Flüssiggas News

Rohölpreise im Keller aber Flüssiggas steigt weiter

Dienstag, 07. September 2010 von Roman G. Kieslinger

Wie erwartet haben die Verknappung von Produktverfügbarkeit und Transportkapazitäten den Flüssiggaspreis weiter steigen lassen. Der Rohölpreis fällt nach Ende der Hauptreisesaison in den USA auf teilweise unter 73 US-Dollar (WTI).

Die Flüssiggaspreise steigen immer weiter und es ist kein Ende in Sicht. Vor allem letzte Woche haben die Preise sich aufgrund kurzfristiger Engpässe und technischer Probleme in den Raffinerien stark verteuert.
Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank aus Nordrhein-Westfalen und Teilen Hessens sowie Rheinland-Pfalz haben die Preiserhöhungen besonders deutlich zu spüren bekommen, da die für Sie relevante Raffinerie in Antwerpen kurzfristig ausfiel und die Preise innerhalb von einem Tag um bis zu zwei Cent gestiegen sind. Endverbraucher aus den anderen Bundesländern Deutschlands müssen sich ebenfalls auf Preiserhöhungen einstellen, da die innerdeutschen Raffinerien zurzeit ebenfalls nicht besonders viel Flüssiggas produzieren und infolgedessen die Flüssiggaspreise steigen.
Ein weiterer Grund für die höheren Flüssiggaspreise sind schrumpfende Transportkapazitäten. Die in der letzten Woche sprunghaft gestiegene Nachfrage sorgt für gut gefüllte Auftragsbücher bei Spediteuren.

Einzig und allein die Rohölpreise könnten die Flüssiggaspreiserhöhungen reduzieren oder zumindest begrenzen. Da in den USA die Hauptreisezeit vorbei ist und somit die bereits hohen Lagerbestände weiter steigen werden, ist eine signifikante Korrektur nach unten durchaus möglich. Ebenfalls preissenkend wirkt sich die dieses Jahr gimpflich verlaufenden Hurrikane-Saison aus, da kaum Produktionseinschränkungen verzeichnet wurden. Inwieweit dieser Trend durch die anstehenden wahrscheinlich positiven Wirtschaftsdaten kompensiert werden kann, bleibt abzuwarten.

Man kann jedoch davon ausgehen, dass fallende Rohölpreise sich nicht in fallenden Flüssiggaspreisen sondern allenfalls in weniger steigenden Flüssiggaspreisen auswirken werden.

Flüssiggas: Günstig voll tanken vor dem Winter

Donnerstag, 19. August 2010 von Roman G. Kieslinger

Angesichts der verschlechterten Produktverfügbarkeit aus deutschen Raffinerien, kennen die Flüssiggaspreise nur eine Richtung. Die stark schwankenden Rohölpreise haben momentan nur sehr geringe Auswirkungen auf die Preise für Flüssiggas.

Billiger wird’s nicht mehr. Das steht bereits seit letzter Woche fest. Diese Woche hat sich erneut bestätigt, dass Endverbraucher mit einem eigenen Flüssiggastank dieses Jahr nicht mehr auf niedrigere Flüssiggaspreise hoffen sollten. Hauptargument ist hierbei die gestiegene Nachfrage. Viele Flüssiggastanks werden jetzt vor dem Winter noch einmal gefüllt, bevor die Flüssiggaspreise im Winter weiter steigen. Die kühlen Temperaturen spielen dabei psychologisch eine wichtige Rolle. Es kann gut sein, dass im Zuge der extremen Klimavorkommnisse in der letzen Zeit auch der nächste Winter eventuell wieder extrem kalt oder schneereich wird. Ganz genau weiß das niemand, aber Endverbraucher sind gut damit beraten, ihren Flüssiggastank nach Möglichkeit jetzt mit Flüssiggas zu füllen.

Zweites Argument dafür ist die schwache Versorgungslage in deutschen Raffinerien. Bereits Anfang August war offensichtlich, dass die Raffinerien nicht wie in anderen Sommermonaten übermäßig viel Produkt zur Verfügung stellen können. Inzwischen hat sich die Lage soweit zugespitzt, dass teilweise kurzzeitig sogar gar kein Flüssiggas zur Verfügung steht und somit die Preise für noch verfügbares Flüssiggas höher sind als noch Anfang des Monats.

Auch auf internationalem Parkett rechnet man mit steigenden Preisen. Trotz der derzeit sehr schwachen Ölpreise, rechnen Experten aufgrund guter Wirtschaftsdaten mit höheren Ölpreisen bei 90 – 100 US-Dollar pro Barrel. Noch ist es nicht soweit, aber viele Indikatoren deuten auf Preiserhöhung anstelle von Reduzierung.

Flüssiggaspreise nach wie vor mit leicht steigender Tendenz

Montag, 10. Mai 2010 von Roman G. Kieslinger

Nachdem EU und IWF das eilig geschnürte 750 Milliarden-Euro-Paket auf den Weg gebracht haben, steigen Rohöl und Eurokurse wieder.

Die letzte Börsenwoche war zweifellos für alle hoch brisant. Der Euro fiel zeitweise unter die 1,26-Marke und der Preis für Rohöl der Marke WTI pendelte zwischen 74 und 87 Dollar. Die Flüssiggaspreise wurden vor allem durch den schwachen Euro belastet, da dieser bekanntlich u. a. die Preise für importierte Brennstoffe wie Flüssiggas anhebt. Diese Gefahr ist durch aktuelle Maßnahmen vorerst zumindest teilweise gebannt.

Mit dem Rettungspaket geht jedoch eine Erholung an den Rohstoff- und Aktienmärkten einher. Der steigende Rohölpreis wird wahrscheinlich bewirken, dass die Flüssiggaspreise wieder anziehen. Bleibt abzuwarten, inwieweit dieser Effekt durch einen stärkeren Euro und die derzeit relativ schwache Nachfrage kompensiert wird.

Endverbraucher müssen sich nun entscheiden, ob sie aufgrund der schwachen Nachfrage auf fallende Preise spekulieren. Eine solche Wette kann allerdings auch nach hinten losgehen.

Flüssiggaspreise noch gleichbleibend – Ölpreis wieder unter 70 USD

Montag, 05. Oktober 2009 von Roman G. Kieslinger

Die Öl-Futures an den internationalen Warenterminmärkten sind nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten wieder knapp unter die 70-Dollar-Marke gerutscht, sodass heute auch die Flüssiggaspreise im ARA Markt etwas schwächer eröffnet haben.

Aktuell stehen die führenden WTI-Rohöl Notierungen bei 69,34 US-Dollar pro Barrel, Nordseeöl “Brent” kostet rund 67,30 Dollar. Der Euro kann sich wieder erholen und kostet zur Stunde 1,4611 US-Dollar.

In der letzten Handelswoche zeigten sich die Ölpreise mit einer erstaunlichen Stärke. Trotz schlechter Wirtschaftsdaten und fallender Aktienkurse konnten die Notierungen teilweise sogar kräftig zulegen.
Eine plausible Begründung ließ sich dafür allerdings kaum finden und so rechnen die meisten Marktexperten in dieser Woche eher mit fallenden Preisen, was auch bereits am Freitag nach Veröffentlichung der neuesten US-Arbeitsmarktdaten der Fall war.
Mit 9,8 Prozent liegt die Arbeitslosenquote hier auf den höchsten Stand seit 26 Jahren und vor allem der starke Rückgang der Beschäftigten um 263.000 sorgte für schlechte Stimmung an den Finanzmärkten.
Die hohe Zahl der Erwerbslosen könnte auf den Konsum und natürlich auch auf die Öl-Nachfrage in der größten Volkswirtschaft der Welt drücken, die ja ohnehin sehr verhalten ist, was sich auch in der letzten Woche wieder an den abermals gestiegenen Ölbeständen zeigte.

Am Devisenmarkt konnte der Euro von den schlechten Zahlen profitieren, was mit weiter stabilen Zinsen in den USA begründet wurde. Solange der US-Konsum schwach bleibt, dürfte die FED auch ihre Zinspolitik nicht ändern.

Der wieder etwas stärkere Euro und die rückläufigen Ölpreise dürften heute auch den Flüssiggas-Notierungen etwas Spielraum nach unten geben. Größere Bewegungen nach unten, die sich auf das Endverbraucher-Tagesgeschäft für Tankgas direkt auswirken, sind daher kurz vor der Wintersaison aber nicht zu erwarten. Auch dürften die meisten Flüssiggastanks noch gut gefüllt sein.

Information

Aktuelles, Wissenswertes und Infos zu Flüssiggas und Kauf-Tanks sind die Themen dieses Blogs.

Seiten

Kategorien

Archiv

Blogroll

Suche

Meta

 

© 2009 by GazCologne | Powered by WordPress | Design: more communication