Die Flüssiggaspreise für diese und nächste Woche bewegen sich nach unten. Der aktuell bei 74,50 US-Dollar notierende Rohöl der Referenzsorte West Texas Intermediate ist seit Mitte letzter Woche starken Kursschwankungen unterworfen.
Die Preise für Flüssiggas gehen vielerorts minimal zurück. Grund hierfür sind gefallende Vertragspreise für Flüssiggas aus einem Großteil der innerdeutschen Raffinerien. Die Nachfrage ist nach wir vor verhalten, doch aufgrund des ausbleibenden Sommers noch nicht ganz verebbt. Die Verfügbarkeit für Flüssiggas wird diesen Monat wahrscheinlich keine Probleme bereiten. Es gab im Mai zwar immer wieder kleine Zwischenfälle in der Raffinerie MiRO Karlsruhe, jedoch sind diese nach dem Stillstand in den letzten Monaten normal.
Es besteht zurzeit keine Dringlichkeit, seine Flüssiggastanks sofort aufzufüllen. Auf Preise, die im letzten Sommer üblich waren, können wir jedoch nicht hoffen, da solche Preise aufgrund der sich erholenden Weltkonjunktur nicht mehr möglich sind.
Bleibt abzuwarten, wie sich der internationale Rohöl und der Wechselkurs des Euros entwickeln. Das Zusammenspiel dieser beiden Werte ist im Sommer letztendlich ausschlaggebend für die Gestaltung der Flüssiggaspreise in Deutschland. Welche Richtung der Rohölpreis einschlagen wird, weiß keiner so genau. Letzte Woche war dieser zwischen 68 und 75 US-Dollar hin und her gependelt. Hierbei haben vor allem die möglichen Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise auf die Weltwirtschaft viele Marktteilnehmer verunsichert. Erst Ende letzter Woche stufte die Ratingagentur Fitch die Bonität Spaniens herunter. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt sich heute aber stabil und verteidigt seit Handelsbeginn erfolgreich die 1,23-Dollar-Marke.
Da die Börsen in den USA und Großbritannien aufgrund des Feiertages (Memorial Day) heute geschlossen bleiben, wird sich auf den Märkten erst morgen wieder etwas bewegen.
Der Flüssiggaspreis kennt weiterhin nur eine Richtung, nämlich die nach oben. Daran ändern auch die schwachen Rohölnotierungen und der mildeste November seit Jahren nichts.
Der seit Monaten anhaltende Aufwärtstrend hat den Rohöl stark gemacht. Doch zum Ende der Woche wurde wieder einmal deutlich, wie viel von der Kauflaune der Großspekulanten abhängt. Und diese sieht im Moment nicht besonders rosig aus. Zum Freitag hatte der internationale Rohöl WTI erhebliche Einbußen hinnehmen müssen und war unter die 78-Dollar Marke gefallen. Als Gründe nannte man schwache Aktienmärkte und einen wieder festeren Dollarkurs. Zum Wochenbeginn hielt sich die Stimmung in Grenzen. Ein leichtes Auf und Ab kennzeichneten den Markt und mündeten in einem minimalen Minus von 0,24 US-Dollar. Die Entwicklung in der restlichen Woche bleibt abzuwarten. Unbestreitbar sind die hohen Lagerreserven und eine niedrige Nachfrage. Schwung in den Markt bringen kann höchstwahrscheinlich nur die Veröffentlichung des geschätzten BIP’s in den USA. Diese steht für den heutigen Nachmittag an. Was uns die Handelswoche außer dem Veröffentlichungen neuer Wirtschaftsdaten und dem Säbelrasseln aus dem Iran bringen wird, bleibt weiterhin ungewiss. Laut den Experten wird der Rohölpreis sich der nächsten Zeit in dem relativ überschaubaren Spielraum von 77 bis 80 US-Dollar bewegen.
Auf das Flüssiggas hat der leicht gefallene Rohölpreis jedoch keine Auswirkungen. Händler verzeichnen auch am heutigen Tag wieder Zuwächse. Faktisch ist es Winter. Die Temperaturen sprechen eine andere Sprache und treiben somit die Nachfrage auf besorgniserregende Tiefststände, verändern aber nicht die Preiskulisse.
Flüssiggas wird diese Woche höchstwahrscheinlich auf dem zum Monatsbeginn erreichten Niveau bleiben. Die auf dem Papier gestiegenen Flüssiggaspreise der Handelsware aus dem sog. ARA-Raum (Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) beeinflussen diesen Monat noch nicht den Preis. Zu hoch sind die innerdeutschen Lagerreserven an Flüssiggas, die zu den Preisen von Monatsanfang verkauft werden. Spätestens im neuen Monat werden sich die Flüssiggashändler nach den neuen Preisen orientieren müssen. Aus heutiger Sicht bedeutet dies für den Endverbraucher umgerechnet eine Preiserhöhung von 2 Cent pro Liter. Endverbraucher mit eigenen Flüssiggastanks sollten also trotz milder Wetterlage weiterhin auf Auffüllen setzen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.
Die seit Ende letzter Woche steigenden Rohölpreise starten auch diese Woche mit einem leichten Plus in den Handel. Besonders viel Spielraum nach oben gibt es jedoch nicht. Am Flüssiggasmarkt zeigen sich diesbezüglich noch keine Auswirkungen.
Seit Mai diesen Jahres bewegt sich Rohöl der Marke WTI in einem Intervall zwischen 60 und 75 Dollar. Mit aktuell über 73 Dollar wird die Luft aus charttechnischer Sicht aber zunehmend dünner. Impulse, die den Ölpreis darüber hinaus tragen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Vor allem die Aussicht auf einen milden Winter sowie die schwache physische Nachfrage in der US-Wirtschaft drücken die Stimmung der Investoren. Dies zeigen besonders die rekordhohen Lagerreserven bei Destillaten wie Heizöl und Diesel eindrucksvoll. Laut der US-Energiebehörde EIA wurden solche Höchstbestände zuletzt im Januar 1983 verzeichnet. Ohne einen kalten Winter dürfte es schwer werden, dieses Überangebot spürbar abzubauen.
Fallende Flüssiggaspreise sind folglich trotz eines starken Euros nicht zu erwarten. Außerdem heben tiefere Außentemperaturen vornehmlich in der Nacht den Gasverbrauch auf ein höheres Niveau an als in den letzten Monaten. Schlussendlich sollte man von daher trotz des Risikos eines Abrutsches des Rohölpreises nicht unnötig lange mit der Flüssiggasbestellung warten.
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Der Ölpreis hat am Montag kaum auf die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen reagiert.
Die Marktteilnehmer setzten weiter vor allem auf eine geringe Nachfrage, was den Preis in einer Range von 65 bis 66 Dollar je Barrel halte, erklärten Händler. Wenn der Atomstreit mit dem Iran Einfluss hätte, wären wir schon wieder bei 70 Dollar, sagen Broker in London. Der Iran testete am Montag eine Mittelstreckenrakete, was die Spannungen mit dem Westen weiter anheizen dürfte. In der vergangenen Woche hatte die Regierung in Teheran den Bau einer zweiten Urananreicherungsanlage bekanntgegeben. Dass solche Nachrichten am Ölmarkt derzeit verpufften, könnte auf eine Stimmungswende hindeuten, mutmaßten die Analysten der Commerzbank.
Der Flüssiggaspreis auf den internationalen Märkten des ARA Marktes, der für den deutschen Markt relevant ist, hat sich wie so oft vor der Wintersaison von der Ölpreisentwicklung abgekoppelt und zeigt eine leicht steigende Tendenz. Dennoch sind in Deutschland die Flüssiggasläger gut gefüllt und die Nachfrage im Heizgasmarkt noch sehr gering. Stark steigende Flüssiggaspreise sind daher aus heutiger Sicht erst nach Einsetzen einer längeren Heizperiode bzw. einer daraus folgenden steigenden Nachfrage zu erwarten.
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