Flüssiggas News

Stabile Flüssiggaspreise dank schwachem Rohöl und starkem Euro

Freitag, 16. Juli 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas bewegen sich im Glutofen Deutschland weder nach unten noch sind Tendenzen nach oben zu erkennen. Der Rohölpreis trägt seinen Teil dazu bei, da dieser ohne eindeutige Tendenzen nach oben und unten ausschlägt.
Bei nach wie vor 36 Grad Außentemperatur ist die Nachfrage für Propan denkbar schwach. Doch wie so oft ist der Faktor Nachfrage nicht ausschlaggebend für den Preis. Allenfalls trägt er dazu bei, dass die Flüssiggaspreise nicht nach oben korrigiert werden. Innerdeutsche und westeuropäische Raffinerien verzeichnen nach wie vor trotz eines durchweg schwachen Monats keine Überproduktionen. Der Preis ist stabil.

Branchenkenner erwarten in Westdeutschland für die nächsten beiden Wochen eine minimale Preisreduzierung, bedingt durch einen starken Euro, der aufgrund schwacher Prognosen für die US-Wirtschaft und ein gestiegenes Vertrauen in die europäische Gemeinschaftswährung diese Woche teilweise über 1,30 US-Dollar notierte. So positives Ergebnis gab es seit über zwei Monaten nicht mehr. Diese Kurswerte lassen die Preise für ausländische Ware purzeln und wirken sich auf den Flüssiggaspreis aus.

Der Rohölpreis leidet unter einem schwachen Weltwirtschaftswachstum und negativen Konjunkturdaten. Er kann jedoch gleichzeitig von den wieder erstarkten Aktienmärkten profitieren. So schwankte er diese Woche um bis zu drei Dollar und wird voraussichtlich mit einem leichten Plus schließen.

Flüssiggaspreise verzeichnen zum neuen Monat leicht steigende Tendenzen

Freitag, 25. Juni 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas scheinen sich auch im nächsten Monat vorerst nicht nach unten bewegen zu wollen. Die Rohölpreise pendeln währenddessen bei 76 US-Dollar.

Flüssiggas wird trotz WM und Sommerwetter nicht günstiger. Die für nächste Woche zur Veröffentlichung anstehenden neuen Monatspreise deuten auf einen erneuten Anstieg des Flüssiggaspreises hin. An erster Stelle kann als Grund die derzeit besorgniserregend schwache Versorgungssituation der deutschen Raffinerien angeführt werden. Bereits seit Mitte des Monats haben sich eventuelle Probleme aufgrund des Ausfalls der Petroplus-Raffinerie abgezeichnet. Die Hoffnung auf eine baldige Entspannung der Lage hat sich leider nicht erfüllt. Der Ausfall wird nun noch länger als geplant dauern. Gleichzeitig verschärft sich die Situation in den anderen deutschen Raffinerien nach einen einwöchigen Erholungspause erneut. Zum Glück ist aufgrund des Sommers der Umsatz sehr schwach, andernfalls könnte es schwierig werden, jeden Flüssiggaskunden zeitnah zu beliefern.

Ein weiteres Hindernis für den Flüssiggaspreis auf seinem Weg nach unten stellt der Wechselkurs dar. Der Eurokurs hat diesen Monat trotz leichter Erholung im Vergleich zum letzten Monat durchschnittlich schlechter abgeschnitten und erhöht somit die Preise für das deutsche Importgeschäft.

Zu guter letzt kommt der Rohöl. Dieser hat sich in den vergangenen Handelstagen über 76 US-Dollar gehalten. Keiner weiß, warum er nach wie vor so hoch ist, da doch die weltweite Nachfrage nach wie vor schwach ist. Die Spekulanten scheinen sich auf die Aktienmärkte und den Dollar zu konzentrieren. Die Sorge um die europäische (Griechenland)Krise und nicht allzu erhebende Konjunkturdaten ließen den Rohölpreis auch diese Woche nicht die 80 Dollar-Marke überschreiten.

Rohölpreis, Euro-Kurs und Flüssiggas verzeichnen deutliche Zuwächse

Dienstag, 15. Juni 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise steigen wieder und das in einer Zeit, in der man sich darüber eigentlich gar keine Gedanken macht. Mitunter ein Grund ist der gestiegene Rohölpreis, der auch am Dienstag ein sattes Plus verzeichnet.

Steigende Flüssiggaspreise im Sommer? Eigentlich unlogisch, dennoch ist das der aktuell zu verzeichnende Trend. Die Auf- und Abwärtsbewegen der Preise für Flüssiggas werden nicht allein von der Nachfrage bestimmt, die im Moment praktisch gegen null tendiert. Vielmehr handelt es sich bei der Preisbildung um ein komplexes Zusammenspiel vieler einzelner Faktoren. Zum ersten ist dort der Rohölpreis, der trotz fehlender positiver Fundamentaldaten zurzeit nur eine Richtung kennt. Der Blick richtet sich hierbei auf wichtige Verlautbarungen wie z. B. die aktuell anstehende europäische Handelsbilanz sowie das monatlich veröffentlichte ZEW-Konjunkturbarometer (eine Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten, erstellt von mehreren hundert Wissenschaftlern).

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Wechselkurs. Zurzeit hat der Euro gegenüber dem Dollar wieder die Nase vorn. Er notiert verglichen zum Vorjahreswert von 1,48 US-Dollar mit ca. 1,23 US-Dollar zwar niedrig, scheint sich aber zum Glück von der europäischen Schuldenkrise erholt zu haben. Die Herabstufung Griechenlands durch eine weitere Ratingagentur ließ den Euro kalt.

Als letzter wichtiger Faktor spielt die Versorgungssituation eine erheblich Rolle. Falls die deutschen Raffinerien wenig oder kein Flüssiggas produzieren, bleiben die Preise trotz schwacher Nachfrage stabil oder steigen sogar. Nicht vorhersehbare Ausfälle oder Produktionsschwierigkeiten verschärfen diesen Effekt noch weiter. Ein solches Szenario spielt sich zurzeit im Süden Deutschlands ab. Zwei der größten Raffinerieverbunde produzieren zurzeit sehr wenig bis gar kein Gas. Falls die Situation nicht besser wird, können Endverbraucher sich auf einen steigenden Flüssiggaspreis einstellen.

Betrachtet man die Gesamtsituation, scheint es trotz schon fast sommerlicher Temperaturen ratsam, nicht viel länger mit der Befüllung seines Flüssiggastanks zu warten. Andernfalls läuft man Gefahr, noch höhere Preise zu bezahlen.

Flüssiggaspreise für März steigend – gestützt von hohen Rohölpreisen

Dienstag, 23. März 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise für Ende März werden wohl auch weiterhin hoch bleiben. Ebenso verhält es sich mit dem Rohölpreis WTI, der am Dienstagnachmittag bei 81,50 US-Dollar notierte.

Die aktuelle Situation hat sich hinsichtlich der Versorgung nicht verbessert. Vielmehr haben sich weitere Lücken aufgetan. Die beiden Importe der letzten Woche wurden als Lösung für die Knappheit des kostbaren Flüssiggases interpretiert. Kurz bevor das zweite Schiff eintraf wurde wieder emsig verkauft. Schlussendlich entpuppten sich die Flüssiggaslieferungen jedoch nur als kleiner Wermutstropfen auf den heißen Stein. Nach wie vor hinken die Raffinerien und Läger der ohnehin schwachen Nachfrage hinterher und kürzen tagtäglich die verfügbaren Mengen an Flüssiggas.

Was für ein Glück, dass der Winter sich zurückzieht und das Feld einem verspäteten Frühling mit seinen milden Temperaturen und sonnigem Wetter überlässt. Andernfalls wäre die akuten Probleme nahezu unlösbar. Preislich gleichen sich das knappe Angebot und die schwache Nachfrage aus, sodass wir bis Ende diesen Monats wahrscheinlich mit gleichbleibend hohen Preisen rechnen können. Wie sich die Preise im April entwickeln bleibt noch ungewiss.

Falls sich die Lage aufgrund diverser Importe entspannen und wieder mehr Produkt zur Verfügung steht, könnte die Preise durchaus nachgeben. Darauf zu spekulieren birgt jedoch auch Risiken, da man schon oft beobachten konnte, wie zwar im Sommer die Nachfrage immer weiter zurück ging, der Preis für Flüssiggas jedoch von Entwicklungen am internationalen Rohölmarkt dominiert wurde und der Preis nicht fiel sondern zeitweise sogar anstieg.

Das für den Flüssiggaspreis sehr wichtige Geschehen an der Rohölbörse ist auch in dieser Woche maßgeblich an den hohen Flüssiggaspreisen beteiligt. Nachdem der Ölpreis in den letzten drei Tagen Einbußen hinnehmen musste, konnte er gestern Abend überraschenderweise noch ein Plus verbuchen. Grund hierfür war ein wieder stärkerer Euro und bullishe Aktienmärkte. Heute tendierte der mit Abstand wichtigste Wert an den Rohstoffmärkten wieder nach unten. Diesmal als Folge eine Folge der Unsicherheit bezüglich der angehobenen Zinssätze in Indien und einer nach wie vor fraglichen Zukunft des Griechenland-Euros. Investoren würden zwar lieber ein hohen Rohölpreis sehen, aber es bleibt abzuwarten, wie die WTI-Achterbahn weiter verläuft.

Flüssiggas und Rohöl auf hohem Niveau

Donnerstag, 18. März 2010 von Roman G. Kieslinger

Flüssiggaspreise geben auch diese Woche nicht nach. Im Gegenteil, genau wie der Rohölpreis hat sich Flüssiggas aufgrund schwacher Verfügbarkeiten weiter verteuert.

Gestern noch ließen fallende Kurse im Rohölgeschäft Hoffnungen auf endlich wieder fallende Preise zu. Doch heute zogen die Preise für Flüssiggas erneut an. Die Verfügbarkeit gestaltet sich zumindest für diese Woche äußerst schwierig. Die meisten Flüssiggasläger sind leer und die Raffinerien produzieren am Limit. Der für den Flüssiggashandel sehr wichtige Markt im ARA-Raum stößt ebenfalls an seine Grenzen. Das Hauptproblem besteht darin, das körperlich kein Produkt vorhanden ist, das abgefüllt und nach Deutschland transportiert werden könnte. Ein geplanter Import, der für morgen terminiert ist, könnte die Lage eventuell entspannen und dazu beitragen, dass die Flüssiggaspreise nächste Woche nicht weiter steigen oder sogar fallen. Nachfragetechnisch betrachtet besteht vor allem aufgrund des vor der Tür stehenden Frühlings durchaus Potenzial für Preiskorrekturen nach unten. Es bleibt abzuwarten, wie die Verfügbarkeiten sich entwickeln. Falls diese sich nächste Woche nicht verbessern, bleibt Flüssiggas teuer.

Einer der Gründe für die oben beschriebene Kursentwicklung des Flüssiggaspreises ist ein wieder erstarkter Rohöl. Dieser konnte von gestern auf heute um über zwei Prozentpunkte zulegen (Nordseesorte Brent). Maßgeblich dafür verantwortlich ist ein schwächerer Dollar und die leicht gestiegene Nachfrage in den USA. Diese verzeichnen lt. API (American Petroleum Institute) zwar ein Plus von ca. 400.000 Barrel an Rohölbeständen, im Vergleich dazu sind jedoch die Benzinvorräte um 3,7 Mio. Barrel gesunken, was als ein Nachfrageanstieg gewertet wird. Der Fokus für die weitere Entwicklung im diesem spannungsgeladenen Markt liegt auf dem heute angesetzten OPEC-Treffen. Allen Anschein nach werden die OPEC-Staaten die Förderquoten bei den derzeit rentablen Erträgen unberührt lassen. Allerdings könnte es auch Kürzungen geben, da einige der Mitgliedsstaaten mehr Rohöl fördern, als eigentlich vorgesehen.

Langfristig gesehen gilt der hohe Rohölpreis als deutlich überbewertet. Ein signifikantes Überangebot im zweiten Quartal dürfte den Rohölpreis in den nächsten Monaten unter Druck setzen.

Hohe Nachfrage lässt Preise für Flüssiggas und Rohöl steigen

Freitag, 12. März 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise steigen wieder leicht. Ebenso wird der Rohölpreis wieder stärker. Grund sind die schlechten Verfügbarkeiten bei gleichzeitig hoher Nachfrage.

Die Flüssiggaspreise werden nächsten Woche wohl wieder nach oben revidiert. Grund hierfür ist ein sehr starker US-Rohöl-Preis und die wahrscheinlich größte Versorgungslücke seit mehreren Jahren. Da die Raffinerien in Deutschland keine bis sehr wenig Mengen an Flüssiggas bereitstellen können, muss die Ware aus Westeuropa (Antwerpen) importiert werden. Doch nun gestaltet sich auch dort die Situation sehr schwierig. Die Folge sind Preiserhöhungen. Außerdem wirkt weiterhin der Winter auf die Haushalte ein. In vielen Regionen ist es immer noch sehr kalt, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind eher die Regel als Ausnahme. Immer noch gibt es viele Kunden, deren Tanks leer sind und die so schnell wie möglich eine Flüssiggasfüllung benötigen.

Somit können Endverbraucher sich auch in den nächsten Wochen auf hohe Flüssiggaspreise einstellen. Es wird zwar keine explosionsartigen Preiserhöhungen geben, aber auf Preissenkungen aufgrund eines kalendarischen Frühlings sollte man nicht hoffen.

Die Preise für den wichtigesten Rohstoff Rohöl steigen. Sowohl WTI als auch Brent notieren nach leichten Einbußen in der Wochenmitte wieder stärker. Auch hier bestimmt die Nachfrage den Angebotspreis. Da in den USA die Nachfrage nach Benzin und Diesel zurzeit sehr hoch ist, sind die Spotmärkte in Belgien und Holland sehr spärlich bestückt. Durch die wieder höheren Ölpreise und damit attraktivere Gewinnaussichten wird die OPEC ihre Mengenproduktion um 0,9 Prozent erhöhen. Normalerweise führt die zu einem Preisverfall doch dieser Effekt wird laut den Experten der Commerzbank kompensiert werden. Die offiziellen Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) bestätigen einen weltweiten Nachfrageanstieg und bezifferte diesen bei 1,6 Mio. Barrel pro Tag.

Flüssiggaspreise weiter gestiegen

Mittwoch, 13. Januar 2010 von Roman G. Kieslinger

Ganz Deutschland ist von einer weißen Schneedecke überdeckt. Der Winter wird uns auch in den nächsten Wochen weiter beschäftigen. Der Preis für Flüssiggas kennt nur eine Richtung, nach oben.
Den Rohölpreis hat es nach einem neuen 15-Monatshoch am Montag allerdings kalt erwischt. Aktuell pendelt er mehr unter als über der 80-Dollar-Marke.

Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Obwohl wenn es diesmal längst nicht so kalt wie letztes Jahr ist, fließt Flüssiggas nicht im Überfluss aus den Raffinerien. Die Menge werden knapper und Verfügbarkeiten schwinden. Und das bevor überhaupt die große Nachfrage eingesetzt hat, was bei anhaltender Kälte bald der Fall sein wird. Viele Flüssiggastanks sind im Sommer gefüllt worden, daher sind größere Versorgungsengpässe noch nicht an der Tagesordnung. Bei anhaltender Kälte wird die Mehrzahl der Kunden zum Ende des Monats Ihren Flüssiggastanks wieder auffüllen lassen müssen. Dadurch könnte es zu logistischen Herausforderungen im Flüssiggas-Tankwagenbereich kommen und die der Flüssiggaspreise werden sich infolge dessen verteuern.

Mit Fundamentaldaten lässt sich der signifikante Anstieg des Flüssiggaspreises nicht stützen. Der letzte Woche noch starke internationale Rohöl WTI erreichte am Montag ein sensationelles 15-Monatshoch von über 84 US-Dollar. Dort verweilte er aber nicht lange und fiel am Abend zurück auf ca. 80 US-Dollar. Die weitere Entwicklung des Rohölpreises hängt einerseits von der internationalen Währungspolitik und andererseits von dem weiteren Wettergeschehen ab. Sollte es wie angedeutet wieder wärmer in Nordamerika und Asien werden, könnte der Rohöl noch weiter fallen. Allzu starke Auswirkungen wie auf den Flüssiggaspreis, wie z. B. im Sommer in Deutschland wird dies jedoch nicht haben.

Flüssiggas weiterhin im Aufwärtstrend

Dienstag, 15. Dezember 2009 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise bewegen sich nach wie vor nach oben. Ganz im Gegenteil zu internationalen Rohöl WTI, dem zurzeit arg zugesetzt wird.

Der Rohölmarkt in den USA startet nach dem Wochenminus der vergangenen Woche relativ ausgeglichen in die neue Woche. Bei einem Stand von knapp unter 70 Dollar ist die Anlegerfreude bei den sonst so optimistischen Investoren nicht mehr ganz so groß. Dennoch halten Sie den Ölpreis immer noch ca. 10 Dollar über der 60-Marke, auf die der Rohöl ohne Spekulationshilfe unweigerlich zurückfallen würde. Besonders belastend wirkt sich der starke Dollar auf die schwächelnde Rohstoffnotierung aus. Er könnte dafür sorgen, dass der Ölpreis auch in dieser Woche mit einem Minus schließt. Es bleibt abzuwarten, wie die Investoren dem Rohöl gewogen sind.

Flüssiggas auf dem innerdeutschen Markt legt langsam aber stetig zu. Die geringsten Erhöhungen der WTI-Preise lösen eine verhältnismäßig hohe Steigerung der Flüssiggaspreise aus. Bröckelnde Preise zeigen hingegen nur wenig Auswirkung. Mit verantwortlich für die steigenden Flüssiggaspreise ist die frostige Wetterlage. Mit Ankunft der Minustemperaturen im zweistelligen Bereich in vielen Teilen Deutschlands steigt der Verbrauch. Infolgedessen werden die ohnehin niedrigen Produktionskapazitäten in den Raffinerien zusätzlich belastet.

Flüssiggas wieder im Plus während WTI schwer zu kämpfen hat

Dienstag, 08. Dezember 2009 von Roman G. Kieslinger

Flüssiggas wird nach wie vor teurer, wenn auch nicht viel. Der Rohöl leidet derweil stark unter schwachen Aktienmärkten und steigenden Dollarkursen.

Die Rohölreserven sind nach wie vor hoch, Nigeria fördert wieder mehr Rohöl und der Euro notiert wieder unter der psychologisch wichtigen 1,50-Dollar-Marke. Alles Indikatoren für eine Kursentwicklung auf deutlich niedrigerem Niveau als noch im letzten Monat. Zusätzlich drückt die verhaltene Nachfrage die internationalen Rohölpreise nach unten. Eine Erholung ist nicht in Sicht. Vielmehr erwarten Experten trotz positiver Wirtschaftsmeldungen schrittweise Anpassungen an die Fundamentaldaten. Tiefstände von zeitweise unter 70-Dollar der US-Sorte West Texas Intermediate sind durchaus nicht unrealistisch. Die seit Wochen aufrecht erhaltene Spekulationsblase scheint allmählich aufzuweichen. Was den Abwärtstrend ausgelöst hat, ist nicht ganz klar. Es bleibt abzuwarten, ob vielleicht Notenbankchef Ben Bernake mit seiner für heute anberaumten Rede vor dem Washingtoner Wirtschaftsclub neue Impulse liefert.

Flüssiggas befindet sich anders als Rohöl auf einem gradlinig bis aufsteigendem Ast. Dass der Rohöl sich nach unten bewegt, wird schlichtweg ignoriert. Bei einer Wetterprognose, die den lange zurückgehaltenen Winter ankündigt, ist das kein Wunder. Noch sind die Läger gut gefüllt. Sollte es jedoch zu einer längeren Kälteperiode kommen, könnte Flüssiggas in den innerdeutschen Raffinerien knapp werden. Die dadurch entstehende Versorgungslücke müsste vor allem im Westen durch einen vermehrten Import von Ware aus den Flüssiggasterminals in Belgien und den Niederlanden gedeckt werden. Zurzeit bestimmt größtenteils der Wetterfrosch, in welche Richtung die Preise sich bewegen. Der Endverbraucher kann seine Flüssiggastank weiterhin ohne Hoffnung auf fallende Preise mit Flüssiggas füllen. Es gilt, rechtzeitig vor den Festtagen für eine warme Stube zu sorgen.

Flüssiggas bleibt stabil während der Rohöl sich wieder aufrappelt

Mittwoch, 18. November 2009 von Roman G. Kieslinger

Auch dieses Mal hat der internationale Rohöl sich nicht von den Kursverlusten Ende letzter Woche beeinträchtigen lassen. Er bleibt wacker und schlägt sich erstaunlich gut. Flüssiggas wird nach wie vor trotz milder Temperaturen auf gleichbleibend bis steigend eingestuft.

Der internationale Rohöl WTI hat am Montag viel von den vorherigen Einbußen wettgemacht. Über drei Prozent im Plus waren beim gestrigen Handelsschluss das Resultat eines schwächeren US-Dollars, steigender Aktienmärkte und freundlicher US-Konjunkturdaten. Vor allem die überraschend guten Konjunkturdaten aus der zweitgrößten Volkwirtschaft Japan haben für Auftrieb gesorgt. Nach Gewinnmitnahmen hat der Rohöl heute ein wenig nachgegeben. Alles in allem also ein stabiles Bild des mit Abstand wichtigsten Rohstoffs der Welt. Die 80-Dollar-Marke ist zwar noch nicht erreicht, aber günstiger als 78 Dollar soll es laut den Experten nicht werden. Bleibt abzuwarten, wie die noch zu veröffentlichen Wirtschaftsdaten sich auswirken.
Flüssiggas verhält sich ähnlich konstant. Leichte Steigerungen bei schwacher Nachfrage prägen bei herbstlichen Temperaturen die Flüssiggasmärkte. Dass der Flüssiggaspreis trotz der Umsatzflaute dennoch leicht steigt statt zu fallen, begründen Branchenexperten mit einer Verknappung des Angebots aus innerdeutschen Raffinerien und Flüssiggaslagern zum Monatsende.

Nach wir vor gilt die Devise, dass es sich in warmen Zeiten günstiger tankt als in kalten. Die ungewöhnlich milden Temperaturen regulieren das Flüssiggas so, dass der Flüssiggaspreis für Endverbraucher mit eigenen Flüssiggastanks nicht ins Endlose steigt. Wer noch keinen Flüssiggastank hat oder seinen alten Miettank austauschen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen, bevor die Winternachfrage die Flüssiggasanbieter zu sehr in die Flüssiggasversorgung einbindet, um an die Installation von Flüssiggas-Anlagen denken zu können.

Information

Aktuelles, Wissenswertes und Infos zu Flüssiggas und Kauf-Tanks sind die Themen dieses Blogs.

Seiten

Kategorien

Archiv

Blogroll

Suche

Meta

 

© 2009 by GazCologne | Powered by WordPress | Design: more communication