Zwischen all den Hoffnungen und Ängsten um die Globalwirtschaft durchlebt der Flüssiggaspreis zurzeit ein Wechselbad der Gefühle. Zu dem Auf und Ab von Brentoil und EUR-USD-Wechselkurs gesellt sich diesen Monat belastend ein ungeplanter Ausfall der zweitgrößten Raffinerie Deutschlands.
Selten war der Flüssiggaspreis so unberechenbar wie dieses Jahr. Nachdem der Flüssiggaspreis sich nach einem überraschend milden Jahresanfang nach unten bewegte, verzeichnete er mit Ausbruch des Krieges in Libyen einen rasanten Anstieg, der sich mit Ende des Krieges und den Verlusten beim Rohölpreis in einen Abstieg wandelte.
In der letzten Augustwoche befand der Flüssiggaspreis sich dann auf dem zweitniedrigsten Stand diesen Jahres, nur Anfang Juni war er um ca. 1,5 Cent günstiger. Zum Monatswechsel von August auf September sorgte dann zwei überraschende Ereignisse für erneute Aufschläge beim Flüssiggaspreis. Innerhalb von zwei Wochen stieg der Flüssiggaspreis um über zwei Cent an. Was war passiert?
Zuerst kam eine Meldung von der Mineralölraffinerie Oberrhein in Karlsruhe. Diese besagte im Wesentlichen, dass die aktuelle Produktionsmenge an Flüssiggas aufgrund eines Defekts auf unbestimmte Zeit um 80 – 100 % reduziert wird. Mittlerweile wurde bekannt, dass die Wiederaufnahme der Flüssiggasproduktion für Anfang 38. KW geplant ist. Der ungeplante Ausfall einer so großen Raffinerie hat zusammen mit dem geplanten Ausfall (Shut-Down) der ebenfalls großen BP-Raffinerie in Gelsenkirchen dazu geführt, dass in ganz Deutschland an sämtlichen Raffineriestandorten signifikant weniger Flüssiggas angeboten werden kann. Da zurzeit aber relativ wenig Flüssiggasbestellungen getätigt werden, fiel der Preisanstieg nicht so heftig aus, wie dies bei einer Herbstbestellwelle der Fall gewesen wäre.
Als dann ab 01.09.11 der Euro gegenüber dem Dollar zeitweise um über sechs Prozent an Wert verlor, war eine weitere Verteuerung für Flüssiggas unausweichlich, da sich die geänderten Umrechnungskurse sofort auf das in Dollar gehandelte nach Deutschland importierte Flüssiggas auswirken.
Mittlerweile konnte der Euro sich ein wenig erholen, wird aber weiterhin vor allem von Stimmen aus Deutschland, die einen (zeitweiligen) Austritt Griechenlands aus der Eurozone fordern, attackiert.
Folglich gibt es für Flüssiggas zunächst einmal keine eindeutigen Impulse für eine Kurskorrektur des Flüssiggaspreises nach unten.
Eine zuverlässige Empfehlung bezüglich des richtigen Zeitpunktes zum Vollmachen des eigenen Flüssiggastanks lässt sich zurzeit nicht erteilen. Die beiden wichtigen Preisbildungsfaktoren Wechselkurs EUR-USD und Rohölpreis sind in dem aktuell überaus volatilen Marktumfeld nicht einschätzbar.
Wir empfehlen risikoaversen Endverbrauchern, die nicht auf eine rasche Lösung der Schuldenkrise und/oder den Ausbruch einer globalen Rezession im vierten Quartal spekulieren möchten, den Flüssiggastank bis Ende des Monats mit Flüssiggas voll zu machen, oder zumindest erste (Preis-)Informationen beim Händler einzuholen.
Nachdem die Flüssiggaspreise sich monatelang trotz frühsommerlichen Wetters in ganz Deutschland nicht nennenswert reduziert haben, kam Anfang Mai endlich der lang erhoffte Abschlag. Doch eine Niedrigpreis-Sommerzeit ist damit nicht zwangsläufig eingeläutet. Die internationalen Finanzmärkte werden von Schuldenkrisen geplagt.
Nach Erscheinen unseres letzten Artikels sind die Flüssiggaspreise Anfang April wieder gestiegen. Der Grund: Der Rohölpreis der Sorte Brent erklomm die 120-Dollar-Marke und hielt sich dort bis Anfang Mai. Dann setzte ab 05.05.11 eine signifikante Korrektur ein. Der Rohölpreis Brent büßte an einem einzigen Tag über 10 Dollar ein. Ein Zeichen dafür, dass der Markt schon länger überhitzt war. Nun zeigte sich, dass die exorbitanten Preisschübe an Rohölmärkten nicht fundamentaler Natur waren, sondern größtenteils ein Produkt der Spekulationen am Finanzmarkt. Nachdem aus den USA vermeldet wurde, dass die Lagerbestände nach wie vor hoch wären, aber gleichzeitig die Arbeitslosenanträge zugenommen hätten, verabschiedeten sich viele schon fast panisch von hochriskanten Positionen und ließen den Rohölpreis am Dienstag sogar unter die 110-Dollar-Marke fallen.
Weiter nach unten ging es dann aber nicht mehr. Anfang der zweiten Maiwoche konnte die Preise sich wieder erholen und stabilisierten sich anschließend zwischen 110 und 113 Dollar. Die aktuelle Notierung für Brent liegt bei ca. 110 Dollar – weitere kurzfristige Entwicklung ungewiss. In einem so stark psychisch beeinflussten Markt ist das Verhalten der Marktteilnehmer unberechenbar.
Neben dem Rohölpreis sind jedoch auch Verfügbarkeit und Eurostärke bzw. –schwäche entscheidend für die Entwicklung des Flüssiggaspreises. So hat eine außerordentlich gute Verfügbarkeit dazu beigetragen, dass die Flüssiggaspreise ihr hohes Niveau senken konnten. Aufgrund der warmen Temperaturen in Deutschland und Westeuropa, produzieren einige der Raffinerien mehr als sie verkaufen. Vor allem in der ersten Maiwoche gab es in Antwerpen aber auch in innerdeutschen Raffinerien die Möglichkeit, den Flüssiggaspreis der Abnahme willen runterzuhandeln. Aktuell wurde dieser Druck leicht abgeschwächt, uns drohen jedoch nach wie vor keine Produktionsengpässe.
Nicht zu vernachlässigen ist diesen Monat die Auswirkung der Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung büßte aufgrund der neu aufgeflammten Krise in Europa viel an Wert ein. So notiert sie aktuell bei ca. 1,415 Dollar, während sie am 29.04.11 noch mit 1,486 Dollar schloss.
Wie es mit den Flüssiggaspreisen weiter geht, ist nach wie vor unklar. Es empfiehlt sich, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und so zu versuchen, den günstigsten Flüssiggaspreis abzupassen.
Die Katastrophenkombination in Japan aus Erdbeben, Tsunami und Atomunfall gehört den Ereignissen, die niemand auf der Rechnung hatte, jedoch drastische Effekte für die Wirtschaft zur Folge haben. So hat der Rohölpreis Brent seit Anfang des Jahres um bis zu 26 % zugelegt. Das ist mehr als im gesamten letzten Jahr. Solche markanten Kursanstiege haben Konsequenzen für den innerdeutschen Flüssiggasmarkt. Der Flüssiggaspreis hat sich seit Anfang März trotz der Nachfrageflaute bei sommerlichen Temperaturen von bis zu 20 Grad kaum bewegt.
Nachdem einem kurzem Nachfrageschub im Februar ist die Zahl der Bestellungen für Flüssiggas wieder auf das Niveau von Januar diesen Jahres gefallen. Vor allem entlang des Niederrheins hat sich die Nachfrage nach Flüssiggas durch Endverbraucher mit einem Flüssiggastank bei im Bundesvergleich überdurchschnittlich milden Temperaturen stark abgeflacht. Dazu gesellt sich eine für den europäischen Import ausgesprochen günstige Eurostärke. Unter normalen Umständen könnte man auf eine Reduzierung der Flüssiggaspreise hoffen. Doch diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Händler begründen dies mit dem gestiegenen Rohölpreis und einer schwächeren Verfügbarkeit an Flüssiggas vor allem in deutschen aber auch ansatzweise in westeuropäischen Raffinerien.
Aufgrund von Wartungsarbeiten ist eine ganze Raffinerie im süddeutschen Raum diesen Monat stillgelegt. Die ausgefallene Menge an Flüssiggas muss durch andere Raffinerien kompensiert werden. Da dies nicht vollständig gelingt, kam es zwischenzeitlich sogar zu einem Engpass in der größten deutschen Raffinerie MiRO Karlsruhe.
Hinzu kommt die E10-Problematik. Wegen der allgemeinen Ablehnung in der Bevölkerung, die dem neuem, staatlich verordnetem Biosprit entgegengebracht wird, sind die Lagertanks der Raffinerien randvoll mit E10 gefüllt. Damit die Raffinerie nicht wortwörtlich überläuft, muss die gesamte Produktionsmenge reduziert werden. Folglich wird auch weniger Flüssiggas produziert.
Da die Nachfrage nach Flüssiggas wie eingangs erwähnt relativ niedrig ist, zieht die Angebotsverknappung keine der sonst üblichen drastischen Preissteigerungen nach sich. Der Flüssiggaspreis hat jedoch wenig bis keinen Spielraum nach unten.
Weiterer Belastungsfaktor für den Flüssiggaspreis ist die unberechenbare Entwicklung des Rohölpreises. Dieser hat sich vor allem seit Beginn der Aufstände in Libyen stark verteuert, da niemand wusste, wie es mit der Nah-Ost-Krise weitergehen wird. Nun zeichnet sich eine wenn auch fragwürdige Stabilisierung der Lage in Libyen ab. Dafür beginnen jedoch in Bahrain neue Proteste. Auch wenn es den Demonstranten dort inhaltlich um eine andere Thematik als in den bisherigen Protestländern geht, zeigen die seit Dienstag durch die Presse geisternden Bilder von gewaltsamen Demonstrationsauflösungen deutlich, dass die nordafrikanische Revolution sich weiter fortsetzen und andere Länder wie z. B. Saudi-Arabien übergreifen könnte. Die Auswirkungen einer Revolte in dem Land mit der zweithöchsten Ölförderquote der Welt auf den Rohölpreis und die Gobalwirtschaft sind genauso unvorhersehbar wie die der verheerenden Katastrophe in Japan.
Die meisten Flüssiggashändler warten daher wie der Rest der Welt die weitere Entwicklung ab. Es ist zurzeit unmöglich vorherzusagen, ob die Flüssiggaspreise fallen oder steigen werden.
Die aktuellen Flüssiggaspreise sind so teuer wie noch nie. Selbst vor der Reduzierung des Rohölpreis von über 150 Dollar pro Barrel im Sommer 2008 waren die Preise für Flüssiggas noch nicht ganz so hoch. Mit einem Kurs von fast 93 US-Dollar pro Barrel hat auch die Rohölsorte Brent im gestrigen Handelsverlauf einen neuen Rekordwert erreicht, allerdings nur einen zweijährigen.
Die sukzessive Steigerung der Flüssiggaspreise seit September diesen Jahres mündete zum Monatswechsel von November auf Dezember in einen Preiszuschlag von bis zu acht Cent netto pro Liter Flüssiggas.
Viele Endverbraucher mit einem Flüssiggastank stecken in einem Dilemma. Wer bis jetzt noch nicht getankt hat, muss erheblich höhere Flüssiggaspreise bezahlen als noch vor ein oder zwei Monaten. Doch wer jetzt nicht bestellt, muss mit noch höheren Flüssiggaspreisen rechnen, da eine Reduzierung der Preise für Flüssiggas nicht vor Ende des Winters erwartet wird. Dazu kommen witterungsbedingt erschwerte Bedingungen für Gefahrguttransporter auf deutschen Straßen. Der reichlich gefallene und noch fallende Schnee, wird vielerorts zu Lieferproblemen und damit einer Verlängerung der Lieferfrist führen.
Trotz kurzzeitig milder Temperaturen in Deutschland deutet der Trend in die Minusgradregion. Für die nächsten Tage ist wieder Dauerfrost angesagt. Der Mix aus Schnee, Kälte und teilweise nach wie vor begrenzter Verfügbarkeiten aus Raffinerien und Terminals lässt dem Flüssiggaspreis trotz des derzeit extrem hohen Niveaus einen verschwindend geringen Spielraum nach unten. Bestenfalls müssen die Flüssiggaspreise nicht weiter angehoben werden.
Der Rohölpreis und Euro schwanken zurzeit wieder im Wechselspiel. Für den Rohöl lässt sich zurzeit ein Seitwärtstrend verzeichnen, nachdem er aufgrund der guten Wirtschaftsdaten an den Aktienmärkten gestern ein Zweijahreshoch markierte. Die daraufhin eingesetzten Gewinnmitnahmen drücken den Preis im Mittwochshandel auf 91 Dollar.
Die Steuererleichterung in den USA lässt auf ein Anziehen der dortigen Binnenkonjunktur hoffen und verleiht dem Dollar Auftrieb. Der durch die europäische Schuldenkrise ohnehin schon seit zwei Wochen angeschlagene Euro reagierte darauf mit Abschlägen und notiert nach den 1,34 Dollar am Montag heute wieder bei 1,32 Dollar.
Nachdem der Rohölpreis am 11.11.2010 auf bis zu 89,70 Dollar (Brent) gestiegen war, setzte einen Tag später eine deutliche Kurskorrektur nach unten ein. Die Flüssiggaspreise orientieren sich jedoch weiterhin nach oben.
Ein schwacher Rohölpreis und eine noch schwächere Nachfrage tragen eigentlich dazu bei, dass der Preis für Flüssiggas fällt oder zumindest nicht mehr steigt. Können sich Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank kurz vor dem Winter noch einmal auf eine leichte Reduzierung des Flüssiggaspreises freuen? – Fehlanzeige. Die Flüssiggaspreise für Endverbraucher sind seit Anfang August diesen Jahres um durchschnittlich neun Cent gestiegen. Diese für diesen Zeitraum untypische Entwicklung hängt mit der Verkettung verschiedener Umstände zusammen. So haben die Preissteigerungen für Flüssiggas im August und September größtenteils das marktwirtschaftliche Gleichgewicht zwischen knappem Angebot und gestiegener Nachfrage wiederhergestellt. Als daraufhin die innerdeutsche Nachfrage im Oktober nachließ, stellte der Streik in Frankreich die Flüssiggaspreise auf den Kopf. Das vorher an deutsche Flüssiggashändler verkaufte Flüssiggas wurde nun im großem Stil nach Frankreich und Italien exportiert. Doch wie jeder Streik ging auch der französische zu Ende. Die daraufhin einsetzende Nachfrageebbe im November wurde bisher nicht mit fallenden Flüssiggaspreisen quittiert. Das liegt einerseits an den Nachwirkungen des Streiks und andererseits an den bis vor kurzem stark bullishen Rohölpreisen. Die Preisgestaltung für Flüssiggas im restlichen November und Dezember lässt sich nicht genau vorhersagen. Klar ist jedoch, dass die Flüssiggaspreise Anfang Dezember höher sein werden als noch Anfang diesen Monats.
Ein Großteil der Flüssiggasversorger rechnet mit bullishen Flüssiggaspreisen. Grund sind deutlich niedrigere Temperaturen ab der nächsten Woche und die aus momentaner Sicht weiterhin begrenzte Angebotsmenge an Flüssiggas. Dazu kommt die Bodenbildung des Rohölpreises oberhalb von 80 Dollar. Um die Flüssiggaspreise fallen zu lassen, erfordert es entweder einen sehr starken Euro oder noch niedrigere Rohölpreise. Da aber auch der Euro aufgrund der Schuldenkrise in EU-Peripherie-Staaten uns mit Werten zwischen 1,35 und 1,37 US-Dollar nicht entgegenkommt, gilt weiterhin das Gebot, eine vor dem Winter erforderlichen Füllung des Flüssiggastanks nicht allzu lange herauszuzögern.
Die Flüssiggaspreise zeigen trotz des immer weiter steigenden Eurowertes keine Schwäche. Gegenspieler der starken EU-Währung sind die angebrochene Heizperiode und der hohe Rohölpreis.
Der derzeit weltweit tobende Währungskrieg lässt die europäische Exportindustrie bluten. Deutsche Konsumenten können jedoch insoweit davon profitieren, dass in Dollar gehandelte Rohstoffe günstiger werden und somit auch das importierte Flüssiggas, Benzin und Heizöl weniger kostet.
Hoffnungen auf fallende Flüssiggaspreise können allerdings weiterhin nicht erfüllt werden. Hintergrund: Der hohe Rohölpreis und eine hohe Nachfrage zum Auftakt der Wintersaison lassen die Preise steigen. Hinzu kommt der Ölarbeiter-Streik in Frankreich. Auch wenn deutsche Raffinerien Ihre Versorgung umswitchen, könnten aus dem ARA-Raum schon bald Abflüsse nach Frankreich geordert werden, die die Flüssiggaspreise für Endverbraucher im westdeutschen Raum steigen lassen. Die momentan extrem bullishe europäische Gemeinschaftswährung wirkt dem insoweit entgegen, dass er Preissteigerungen dämpft oder sogar verhindert. Falls der Euro nicht bei 1,40 Dollar sondern wie noch vor genau einem Monaten unterhalb von 1,30 Dollar notieren würde, wären die Flüssiggaspreise erheblich höher.
Die weitere Entwicklung am Devisenmarkt ist ungewiss. Die USA beschuldigt China, die Währung künstlich niedrig zu halten, macht es selber jedoch nicht anders. Wie lange das noch so (gut) geht, weiß niemand genau. Einzig die europäische Zentralbank hält sich aus dem Wettabwerten heraus und nimmt dafür Einbußen im heimischen Export hin. Es steht jedoch fest, dass mit der einsetzenden Winterperiode die Flüssiggaspreise aufgrund erhöhter Nachfrage steigen werden und somit auch die Preise für Flüssiggas weiter anziehen. Der Wechselkurs stellt in dieser Gleichung die Unbekannte da. Wahrscheinlich wird der anfängliche Aufwärtstrend wie bisher abgefangen. Um dauerhaft die Waage zu halten, fehlt ihm das Potential.
Die auf der einen Seite unverbesserte Produktverfügbarkeit und auf der anderen Seite hohe Nachfrage lassen den Flüssiggaspreisen keinen Spielraum nach unten. Die preistreibende Wirkung des zurzeit stark steigenden Rohölpreises wird durch den starken Euro kompensiert.
Mit dem von vielem Endverbrauchern schon lange erhofften Ausflug in günstigere Regionen des Flüssiggaspreises wird es nichts. Verregnete Tage bei niedrigeren Temperaturen lassen die Nachfrage nach Flüssiggas nicht abebben. Für den Monat Oktober sind so hohe Flüssiggaspreise wie Mitte September vorausgesagt. Wie sich die Flüssiggaspreise im Laufe des Monats entwickeln werden, bleibt ungewiss. Die wichtigste Rolle spielen hierbei nach wie vor Verfügbarkeit und Nachfrage.
Flüssiggas wird bei hauptsächlich der Förderung und Verarbeitung von Rohöl gewonnen. Deshalb ist der Rohölpreis bei der Bildung des Flüssiggaspreises nicht von unerheblicher Bedeutung. Im Moment gibt es von dort keine bewegenden Neuigkeiten, da die Wirkungen von Rohöl und Dollar-Euro-Wechselkurs sich gegenseitig aufheben. Falls der Euro nicht so bullish wäre, würde der Flüssiggaspreis noch weiter steigen.
Die Flüssiggaspreise steigen vorerst nicht weiter. Der bisherige Preistreiber Verfügbarkeit hat sich leicht verbessert. Auch die Rohölpreise verlieren an Wert und tendieren seit Mittwoch vor allem auf US-Seite schwächer.
Endverbraucher können aufatmen. Die in den letzten Wochen stetig gestiegenen Flüssiggaspreise stabilisieren sich. Die knappen Verfügbarkeiten im Antwerpen und die damit einhergegangenen Produktverknappungen in innerdeutschen Raffinerien haben in den letzten Wochen immer wieder für Zündstoff gesorgt, sodass der Flüssiggaspreis stärker als sonst im September üblich gestiegen ist. Im Moment zeichnet sich zumindest für den Rest des Monats eine stabile Phase ohne Preissteigerungen für Flüssiggas ab.
Die Tendenzen für den neuen Monat sind noch nicht eindeutig. Bisher vorliegende Daten schließen Preiserhöhungen weitgehend aus. Der Flüssiggaspreis wird das derzeitige Niveau bis Anfang Oktober halten und sich danach der dann herrschenden Angebots- und Nachfragesituation anpassen.
Der Rohölpreis entwickelt sich aufgrund der Meldungen neuer Lagerbestandsaufbauten in den USA wieder rückläufig. Es wird deutlich, dass die US-Konjunktur noch nicht auf dem grünen Zweig ist. So lässt sich derzeit beobachten, dass die europäische Nordseesorte trotz ihrer geringeren Produktqualität um bis zu über drei Dollar mehr als ihr amerikanisches Pendant WTI (West Texas Intermediate) kostet. Die Rohstoffentwicklungen haben jedoch nach wie vor kaum Einwirkungen auf den Flüssiggaspreis.
Die Flüssiggaspreise haben auch in der neuen Woche nicht nachgegeben. Dafür verantwortlich sind die nach wie vor schlechten Produktverfügbarkeiten und Transportkapazitäten. Der Rohölpreis dagegen fällt nach den Gewinnen Anfang der Woche wieder unter sein Fünf-Monats-Hoch.
Erneut schlechte Nachrichten für die Endverbraucher mit Flüssiggastanks. Die neue Woche bringt eine neue Preiskorrektur nach oben. Nach wie vor liegt der Fokus auf der Verfügbarkeit. Da diese zwar nicht schlechter auch nicht besser wird, haben die Flüssiggaspreise keinen Spielraum nach unten. Dazu kommt, dass bei der aktuellen Wetterlage zumindest nachts die Heizungen wieder laufen. Allem Anschein nach werden die Flüssiggaspreise in Richtung Winterniveau getrimmt. Extreme Preissteigerungen für Flüssiggas, wie sie seit Anfang September beobachtet werden konnten, sind jedoch eher unwahrscheinlich, da die Flüssiggaspreise schon stark gestiegen sind. Vielmehr werden die Flüssiggaspreise in der nächsten Zeit Stück für Stück angehoben, sodass der Preis für Flüssiggas in zwei oder drei Monaten wieder so hoch sein wird wie vor drei Jahren vor der weltweiten Krise.
Der Rohölpreis durchlebt im Moment ein ständiges auf und ab. Ende letzter und Anfang dieser Woche durch gute Wirtschaftsdaten und die Meldungen von einer Raffinerie-Explosion in Mexiko sowie der Abschaltung einer wichtigen Versorgungspipeline zwischen Kanada und den USA gepusht, konnte dieser Trend aufgrund erneut hoher Bestandszahlen nicht weiter fortgesetzt werden. Die aktuelle Entwicklung der Rohstoff- und Aktienmärkte hat nur sehr geringe Auswirken auf den Flüssiggaspreis, da dieser sich im Moment eher an steigenden als an fallenden Rohölpreisen orientiert.
Wie erwartet haben die Verknappung von Produktverfügbarkeit und Transportkapazitäten den Flüssiggaspreis weiter steigen lassen. Der Rohölpreis fällt nach Ende der Hauptreisesaison in den USA auf teilweise unter 73 US-Dollar (WTI).
Die Flüssiggaspreise steigen immer weiter und es ist kein Ende in Sicht. Vor allem letzte Woche haben die Preise sich aufgrund kurzfristiger Engpässe und technischer Probleme in den Raffinerien stark verteuert.
Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank aus Nordrhein-Westfalen und Teilen Hessens sowie Rheinland-Pfalz haben die Preiserhöhungen besonders deutlich zu spüren bekommen, da die für Sie relevante Raffinerie in Antwerpen kurzfristig ausfiel und die Preise innerhalb von einem Tag um bis zu zwei Cent gestiegen sind. Endverbraucher aus den anderen Bundesländern Deutschlands müssen sich ebenfalls auf Preiserhöhungen einstellen, da die innerdeutschen Raffinerien zurzeit ebenfalls nicht besonders viel Flüssiggas produzieren und infolgedessen die Flüssiggaspreise steigen.
Ein weiterer Grund für die höheren Flüssiggaspreise sind schrumpfende Transportkapazitäten. Die in der letzten Woche sprunghaft gestiegene Nachfrage sorgt für gut gefüllte Auftragsbücher bei Spediteuren.
Einzig und allein die Rohölpreise könnten die Flüssiggaspreiserhöhungen reduzieren oder zumindest begrenzen. Da in den USA die Hauptreisezeit vorbei ist und somit die bereits hohen Lagerbestände weiter steigen werden, ist eine signifikante Korrektur nach unten durchaus möglich. Ebenfalls preissenkend wirkt sich die dieses Jahr gimpflich verlaufenden Hurrikane-Saison aus, da kaum Produktionseinschränkungen verzeichnet wurden. Inwieweit dieser Trend durch die anstehenden wahrscheinlich positiven Wirtschaftsdaten kompensiert werden kann, bleibt abzuwarten.
Man kann jedoch davon ausgehen, dass fallende Rohölpreise sich nicht in fallenden Flüssiggaspreisen sondern allenfalls in weniger steigenden Flüssiggaspreisen auswirken werden.
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