Die aktuellen Flüssiggaspreise sind so teuer wie noch nie. Selbst vor der Reduzierung des Rohölpreis von über 150 Dollar pro Barrel im Sommer 2008 waren die Preise für Flüssiggas noch nicht ganz so hoch. Mit einem Kurs von fast 93 US-Dollar pro Barrel hat auch die Rohölsorte Brent im gestrigen Handelsverlauf einen neuen Rekordwert erreicht, allerdings nur einen zweijährigen.
Die sukzessive Steigerung der Flüssiggaspreise seit September diesen Jahres mündete zum Monatswechsel von November auf Dezember in einen Preiszuschlag von bis zu acht Cent netto pro Liter Flüssiggas.
Viele Endverbraucher mit einem Flüssiggastank stecken in einem Dilemma. Wer bis jetzt noch nicht getankt hat, muss erheblich höhere Flüssiggaspreise bezahlen als noch vor ein oder zwei Monaten. Doch wer jetzt nicht bestellt, muss mit noch höheren Flüssiggaspreisen rechnen, da eine Reduzierung der Preise für Flüssiggas nicht vor Ende des Winters erwartet wird. Dazu kommen witterungsbedingt erschwerte Bedingungen für Gefahrguttransporter auf deutschen Straßen. Der reichlich gefallene und noch fallende Schnee, wird vielerorts zu Lieferproblemen und damit einer Verlängerung der Lieferfrist führen.
Trotz kurzzeitig milder Temperaturen in Deutschland deutet der Trend in die Minusgradregion. Für die nächsten Tage ist wieder Dauerfrost angesagt. Der Mix aus Schnee, Kälte und teilweise nach wie vor begrenzter Verfügbarkeiten aus Raffinerien und Terminals lässt dem Flüssiggaspreis trotz des derzeit extrem hohen Niveaus einen verschwindend geringen Spielraum nach unten. Bestenfalls müssen die Flüssiggaspreise nicht weiter angehoben werden.
Der Rohölpreis und Euro schwanken zurzeit wieder im Wechselspiel. Für den Rohöl lässt sich zurzeit ein Seitwärtstrend verzeichnen, nachdem er aufgrund der guten Wirtschaftsdaten an den Aktienmärkten gestern ein Zweijahreshoch markierte. Die daraufhin eingesetzten Gewinnmitnahmen drücken den Preis im Mittwochshandel auf 91 Dollar.
Die Steuererleichterung in den USA lässt auf ein Anziehen der dortigen Binnenkonjunktur hoffen und verleiht dem Dollar Auftrieb. Der durch die europäische Schuldenkrise ohnehin schon seit zwei Wochen angeschlagene Euro reagierte darauf mit Abschlägen und notiert nach den 1,34 Dollar am Montag heute wieder bei 1,32 Dollar.
Die Flüssiggaspreise haben auch in der neuen Woche nicht nachgegeben. Dafür verantwortlich sind die nach wie vor schlechten Produktverfügbarkeiten und Transportkapazitäten. Der Rohölpreis dagegen fällt nach den Gewinnen Anfang der Woche wieder unter sein Fünf-Monats-Hoch.
Erneut schlechte Nachrichten für die Endverbraucher mit Flüssiggastanks. Die neue Woche bringt eine neue Preiskorrektur nach oben. Nach wie vor liegt der Fokus auf der Verfügbarkeit. Da diese zwar nicht schlechter auch nicht besser wird, haben die Flüssiggaspreise keinen Spielraum nach unten. Dazu kommt, dass bei der aktuellen Wetterlage zumindest nachts die Heizungen wieder laufen. Allem Anschein nach werden die Flüssiggaspreise in Richtung Winterniveau getrimmt. Extreme Preissteigerungen für Flüssiggas, wie sie seit Anfang September beobachtet werden konnten, sind jedoch eher unwahrscheinlich, da die Flüssiggaspreise schon stark gestiegen sind. Vielmehr werden die Flüssiggaspreise in der nächsten Zeit Stück für Stück angehoben, sodass der Preis für Flüssiggas in zwei oder drei Monaten wieder so hoch sein wird wie vor drei Jahren vor der weltweiten Krise.
Der Rohölpreis durchlebt im Moment ein ständiges auf und ab. Ende letzter und Anfang dieser Woche durch gute Wirtschaftsdaten und die Meldungen von einer Raffinerie-Explosion in Mexiko sowie der Abschaltung einer wichtigen Versorgungspipeline zwischen Kanada und den USA gepusht, konnte dieser Trend aufgrund erneut hoher Bestandszahlen nicht weiter fortgesetzt werden. Die aktuelle Entwicklung der Rohstoff- und Aktienmärkte hat nur sehr geringe Auswirken auf den Flüssiggaspreis, da dieser sich im Moment eher an steigenden als an fallenden Rohölpreisen orientiert.
Wie erwartet haben die Verknappung von Produktverfügbarkeit und Transportkapazitäten den Flüssiggaspreis weiter steigen lassen. Der Rohölpreis fällt nach Ende der Hauptreisesaison in den USA auf teilweise unter 73 US-Dollar (WTI).
Die Flüssiggaspreise steigen immer weiter und es ist kein Ende in Sicht. Vor allem letzte Woche haben die Preise sich aufgrund kurzfristiger Engpässe und technischer Probleme in den Raffinerien stark verteuert.
Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank aus Nordrhein-Westfalen und Teilen Hessens sowie Rheinland-Pfalz haben die Preiserhöhungen besonders deutlich zu spüren bekommen, da die für Sie relevante Raffinerie in Antwerpen kurzfristig ausfiel und die Preise innerhalb von einem Tag um bis zu zwei Cent gestiegen sind. Endverbraucher aus den anderen Bundesländern Deutschlands müssen sich ebenfalls auf Preiserhöhungen einstellen, da die innerdeutschen Raffinerien zurzeit ebenfalls nicht besonders viel Flüssiggas produzieren und infolgedessen die Flüssiggaspreise steigen.
Ein weiterer Grund für die höheren Flüssiggaspreise sind schrumpfende Transportkapazitäten. Die in der letzten Woche sprunghaft gestiegene Nachfrage sorgt für gut gefüllte Auftragsbücher bei Spediteuren.
Einzig und allein die Rohölpreise könnten die Flüssiggaspreiserhöhungen reduzieren oder zumindest begrenzen. Da in den USA die Hauptreisezeit vorbei ist und somit die bereits hohen Lagerbestände weiter steigen werden, ist eine signifikante Korrektur nach unten durchaus möglich. Ebenfalls preissenkend wirkt sich die dieses Jahr gimpflich verlaufenden Hurrikane-Saison aus, da kaum Produktionseinschränkungen verzeichnet wurden. Inwieweit dieser Trend durch die anstehenden wahrscheinlich positiven Wirtschaftsdaten kompensiert werden kann, bleibt abzuwarten.
Man kann jedoch davon ausgehen, dass fallende Rohölpreise sich nicht in fallenden Flüssiggaspreisen sondern allenfalls in weniger steigenden Flüssiggaspreisen auswirken werden.
Angesichts der verschlechterten Produktverfügbarkeit aus deutschen Raffinerien, kennen die Flüssiggaspreise nur eine Richtung. Die stark schwankenden Rohölpreise haben momentan nur sehr geringe Auswirkungen auf die Preise für Flüssiggas.
Billiger wird’s nicht mehr. Das steht bereits seit letzter Woche fest. Diese Woche hat sich erneut bestätigt, dass Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank dieses Jahr nicht mehr auf niedrigere Flüssiggaspreise hoffen sollten. Hauptargument ist hierbei die gestiegene Nachfrage. Viele Flüssiggastanks werden jetzt vor dem Winter noch einmal gefüllt, bevor die Flüssiggaspreise im Winter weiter steigen. Die kühlen Temperaturen spielen dabei psychologisch eine wichtige Rolle. Es kann gut sein, dass im Zuge der extremen Klimavorkommnisse in der letzen Zeit auch der nächste Winter eventuell wieder extrem kalt oder schneereich wird. Ganz genau weiß das niemand, aber Endverbraucher sind gut damit beraten, ihren Flüssiggastank nach Möglichkeit jetzt mit Flüssiggas zu füllen.
Zweites Argument dafür ist die schwache Versorgungslage in deutschen Raffinerien. Bereits Anfang August war offensichtlich, dass die Raffinerien nicht wie in anderen Sommermonaten übermäßig viel Produkt zur Verfügung stellen können. Inzwischen hat sich die Lage soweit zugespitzt, dass teilweise kurzzeitig sogar gar kein Flüssiggas zur Verfügung steht und somit die Preise für noch verfügbares Flüssiggas höher sind als noch Anfang des Monats.
Auch auf internationalem Parkett rechnet man mit steigenden Preisen. Trotz der derzeit sehr schwachen Ölpreise, rechnen Experten aufgrund guter Wirtschaftsdaten mit höheren Ölpreisen bei 90 – 100 US-Dollar pro Barrel. Noch ist es nicht soweit, aber viele Indikatoren deuten auf Preiserhöhung anstelle von Reduzierung.
Nachdem EU und IWF das eilig geschnürte 750 Milliarden-Euro-Paket auf den Weg gebracht haben, steigen Rohöl und Eurokurse wieder.
Die letzte Börsenwoche war zweifellos für alle hoch brisant. Der Euro fiel zeitweise unter die 1,26-Marke und der Preis für Rohöl der Marke WTI pendelte zwischen 74 und 87 Dollar. Die Flüssiggaspreise wurden vor allem durch den schwachen Euro belastet, da dieser bekanntlich u. a. die Preise für importierte Brennstoffe wie Flüssiggas anhebt. Diese Gefahr ist durch aktuelle Maßnahmen vorerst zumindest teilweise gebannt.
Mit dem Rettungspaket geht jedoch eine Erholung an den Rohstoff- und Aktienmärkten einher. Der steigende Rohölpreis wird wahrscheinlich bewirken, dass die Flüssiggaspreise wieder anziehen. Bleibt abzuwarten, inwieweit dieser Effekt durch einen stärkeren Euro und die derzeit relativ schwache Nachfrage kompensiert wird.
Endverbraucher müssen sich nun entscheiden, ob sie aufgrund der schwachen Nachfrage auf fallende Preise spekulieren. Eine solche Wette kann allerdings auch nach hinten losgehen.
Die Öl-Futures an den internationalen Warenterminmärkten sind nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten wieder knapp unter die 70-Dollar-Marke gerutscht, sodass heute auch die Flüssiggaspreise im ARA Markt etwas schwächer eröffnet haben.
Aktuell stehen die führenden WTI-Rohöl Notierungen bei 69,34 US-Dollar pro Barrel, Nordseeöl “Brent” kostet rund 67,30 Dollar. Der Euro kann sich wieder erholen und kostet zur Stunde 1,4611 US-Dollar.
In der letzten Handelswoche zeigten sich die Ölpreise mit einer erstaunlichen Stärke. Trotz schlechter Wirtschaftsdaten und fallender Aktienkurse konnten die Notierungen teilweise sogar kräftig zulegen.
Eine plausible Begründung ließ sich dafür allerdings kaum finden und so rechnen die meisten Marktexperten in dieser Woche eher mit fallenden Preisen, was auch bereits am Freitag nach Veröffentlichung der neuesten US-Arbeitsmarktdaten der Fall war.
Mit 9,8 Prozent liegt die Arbeitslosenquote hier auf den höchsten Stand seit 26 Jahren und vor allem der starke Rückgang der Beschäftigten um 263.000 sorgte für schlechte Stimmung an den Finanzmärkten.
Die hohe Zahl der Erwerbslosen könnte auf den Konsum und natürlich auch auf die Öl-Nachfrage in der größten Volkswirtschaft der Welt drücken, die ja ohnehin sehr verhalten ist, was sich auch in der letzten Woche wieder an den abermals gestiegenen Ölbeständen zeigte.
Am Devisenmarkt konnte der Euro von den schlechten Zahlen profitieren, was mit weiter stabilen Zinsen in den USA begründet wurde. Solange der US-Konsum schwach bleibt, dürfte die FED auch ihre Zinspolitik nicht ändern.
Der wieder etwas stärkere Euro und die rückläufigen Ölpreise dürften heute auch den Flüssiggas-Notierungen etwas Spielraum nach unten geben. Größere Bewegungen nach unten, die sich auf das Endverbraucher-Tagesgeschäft für Tankgas direkt auswirken, sind daher kurz vor der Wintersaison aber nicht zu erwarten. Auch dürften die meisten Flüssiggastanks noch gut gefüllt sein.
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