälteschüben.

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