Flüssiggas News

Steigende Flüssiggaspreise für September in Sicht

Montag, 30. August 2010 von Roman G. Kieslinger

Die neuen Preise für Flüssiggas werden nächsten Monat weiter steigen. Diese Entwicklung wird entscheidend durch die aktuelle Angebot- und Nachfrageentwicklung beeinflusst. Der Rohölpreis startet die neue Handelswoche aufgrund der Gewinnmitnahmen im Minus, nachdem er letzte Woche um über drei Prozent zugelegt hatte.

Jeder gute Flüssiggasversorger empfiehlt seinen Kunden schon seit einiger Zeit, den eigenen Flüssiggastank nach Möglichkeit so schnell wie möglich voll zu machen. Nun bestätigt sich erneut, dass dieser Ratschlag die Haushaltsausgaben für Energie stark reduzieren kann. Bereits die vierte Woche in Folge steigen die Flüssiggaspreise. Spätestens Anfang nächster Woche wird der letzte Flüssiggashändler seine Lagerreserven des günstigen August-Flüssiggases aufgebraucht haben und teures September-Flüssiggas anbieten müssen. Die neuen Monatspreise für September werden auf jeden Fall steigen. Bleibt nur die Frage zu klären, wie viel mehr bezahlt werden muss. Die meisten Schätzungen gehen von einem bis zwei Cent pro Liter Flüssiggas aus.

Rohölpreisbeobachter werden sich jetzt fragen, weshalb das Flüssiggas teurer wird, da doch der Rohöl um über fünf Prozent niedriger ist als letzten Monat. Experten vermuten sogar, dass der Rohölpreis im September angesichts übervoller Läger und schwacher Aktienmärkte um bis zu 20 % nachgeben könnte, verglichen mit den Preisen Anfang August. Doch wie immer bestimmt auch hier nicht nur der Rohölpreis, sondern auch Fundamentaldaten, wie Angebot und Nachfrage, den Flüssiggaspreis. Diesen Monat und auch in der nächsten Zeit ist die Einwirkung von Angebot und Nachfrage der Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank sogar von noch entscheidenderer Bedeutung als bisher, weil der Winter vor der Tür steht.

Stabile Flüssiggaspreise dank schwachem Rohöl und starkem Euro

Freitag, 16. Juli 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas bewegen sich im Glutofen Deutschland weder nach unten noch sind Tendenzen nach oben zu erkennen. Der Rohölpreis trägt seinen Teil dazu bei, da dieser ohne eindeutige Tendenzen nach oben und unten ausschlägt.
Bei nach wie vor 36 Grad Außentemperatur ist die Nachfrage für Propan denkbar schwach. Doch wie so oft ist der Faktor Nachfrage nicht ausschlaggebend für den Preis. Allenfalls trägt er dazu bei, dass die Flüssiggaspreise nicht nach oben korrigiert werden. Innerdeutsche und westeuropäische Raffinerien verzeichnen nach wie vor trotz eines durchweg schwachen Monats keine Überproduktionen. Der Preis ist stabil.

Branchenkenner erwarten in Westdeutschland für die nächsten beiden Wochen eine minimale Preisreduzierung, bedingt durch einen starken Euro, der aufgrund schwacher Prognosen für die US-Wirtschaft und ein gestiegenes Vertrauen in die europäische Gemeinschaftswährung diese Woche teilweise über 1,30 US-Dollar notierte. So positives Ergebnis gab es seit über zwei Monaten nicht mehr. Diese Kurswerte lassen die Preise für ausländische Ware purzeln und wirken sich auf den Flüssiggaspreis aus.

Der Rohölpreis leidet unter einem schwachen Weltwirtschaftswachstum und negativen Konjunkturdaten. Er kann jedoch gleichzeitig von den wieder erstarkten Aktienmärkten profitieren. So schwankte er diese Woche um bis zu drei Dollar und wird voraussichtlich mit einem leichten Plus schließen.

Flüssiggaspreise weiterhin auf hohem Niveau

Mittwoch, 30. Juni 2010 von Roman G. Kieslinger

Aufgrund eines überaus schwachen Marktes gibt es keine neuen Impulse für den Flüssiggaspreis.

Die neuen Monatspreise für Flüssiggas sehen im Vergleich zum 01.06.2010 eine Erhöhung von einem bis zwei Cent pro Liter vor. Da die Flüssiggaspreise aber schon während des Monats aufgrund kurzzeitiger Verfügungsprobleme erhöht worden sind, wird sich am dem bisherigen Preis für Flüssiggas nicht viel tun.

Bei Temperaturen über 35° Celsius hat man als Eigentümer eines Flüssiggastanks anderes zu tun, als den Inhalt seines Flüssiggastanks zu überprüfen und ggf. Flüssiggas zu bestellen. Unter normalen Umständen hat ein solches Konsumentenverhalten einen Preisverfall zur Folge. Da der Faktor Nachfrage bei der Preisbildung für Flüssiggas jedoch nur zu maximal einem Drittel in die Bewertung einfließt, kann selbst im Hochsommer der Flüssiggaspreis weiter steigen.

Der Rohölpreis hat sich aufgrund der Hurrikan- und Urlaubssaison in den USA am Montag seit Ende der vergangenen Woche stark verteuert. Am Dienstag fiel jedoch wieder auf ca. 75 US-Dollar. Gründe waren Konjunktursorgen um China sowie Griechenland und die dadurch weltweit gefallenen Aktienmärkte. Auch das Verbrauchervertrauen in den USA hat verglichen mit den vorherigen Umfrageergebnissen abgenommen. Mit Spannung erwartet man die Veröffentlichung der EIA (Energy Information Administration). Je nachdem, wie die Bestandszahlen der gelagerten Ölmengen ausfallen, wird der Rohölpreis sich nach unten oder oben bewegen.

Der Euro hat im Zuge der erneuten Besorgnis an den internationalen Märkten einiges an Wert verloren und notierte am Dienstag einen Tiefstand bei 1,2151 US-Dollar. Anders als die Export-Industrie, entstehen den deutschen Flüssiggashändlern daraus Nachteile, weil der Preis des importierten Rohöls sich erhöht.

Wie die Flüssiggaspreise sich im neuen Monat tatsächlich entwickeln hängt zum großen Teil von der Verfügbarkeit ab. Sollte sich diese vor allem in den süddeutschen Raffinerien Karlsruhe und Ingolstadt nicht signifikant verbessern, gibt es für den Flüssiggaspreis keinen Spielraum nach unten.

Flüssiggaspreise verzeichnen zum neuen Monat leicht steigende Tendenzen

Freitag, 25. Juni 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas scheinen sich auch im nächsten Monat vorerst nicht nach unten bewegen zu wollen. Die Rohölpreise pendeln währenddessen bei 76 US-Dollar.

Flüssiggas wird trotz WM und Sommerwetter nicht günstiger. Die für nächste Woche zur Veröffentlichung anstehenden neuen Monatspreise deuten auf einen erneuten Anstieg des Flüssiggaspreises hin. An erster Stelle kann als Grund die derzeit besorgniserregend schwache Versorgungssituation der deutschen Raffinerien angeführt werden. Bereits seit Mitte des Monats haben sich eventuelle Probleme aufgrund des Ausfalls der Petroplus-Raffinerie abgezeichnet. Die Hoffnung auf eine baldige Entspannung der Lage hat sich leider nicht erfüllt. Der Ausfall wird nun noch länger als geplant dauern. Gleichzeitig verschärft sich die Situation in den anderen deutschen Raffinerien nach einen einwöchigen Erholungspause erneut. Zum Glück ist aufgrund des Sommers der Umsatz sehr schwach, andernfalls könnte es schwierig werden, jeden Flüssiggaskunden zeitnah zu beliefern.

Ein weiteres Hindernis für den Flüssiggaspreis auf seinem Weg nach unten stellt der Wechselkurs dar. Der Eurokurs hat diesen Monat trotz leichter Erholung im Vergleich zum letzten Monat durchschnittlich schlechter abgeschnitten und erhöht somit die Preise für das deutsche Importgeschäft.

Zu guter letzt kommt der Rohöl. Dieser hat sich in den vergangenen Handelstagen über 76 US-Dollar gehalten. Keiner weiß, warum er nach wie vor so hoch ist, da doch die weltweite Nachfrage nach wie vor schwach ist. Die Spekulanten scheinen sich auf die Aktienmärkte und den Dollar zu konzentrieren. Die Sorge um die europäische (Griechenland)Krise und nicht allzu erhebende Konjunkturdaten ließen den Rohölpreis auch diese Woche nicht die 80 Dollar-Marke überschreiten.

Rohölpreis, Euro-Kurs und Flüssiggas verzeichnen deutliche Zuwächse

Dienstag, 15. Juni 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise steigen wieder und das in einer Zeit, in der man sich darüber eigentlich gar keine Gedanken macht. Mitunter ein Grund ist der gestiegene Rohölpreis, der auch am Dienstag ein sattes Plus verzeichnet.

Steigende Flüssiggaspreise im Sommer? Eigentlich unlogisch, dennoch ist das der aktuell zu verzeichnende Trend. Die Auf- und Abwärtsbewegen der Preise für Flüssiggas werden nicht allein von der Nachfrage bestimmt, die im Moment praktisch gegen null tendiert. Vielmehr handelt es sich bei der Preisbildung um ein komplexes Zusammenspiel vieler einzelner Faktoren. Zum ersten ist dort der Rohölpreis, der trotz fehlender positiver Fundamentaldaten zurzeit nur eine Richtung kennt. Der Blick richtet sich hierbei auf wichtige Verlautbarungen wie z. B. die aktuell anstehende europäische Handelsbilanz sowie das monatlich veröffentlichte ZEW-Konjunkturbarometer (eine Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten, erstellt von mehreren hundert Wissenschaftlern).

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Wechselkurs. Zurzeit hat der Euro gegenüber dem Dollar wieder die Nase vorn. Er notiert verglichen zum Vorjahreswert von 1,48 US-Dollar mit ca. 1,23 US-Dollar zwar niedrig, scheint sich aber zum Glück von der europäischen Schuldenkrise erholt zu haben. Die Herabstufung Griechenlands durch eine weitere Ratingagentur ließ den Euro kalt.

Als letzter wichtiger Faktor spielt die Versorgungssituation eine erheblich Rolle. Falls die deutschen Raffinerien wenig oder kein Flüssiggas produzieren, bleiben die Preise trotz schwacher Nachfrage stabil oder steigen sogar. Nicht vorhersehbare Ausfälle oder Produktionsschwierigkeiten verschärfen diesen Effekt noch weiter. Ein solches Szenario spielt sich zurzeit im Süden Deutschlands ab. Zwei der größten Raffinerieverbunde produzieren zurzeit sehr wenig bis gar kein Gas. Falls die Situation nicht besser wird, können Endverbraucher sich auf einen steigenden Flüssiggaspreis einstellen.

Betrachtet man die Gesamtsituation, scheint es trotz schon fast sommerlicher Temperaturen ratsam, nicht viel länger mit der Befüllung seines Flüssiggastanks zu warten. Andernfalls läuft man Gefahr, noch höhere Preise zu bezahlen.

Flüssiggas wird vorerst leicht günstiger

Montag, 31. Mai 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise für diese und nächste Woche bewegen sich nach unten. Der aktuell bei 74,50 US-Dollar notierende Rohöl der Referenzsorte West Texas Intermediate ist seit Mitte letzter Woche starken Kursschwankungen unterworfen.
Die Preise für Flüssiggas gehen vielerorts minimal zurück. Grund hierfür sind gefallende Vertragspreise für Flüssiggas aus einem Großteil der innerdeutschen Raffinerien. Die Nachfrage ist nach wir vor verhalten, doch aufgrund des ausbleibenden Sommers noch nicht ganz verebbt. Die Verfügbarkeit für Flüssiggas wird diesen Monat wahrscheinlich keine Probleme bereiten. Es gab im Mai zwar immer wieder kleine Zwischenfälle in der Raffinerie MiRO Karlsruhe, jedoch sind diese nach dem Stillstand in den letzten Monaten normal.
Es besteht zurzeit keine Dringlichkeit, seine Flüssiggastanks sofort aufzufüllen. Auf Preise, die im letzten Sommer üblich waren, können wir jedoch nicht hoffen, da solche Preise aufgrund der sich erholenden Weltkonjunktur nicht mehr möglich sind.
Bleibt abzuwarten, wie sich der internationale Rohöl und der Wechselkurs des Euros entwickeln. Das Zusammenspiel dieser beiden Werte ist im Sommer letztendlich ausschlaggebend für die Gestaltung der Flüssiggaspreise in Deutschland. Welche Richtung der Rohölpreis einschlagen wird, weiß keiner so genau. Letzte Woche war dieser zwischen 68 und 75 US-Dollar hin und her gependelt. Hierbei haben vor allem die möglichen Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise auf die Weltwirtschaft viele Marktteilnehmer verunsichert. Erst Ende letzter Woche stufte die Ratingagentur Fitch die Bonität Spaniens herunter. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt sich heute aber stabil und verteidigt seit Handelsbeginn erfolgreich die 1,23-Dollar-Marke.
Da die Börsen in den USA und Großbritannien aufgrund des Feiertages (Memorial Day) heute geschlossen bleiben, wird sich auf den Märkten erst morgen wieder etwas bewegen.

Flüssiggaspreise nach wie vor mit leicht steigender Tendenz

Montag, 10. Mai 2010 von Roman G. Kieslinger

Nachdem EU und IWF das eilig geschnürte 750 Milliarden-Euro-Paket auf den Weg gebracht haben, steigen Rohöl und Eurokurse wieder.

Die letzte Börsenwoche war zweifellos für alle hoch brisant. Der Euro fiel zeitweise unter die 1,26-Marke und der Preis für Rohöl der Marke WTI pendelte zwischen 74 und 87 Dollar. Die Flüssiggaspreise wurden vor allem durch den schwachen Euro belastet, da dieser bekanntlich u. a. die Preise für importierte Brennstoffe wie Flüssiggas anhebt. Diese Gefahr ist durch aktuelle Maßnahmen vorerst zumindest teilweise gebannt.

Mit dem Rettungspaket geht jedoch eine Erholung an den Rohstoff- und Aktienmärkten einher. Der steigende Rohölpreis wird wahrscheinlich bewirken, dass die Flüssiggaspreise wieder anziehen. Bleibt abzuwarten, inwieweit dieser Effekt durch einen stärkeren Euro und die derzeit relativ schwache Nachfrage kompensiert wird.

Endverbraucher müssen sich nun entscheiden, ob sie aufgrund der schwachen Nachfrage auf fallende Preise spekulieren. Eine solche Wette kann allerdings auch nach hinten losgehen.

Gewinnmitnahmen belasten Rohöl- und Flüssiggaspreis

Donnerstag, 15. April 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Preise für Flüssiggas sind nach den steilen Aufwärtstrend der letzten Monat endlich gefallen. Auch der Rohölpreis lässt sich angesichts kontinuierlich steigender Lagerbestände nicht weiter auf Rekordhoch halten.

Es zeichnet sich eine positive Entwicklung für den Endverbraucher ab. Die Flüssiggaspreise geben seit Ostern Stück für Stück nach. Eingeleitet wurden die niedrigen Preise für Flüssiggas mit neuen Monatsverträgen, die von Winter- in Sommerverträge gewandelt wurden und allein dadurch den Preis stark reduziert haben. Weiterhin konnte die Verfügbarkeit sowohl in innerdeutschen als auch westeuropäischen Raffinerien signifikant verbessert werden, sodass die Versorgung mittlerweile wieder in geregelten Bahnen verläuft. Wettertechnisch stehen die Zeichen ebenfalls auf Preissenkung. Einziges Handicap war der immer weiter steigende Rohölpreis. Neue Rekordhöhen, starke Aktienmärkte und ein schwacher Euro sorgten für Zündstoff bei den Spekulanten. Doch mittlerweile hat sich der Rohöl normalisiert und wir können uns auch in der nächsten Zeit auf gleichbleibende bis leichte fallende Tendenzen einstellen.

Die Rohölpreise bewegen sich seit gestern auf einem absteigenden Ast. Die Meldungen über immer weiter steigende Rohöllagerbestände in den USA und schwache Aktienmärkte zwingen den Rohölpreis vorerst, von neuen Rekordhöhen abzusehen und sich wieder gen 80-US-Dollar zu bewegen. Wie die Preise sich entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass eine robuste Nachfrage aus Asien nicht dazu beitragen kann, die Lagerbestände zu senken und so einem Preisverfall entgegenzuwirken.

Flüssiggas und Rohöl auf hohem Niveau

Donnerstag, 18. März 2010 von Roman G. Kieslinger

Flüssiggaspreise geben auch diese Woche nicht nach. Im Gegenteil, genau wie der Rohölpreis hat sich Flüssiggas aufgrund schwacher Verfügbarkeiten weiter verteuert.

Gestern noch ließen fallende Kurse im Rohölgeschäft Hoffnungen auf endlich wieder fallende Preise zu. Doch heute zogen die Preise für Flüssiggas erneut an. Die Verfügbarkeit gestaltet sich zumindest für diese Woche äußerst schwierig. Die meisten Flüssiggasläger sind leer und die Raffinerien produzieren am Limit. Der für den Flüssiggashandel sehr wichtige Markt im ARA-Raum stößt ebenfalls an seine Grenzen. Das Hauptproblem besteht darin, das körperlich kein Produkt vorhanden ist, das abgefüllt und nach Deutschland transportiert werden könnte. Ein geplanter Import, der für morgen terminiert ist, könnte die Lage eventuell entspannen und dazu beitragen, dass die Flüssiggaspreise nächste Woche nicht weiter steigen oder sogar fallen. Nachfragetechnisch betrachtet besteht vor allem aufgrund des vor der Tür stehenden Frühlings durchaus Potenzial für Preiskorrekturen nach unten. Es bleibt abzuwarten, wie die Verfügbarkeiten sich entwickeln. Falls diese sich nächste Woche nicht verbessern, bleibt Flüssiggas teuer.

Einer der Gründe für die oben beschriebene Kursentwicklung des Flüssiggaspreises ist ein wieder erstarkter Rohöl. Dieser konnte von gestern auf heute um über zwei Prozentpunkte zulegen (Nordseesorte Brent). Maßgeblich dafür verantwortlich ist ein schwächerer Dollar und die leicht gestiegene Nachfrage in den USA. Diese verzeichnen lt. API (American Petroleum Institute) zwar ein Plus von ca. 400.000 Barrel an Rohölbeständen, im Vergleich dazu sind jedoch die Benzinvorräte um 3,7 Mio. Barrel gesunken, was als ein Nachfrageanstieg gewertet wird. Der Fokus für die weitere Entwicklung im diesem spannungsgeladenen Markt liegt auf dem heute angesetzten OPEC-Treffen. Allen Anschein nach werden die OPEC-Staaten die Förderquoten bei den derzeit rentablen Erträgen unberührt lassen. Allerdings könnte es auch Kürzungen geben, da einige der Mitgliedsstaaten mehr Rohöl fördern, als eigentlich vorgesehen.

Langfristig gesehen gilt der hohe Rohölpreis als deutlich überbewertet. Ein signifikantes Überangebot im zweiten Quartal dürfte den Rohölpreis in den nächsten Monaten unter Druck setzen.

Hohe Nachfrage lässt Preise für Flüssiggas und Rohöl steigen

Freitag, 12. März 2010 von Roman G. Kieslinger

Die Flüssiggaspreise steigen wieder leicht. Ebenso wird der Rohölpreis wieder stärker. Grund sind die schlechten Verfügbarkeiten bei gleichzeitig hoher Nachfrage.

Die Flüssiggaspreise werden nächsten Woche wohl wieder nach oben revidiert. Grund hierfür ist ein sehr starker US-Rohöl-Preis und die wahrscheinlich größte Versorgungslücke seit mehreren Jahren. Da die Raffinerien in Deutschland keine bis sehr wenig Mengen an Flüssiggas bereitstellen können, muss die Ware aus Westeuropa (Antwerpen) importiert werden. Doch nun gestaltet sich auch dort die Situation sehr schwierig. Die Folge sind Preiserhöhungen. Außerdem wirkt weiterhin der Winter auf die Haushalte ein. In vielen Regionen ist es immer noch sehr kalt, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind eher die Regel als Ausnahme. Immer noch gibt es viele Kunden, deren Tanks leer sind und die so schnell wie möglich eine Flüssiggasfüllung benötigen.

Somit können Endverbraucher sich auch in den nächsten Wochen auf hohe Flüssiggaspreise einstellen. Es wird zwar keine explosionsartigen Preiserhöhungen geben, aber auf Preissenkungen aufgrund eines kalendarischen Frühlings sollte man nicht hoffen.

Die Preise für den wichtigesten Rohstoff Rohöl steigen. Sowohl WTI als auch Brent notieren nach leichten Einbußen in der Wochenmitte wieder stärker. Auch hier bestimmt die Nachfrage den Angebotspreis. Da in den USA die Nachfrage nach Benzin und Diesel zurzeit sehr hoch ist, sind die Spotmärkte in Belgien und Holland sehr spärlich bestückt. Durch die wieder höheren Ölpreise und damit attraktivere Gewinnaussichten wird die OPEC ihre Mengenproduktion um 0,9 Prozent erhöhen. Normalerweise führt die zu einem Preisverfall doch dieser Effekt wird laut den Experten der Commerzbank kompensiert werden. Die offiziellen Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) bestätigen einen weltweiten Nachfrageanstieg und bezifferte diesen bei 1,6 Mio. Barrel pro Tag.

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